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Kommentiertes
Register des Sachgebietes Tschernobyl-Folgen
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Gesundheitsfolgen
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Tschernobyl -
Jahre danach
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Tschernobyl-Hilfe
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Tschernobyl-Sarkophag
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Umweltbelastungen
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Risikobewertung
und Risikokommunikation
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siehe
auch unter 20 Jahre nach Tschernobyl
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siehe auch unter
25 Jahre Folgen der
Tschernobyl-Katastrophe
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Gesundheitsfolgen
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Gesundheitsfolgen
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Perinatalsterblichkeit im Nahbereich des Tschernobylreaktors
korreliert mit der Strontiumbelastung. Eine
gemeinsame Analyse der Daten der Perinatalsterblichkeit aus Gomel und
Zhytomir, den vom Tschernobyl-Fallout am stärksten verstrahlten Regionen
Weißrusslands und der Ukraine, ergibt neben einem kurzzeitigen Anstieg im
Jahr 1987 eine Erhöhung um bis zu 40 Prozent in den 1990er Jahren. Die
Erhöhung korreliert mit der Strontiumbelastung der werdenden Mütter. Von
Alfred Körblein.
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Stx606-607.2012.7-9.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Proteste von Tschernobyl-Veteranen. In der Ukraine eskalierten am 1. November 2011
Demonstrationen von Tschernobyl-Veteranen gegen die Sparpolitik des Landes.
Bis zu 1000 Teilnehmer einer Kundgebung sogenannter Liquidatoren durchbrachen
Berichten zufolge die Absperrungen am Parlamentsgebäude in Kiew, bevor sie
von Spezialeinheiten der Polizei gestoppt wurden. Die Liquidatoren hatten
1986 unter Einsatz ihrer Gesundheit die Folgen der Reaktorkatastrophe im
ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl einzudämmen versucht. Nun will die
Regierung ihre Sonderrenten kürzen.
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Stx600-601.2012.7.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige
Realitätsverweigerung. Die amerikanische
Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR), die sich auf den
Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt auf die
Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und
fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer
Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und
Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für
Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon
(USA) Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen und die Vernunftgründe
für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Die epigenetische Revolution in der
Strahlenbiologie. Heutige Lehren aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Daß die zusätzliche
Strahlendosis sich lediglich im Rahmen der natürlichen Schwankungsbreite
bewege, wird gern angeführt, um unliebsame epidemiologische Beobachtungen
nach Katastrophen wie der von Tschernobyl oder in der Umgebung von
Kernkraftwerken im Normalbetrieb abzuwehren und künftige Schäden, jetzt zum
Beispiel nach Fukushima, zu bestreiten. Nach dem Muster, daß nicht sein
kann, was nicht sein darf, wird argumentiert, die beobachteten oder (im
Falle von Fukushima) zu erwartenden Schäden könnten jedenfalls nicht durch
Strahlung verursacht sein, denn die Dosis sei viel zu gering. Zudem fehle
jede plausible ätiologische Erklärung. Das Dosisargument gilt jedoch nur,
wenn man die Strahlendosen über größere Gebiete und längere Zeiträume
zusammenfaßt und dabei örtliche sowie kurzzeitige deutliche Dosisspitzen
heruntermittelt. Und zur Erklärung der beobachteten Effekte beschreiben
jetzt der Berliner Humangenetiker Karl Sperling sowie der Mathematiker
Hagen Scherb aus Neuherberg in einem Beitrag im Mai-Heft 2011 der
Naturwissenschaftlichen Rundschau das Prinzip der
medizinisch-(epi)genetischen Strahlenwirkung.
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Stx586-587.2011.1-3.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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25 Jahre
nach Tschernobyl: Kranke Kinder und beschleunigte
Alterung. Majak (Rußland/UdSSR) 1957, Harrisburg (USA) 1979,
Tschernobyl (Ukraine/UdSSR) 1986, Fukushima (Japan) 2011 – auch ein
Vierteljahrhundert nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl werden die
Folgen verdrängt, vertuscht, verharmlost und bagatellisiert. Atomlobby und
Politiker reden die Gefährdung durch sogenannte Niedrigdosisstrahlung mit
gezielter Propaganda und beharrlichem Verschweigen der Risiken klein. Die
Gesellschaft für Strahlenschutz hatte für den 6. bis 8. April 2011 Ärzte
und Wissenschaftler aus den betroffenen Ländern Ukraine, Weißrußland und
Rußland, eingeladen. Diese sind zu ganz anderen Ergebnissen über die Folgen
von Tschernobyl gekommen als beispielsweise die Internationale
Atomenergieagentur (IAEA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder
das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkungen der
Atomstrahlung (UNSCEAR). Doppelt so schnell gealterte Katastrophenhelfer,
Hirnschäden und Beeinträchtigung kognitiver Funktionen, weniger und kranke,
genetisch geschädigte Kinder, angeborene Entwicklungsschäden,
Schilddrüsenkrebs und Brustkrebs, Leukämien und Lymphome – das sind Folgen
der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wie sie jetzt berichtet wurden. Der
Strahlenunfall von Tschernobyl zog schwere ökologische Veränderungen nach
sich, die zur Umsiedlung und Evakuierung der Bevölkerung aus Verbotszonen
und Umsiedlungszonen und zum notgedrungenen Weiterleben der Bürger in
radioaktiv verschmutzten Gebieten führte. Darauf wies unter anderem die
Moskauer Medizinprofessorin Larissa C. Baleva vom Zentrum für Forschung und
Praxis des Strahlenschutzes von Kindern am wissenschaftlichen
Forschungsinstitut für Pädiatrie und Kinderchirurgie des russischen
Gesundheitsministeriums hin. Ihr Institut betreut sowohl Kinder, die noch
in Gebieten leben, in denen die Bodenbelastung mit Cäsium-137 bis zu 1.665
kBq/m² beträgt, Kinder, die aus der Verbotszone und der Umsiedlungszone
evakuiert wurden, Kinder, die in der Phase der intrauterinen Entwicklung
radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, Kinder von Liquidatoren und
Kinder, die der Bestrahlung durch Jod-131 ausgesetzt waren
(Geburtsjahrgänge 1968 – 1986). Die bisher 25jährige Beobachtungszeit
erlaubt, die Besonderheiten des Gesundheitszustandes der Kinder aus jeder
Gruppe herauszuarbeiten und das Vorhandensein bestimmter Strahleneffekte,
die sich bei den Kindern aus Hochrisikogruppen entwickelten, festzustellen.
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Stx582-583.2011.14-15.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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25 Jahre
nach Tschernobyl: Erhöhte
Sterblichkeit von Neugeborenen nach Tschernobyl. Trendanalysen der
Monatsdaten der Perinatalsterblichkeit aus Westdeutschland und der Säuglingssterblichkeit
aus Polen zeigen im Jahr 1987, dem Jahr nach Tschernobyl, jeweils
statistisch signifikante Zusammenhänge mit der Cäsiumbelastung der Mütter
über Milchverzehr. In beiden Datensätzen treten Maxima der Sterblichkeit
sieben Monate nach den Maxima der Cäsiumbelastung auf. Die
Dosis-Wirkungsbeziehung (DWB) ist stark nach oben gekrümmt, der Schätzwert
für den Dosisexponenten beträgt 3,7. Die Abweichung der
Dosis-Wirkungsbeziehung von einem linearen Verlauf ist deutlich
signifikant. Statistische Überlegungen lassen für die analytische Form der
Dosis-Wirkungsbeziehung eine kumulative Lognormalverteilung erwarten. In den höchstbelasteten Regionen
der Ukraine (Oblast Zhitomir) und Weißrusslands (Oblast Gomel) zeigt sich
nach Tschernobyl außer einer Erhöhung im Jahr 1987 ein deutlich größerer
Anstieg in den 1990er Jahren, welcher mit der verzögerten Wirkung von
Strontium erklärt werden kann. Mit etwa 1.000 zusätzlich gestorbenen
Neugeborenen in den Jahren 1990 bis 1997 ist der Strontiumeffekt mehr als
10-mal so groß wie der Cäsiumeffekt im Jahr 1987. Immer noch geht die internationale Strahlenschutzkommission
von der Existenz einer Schwellendosis für teratogene Schäden in Höhe von
100 Millisievert (mSv) aus. Nach offiziellen Angaben betrug die mittlere
Dosis im ersten Folgejahr nach Tschernobyl in Deutschland aber nur 0,2 mSv.
Die obigen Ergebnisse widersprechen damit dem Konzept einer unschädlichen
Dosis für teratogene Schäden. Eine Analyse von Dr. Alfred Körblein.
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Stx580-581.2011.1-8.8 (8 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Geringere
Intelligenz nach Strahlenbelastung im Mutterleib. Neue Studie zeigt
verringerte kognitive Fähigkeiten bei Heranwachsenden aus den am stärksten
vom Tschernobyl-Fallout betroffenen Gebieten Norwegens. Signifikant niedrigere
Intelligentquotienten (IQ) weisen Heranwachsende auf, die sich während der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Entwicklungsstadium der 8. bis 15.
Schwangerschaftswoche befanden und deren Mütter in den stärker vom Fallout
betroffenen Gebieten Norwegens lebten. Das berichten die Psychologin
Kristin Sverdvik Heiervang von der Universität Oslo und Kollegen jetzt im
Scandinavian Journal of Psychology der Scandinavian Psychological Associations
in einer Arbeit über die Auswirkungen einer Niedrigdosisstrahlenexposition
im Mutterleib auf die kognitiven Funktionen in der Adoleszenz. Die Arbeit
stützt damit frühere Ergebnisse aus Schweden (Almond et al. 2007), der
Ukraine (Nyagu et al. 1998) und Weißrußland (Belarus; Loganovsky et. al
2008).
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Stx566-567.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Angeborene
Fehlbildungen in der Tschernobyl-Region. Eine Untersuchung von Wladimir Wertelecki von
der Universität von Süd-Alabama über angeborene Fehlbildungen in einer vom
Tschernobyler Reaktorunglück betroffenen Region im Norden der Ukraine
erregte jetzt besonderes Aufsehen, weil sie erhöhte Fehlbildungsraten
aufdeckt.
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Stx564-565.2010.3-5.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Verlorene
Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in Europa und in den
USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach Tschernobyl. Seit der Entdeckung der
Mutagenität von ionisierender Strahlung im Tierexperiment wurden
schädigende strahlengenetische Effekte auch beim Menschen immer wieder in
Betracht gezogen und untersucht. Während das Wissenschaftliche Komitee der
Vereinten Nationen für die Wirkung von Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im
Jahre 2000 die Auffassung vertrat, strahleninduzierte vererbbare Effekte
beim Menschen seien bisher nicht belegt, kann man solche Effekte nach dem
Unfall von Tschernobyl mit einfachen Mitteln eindeutig nachweisen. Die
Ergebnisse von Scherb und Kollegen lassen bei Übertragung auf vollständige
Zeiträume und auf die gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl der
verlorenen Kinder nach den globalen Freisetzungen ionisierender Strahlung
in der Größenordnung von mehreren Millionen liegen könnte. Verschärft wird
das Problem dadurch, dass auch strahleninduzierte angeborene Fehlbildungen
und Totgeburten nach Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre in
etwa der gleichen Größenordung von insgesamt mehren Millionen weltweit
langfristig aufgetreten sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Geschlechterverhältnis
bei der Geburt in Bayern nach Tschernobyl. Im Januar 1987, 9 Monate nach dem
Reaktorunfall von Tschernobyl, war das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen
Geburten (Geschlechterverhältnis bei der Geburt) in Bayern signifikant um
5,5 Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1980 bis 1992 erhöht (p=0,0185).
Außerdem zeigt sich in diesem Monat ein signifikanter Anstieg des
Geschlechterverhältnisses um 0,29 Prozent pro Kilobecquerel Cäsium-137 pro
Quadratmeter (kBq/m² Cäsium-137) Bodenbelastung (p=0,011). Nach 1987 ist
keine Abweichung des Geschlechterverhältnisses vom Wert vor Tschernobyl für
Bayern nachweisbar. Von Alfred Körblein.
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Stx556-557.2010.7-10.4 (4 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Epidemiologie: Säuglingssterblichkeit nach Tschernobyl in
skandinavischen Ländern. Von Alfred Körblein. Nach Tschernobyl war die Säuglingssterblichkeit
in Schweden wie auch in Finnland und Norwegen hochsignifikant um 15,8
Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1976 bis 2006 erhöht. Für 1987 bis
1992 errechnen sich insgesamt 1.209 zusätzlich gestorbene Säuglinge
(95%-Vertrauensbereich: 875 bis 1.556).
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Stx510-511.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Epidemiologie: Leukämien bei Kindern in der Umgebung von
Tschernobyl. Reanalyse einer offiziellen deutschen Studie. Von Alfred
Körblein. In der Diskussion um die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der
Studie zu Kinderkrebs um deutsche Kernkraftwerke (KiKK-Studie) wird
argumentiert, dass nach Tschernobyl keine erhöhte Leukämierate in den an
den Unglücksreaktor angrenzenden Regionen Weißrusslands, der Ukraine und
Russlands beobachtet worden sei. Das habe eine vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Studie ergeben.
Nach Durchsicht des Berichts kommt Körblein zu dem Ergebnis, dass man aus
den Zahlen auch andere Schlüsse ziehen kann. Besonders auffällig ist eine
signifikante Erhöhung der Leukämierate bei Jungen im Jahr 1987, dem Jahr
nach Tschernobyl. – Mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.4-6.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Vorgeburtliche Strahlenbelastung beeinträchtigt schulische
Leistungen. Eine Studie von Ökonomen in
Schweden (Almond Douglas, Lena Eglund, Mårten Palme, 2007) zeigt die
Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung von Kindern nach dem
Tschernobyl-Fallout.
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Stx496-497.2007.10-11.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Perinatalsterblichkeit in der Ukraine nach Tschernobyl. Der zeitliche Verlauf der Perinatalsterblichkeit – also
der Sterblichkeit, die sich aus den Totgeburten und den in den ersten 7
Lebenstagen gestorbenen Neugeborenen zusammensetzt – in den drei vom Tschernobyl-Fallout
am stärksten belasteten ukrainischen Gebieten (oblasts) Zhitomir, Kiew und
der Stadt Kiew zeigt eine auffällige Abweichung von einem gleichmäßig
fallenden Trend mit Maximum um das Jahr 1993. Unter vereinfachenden
Modellannahmen lässt sich der Verlauf der Daten mit der verzögerten Wirkung
von inkorporiertem radioaktivem Strontium erklären. Eine epidemiologische
Untersuchung von Dr. Alfred Körblein.
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Stx476-477.2006.1-3.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Streit um Tschernobyl-Opferzahlen. „Den Behörden nicht
vertrauen“. Nach Auffassung der
atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW kann der Streit um die Opfer der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl beigelegt werden, wenn die zuständigen staatlichen oder
staatsnahen Behörden und wissenschaftlichen Fachgremien dazu übergehen,
seriöse und öffentlich nachvollziehbare wissenschaftliche Fakten zu
veröffentlichen. „Wir brauchen den makaberen Streit um die
Tschernobyl-Opfer nicht“, erklärte der IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz am
26. April 2006 anläßlich des 20. Jahrestages der Atomkatastrophe. „Es würde
uns vollständig genügen, wenn die zuständigen Behörden und die offiziellen
Organisationen damit aufhören würden, ihre eigenen Zahlen zu manipulieren
und die Öffentlichkeit zu täuschen.“ Die Internationale Atomenergie
Organisation IAEO und die Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich nach
Auffassung der IPPNW mit ihrer Vorgehensweise selbst ins Abseits gestellt.
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Stx464-465.2006.6.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Wir gehen nicht vorsichtiger um mit Radioaktivität, sondern
nachlässiger. 20 Jahre Beobachtungen im Strahlenschutz. Internationale Atomenergie Agentur (IAEA) und
Weltgesundheitsorganisation (WHO) versuchten mit ihrem „Tschernobylprojekt“
zu vertuschen und abzuwiegeln. Tagungen in Bern und in Berlin haben dagegen
gezeigt: ● Seit 20 Jahren befindet sich offenbar mehr Radioaktivität aus
dem Katastrophenreaktor von Tschernobyl in unserer Umwelt, als bisher
zugegeben und die Strahlendosen sind vielfach höher als nach physikalischen
Abschätzungen zu erwarten wäre. Es reicht nicht, lediglich das relativ
leicht meßbare und deshalb als Leitnuklid gewählte Radiocäsium zu
betrachten. ● Die gesundheitlichen Folgen beschränken sich nicht auf
Erkrankungen und Krebs der Schilddrüse. Wegen der größeren Einwohnerzahl
ist in Westeuropa mit mehr Gesundheitsschäden durch die Reaktorkatastrophe
zu rechnen, als in den Ländern nahe Tschernobyl, obwohl die
durchschnittlich erhaltene Strahlendosis des Einzelnen bei uns viel
niedriger ist als dort. Wen es trifft, den trifft es voll. Um so
aufmerksamer sollten wir die Berichte über das Ausmaß und die Vielfalt der
gesundheitlichen Schäden in der Ukraine, in Weißrußland und in Rußland
verfolgen. ● In der Folge der Reaktorkatastrophe vor 20 Jahren hat sich in
der Wahrnehmung und Behandlung von Radioaktivität ein Wandel vollzogen. In
den Interessenkonflikten um den Atomausstieg hat das dazu geführt, daß der
Strahlenschutz in Deutschland abgeschwächt wurde, sogar über das von der EU
geforderte Maß hinaus. Eine ökonomische Deckelung wurde eingeführt und der
Grundsatz des Minimierungsgebots aufgegeben. Wir gehen tatsächlich heute
nicht vorsichtiger, sondern nachlässiger mit der Radioaktivität um. Dem
Fatalismus aber sollte nicht nachgegeben werden, denn die gesundheitlichen
Folgeschäden sind größer als gerne behauptet. Ein Bericht von Thomas Dersee.
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Stx464-465.2006.1-6.6 (6 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Internationaler
Kongreß „20 Jahre nach Tschernobyl“ vom 3. bis 5. April 2006 in der Berliner
Charité: „Der deutlich größte Teil
des Reaktorinventars wurde infolge einer Kernexplosion ausgestoßen. Einen
größeren Unfall kann es nicht geben.“ 20 Jahre Mythenbildungen
vernebeln die Sicht auf die Wirklichkeit und müssen beendet werden. Führende
Wissenschaftler und Ärzte aus den betroffenen Ländern Ukraine, Weißrußland
und Rußland sind zu ganz anderen Ergebnissen über die Folgen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 gekommen, als die
Internationale Atomenergieagentur (IAEA) und die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) im September 2005 auf ihrer Tagung in
Wien und in dem Report des sogenannten Tschernobylforums. Auf dem Kongreß
der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz, den diese gemeinsam mit dem
European Committee on Radiation Risk (ECRR) vom 3. bis 5. April 2006 in der
Charité in Berlin veranstaltete, wurde das besonders deutlich.
Den vollständigen Abstractband des Internationalen
Kongresses „20 Jahre nach
Tschernobyl - Erfahrungen und Lehren für die Zukunft“ der Gesellschaft
für Strahlenschutz e.V. und des European Committee on Radiation Risk
(ECRR), den diese vom 3. bis 5. April 2006 in der Charité in Berlin
veranstalteten, finden Sie hier als pdf-Datei. Die Datei ist 1,4 MB groß.
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Stx462-463.2006.1-2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Krebs,
Leukämien und Geisteskrankheiten finden russische, weißrussische und ukrainische
Forscher jetzt vermehrt bei ihren Mitbürgern. PSR/IPPNW-Tagung in Bern
deckt Falschdarstellungen des „Tschernobyl-Forums“ von WHO und IAEA auf. Etwa 90 Prozent der
Aufräumarbeiter von Tschernobyl sind heute krank. Die körperliche
Verfassung von jungen Männern, die zur Zeit des Reaktorunglücks im Jahre
1986 als Soldaten im Alter von 18 bis 25 Jahren Katastrophenhilfe
leisteten, entspricht heute der von 50- bis 60-jährigen. Sie sind um 10 bis
15 Jahre schneller gealtert. Auf psychische Effekte oder gar eine
„Strahlenphobie“ zurückführen läßt sich das nicht. Denn auch in
Tierversuchen zeigen sich nach Niedrigdosisbestrahlung wie bei Menschen für
den Alterungsprozeß charakteristische Verschiebungen biophysikalischer und
biochemischer Parameter. Das berichteten russische, weißrussische und
ukrainische Wissenschaftler am 12. November 2005 im Inselspital in Bern auf
einer Tagung der schweizerischen Sektion der Vereinigung der „Ärztinnen und
Ärzte für soziale Verantwortung / zur Verhütung des Atomkrieges“
(PSR/IPPNW). Ein Bericht von Thomas Dersee.
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Stx454-455.2005.1-4.4 (4 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Gesundheit
und Atomanlagen.
Bereits die Kernschmelze 1979 im AKW Three Mile Island bei Harrisburg / USA
hatte Folgen wie heute die von Tschernobyl. Auch das radioaktive Inventar
des Reaktorkerns war verschwunden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Inge
Schmitz-Feuerhake.
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Stx452-453.2005.2-5.4 (4 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Katastrophale Sprachregelung. Im Jahre 2003 wurde das Tschernobylforum der Vereinten
Nationen gegründet – von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Es vereint
Organisationen mit klangvollen Namen: IAEA, WHO, FAO, UNDP, UNEP, UN-OCHA,
UNSCEAR, Weltbank, die Regierungen Belorußlands, Rußlands und der Ukraine.
Am 6. und 7. September 2005 wurden nun die Arbeitsergebnisse während einer
von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien organisierten
Konferenz vorgelegt. Sinn der aufwendigen mehrjährigen Zusammenarbeit war
die Formulierung von Sprachregelungen im Hinblick auf den 20. Jahrestag der
Katastrophe im nächsten Jahr (2006), und zwar auf der höchstmöglichen
Ebene, nämlich der von UN-Organisationen und Regierungen, außerdem der
Abschluß sämtlicher Forschungsarbeiten zum Thema Tschernobyl und die
Vermittlung der These, daß das Hauptproblem der Region die Armut sei und
nicht Tschernobyl. Dr. M. Repacholi, der Manager des WHO-Strahlenprogramms
bringt es auf seine Weise auf den Punkt: "Die Hauptbotschaft des
Tschernobylforums ist: 'kein Grund zur Beunruhigung'." Ein Bericht und
Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx450-451.2005.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Strahlenschäden:
Wie verlässlich sind die Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter
Radioaktivität. Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es werden unvollständige
Annahmen über die zu erwartenden Effekte bei niedriger Strahlendosis
gemacht. Die japanischen Atombombenüberlebenden sind keine geeignete
Referenzbevölkerung zur Beurteilung der Gesundheitsschäden durch
Umweltradioaktivität. Das System zur Sicherung der Einhaltung der
Grenzwerte ist fehlerhaft. Angesichts der Fülle der zu beobachtenden
Effekte nach Tschernobyl wird klar, dass sich die Dosis mit Hilfe der
herkömmlichen und amtlich vorgeschriebenen Methodik nicht bestimmen läßt.
Außer in den direkten Anrainerländern Ukraine und Weißrussland wurde nach
dem Reaktorunfall von Tschernobyl auch aus dem Nachbarland Türkei eine
Zunahme von Fehlbildungen bei Säuglingen gemeldet. Erstaunlich sind auch
die Effekte in weit entfernten europäischen Ländern. Das erklärte Frau
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, in ihrem Beitrag auf dem 2.
Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II in Wolfenbüttel am
23. April 2005. Strahlentelex dokumentiert hier diesen Beitrag.
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Stx442-443.2005.1-6.6 (6 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Vermehrt Krebserkrankungen
in Nordschweden nach der Katastrophe von Tschernobyl. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat nach Berechnungen
von Martin Tondel von der Universität Linköping in Schweden und Kollegen,
bis 1996 zu 849 zusätzlichen Krebserkrankungen in den Falloutgebieten
Nordschwedens geführt. In der Ausgabe vom Dezember 2004 des Journal of
Epidemiology and Community Health stellen sie eine Kohortenstudie vor, die
alle bis 60 Jahre alten Bewohner Nordschwedens zum Zeitpunkt der
Reaktorkatastrophe umfaßt und die Bodenbelastungen mit Cäsium-137 ins
Verhältnis setzt zur Zahl der an Krebs Erkrankten. Demnach stiegen das
Gesamt-Krebsrisiko und das für Lungenkrebs mit der Fallout-Belastung an.
Bericht mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx430-431.2004.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Zuckerkrank
nach Tschernobyl. Seit Tschernobyl
erkranken in Weißrußland zunehmend mehr Kinder und Jugendliche an Diabetes
mellitus, der Zuckerkrankheit – und zwar besonders in den hochbelasteten
Gebieten. Das ermittelten Endokrinologen der Heinrich-Heine-Universität in
Düsseldorf und des Belorussischen endokrinologischen Beratungszentrums in
Minsk mit einer bemerkenswerten Studie. Über den langen Zeitraum von 1980
bis 2002 wurde in zwei sehr unterschiedlich belasteten Gebieten
Belorußlands die Inzidenzrate (Erkrankungshäufigkeit pro Jahr) von Diabetes
mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen verfolgt.
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Stx416-417.2004.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Fehlbildungen
in Bayern nach Tschernobyl. Eine
Neuauswertung der Daten von angeborenen Fehlbildungen bei Neugeborenen in Bayern
durch den Münchner Physiker Dr. Alfred Körblein ergibt einen deutlich
signifikanten Zusammenhang der Fehlbildungsraten vor und nach Tschernobyl
mit der Cäsiumbelastung der Landkreise. Allerdings ist dieser Zusammenhang
nicht linear. Bei niedrigen Belastungen zeigt sich ein steiler Anstieg,
gefolgt von einem Rückgang und einem erneuten Anstieg mit zunehmender
Cäsiumbelastung. Die Erhöhung der Fehlbildungsrate pro Dosiseinheit ist bei
sehr niedriger Strahlendosis circa fünfmal größer als bei hoher Dosis. Die
bayerischen Fehlbildungsdaten könnten eine Schlüsselrolle für das
Verständnis der Wirkung kleiner Strahlendosen spielen.
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Stx416-417.2004.4-6.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Die
internationale Strahlenschutzgemeinschaft hat nach Tschernobyl versagt.Als "realistischen Überblick über Probleme, die in
Zusammenhang mit Reaktorunfällen entstehen können," bezeichnet Dr.
Mikhail Malko, Physiker an der Akademie der Wissenschaften in Minsk/Belarus
(Weißrußland) den im selben Strahlentelex-Heft dokumentierten Bericht von
Lengfelder et al. und weist ergänzend auf das Versagen der internationalen
Strahlenschutzgemeinschaft hin: "Das ist eine potentielle Gefahr auch
für die Bürger der demokratischen Länder für den Fall einer Katastrophe in
einem westlichen AKW."
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Stx414-415.2004.5-7.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Gesundheitsfolgen
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Die Klärung
von Gesundheitsfolgen des Tschernobyl-Unfalls stößt auf Widerstand. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 hat
riesige Landflächen radioaktiv verseucht. Hunderttausende Menschen sind in
ihrer Gesundheit betroffen. Das Münchner Otto Hug Strahleninstitut - MHM
gehört mit seinen strahlenmedizinischen Experten zu den ersten westlichen
Organisationen, die seit 1990 medizinische Hilfsprojekte in der Region
aufgebaut und wirksame medizinische Hilfe geleistet haben. Die Tatsache,
daß die internationale Nuklearlobby medizinische Forschungsergebnisse über
die schweren kurz- und langfristigen Gesundheitsfolgen zu vertuschen sucht,
ist besonders abstoßend. Ein Bericht über den Einfluß verschiedener
Faktoren auf die Abschätzung der Gesundheitsfolgen nach Tschernobyl und den
Beitrag internationaler nicht-staatlicher Organisationen zur Forschung und
zur Behandlung von Schilddrüsenpathologien in Belarus. Von E. Lengfelder,
H. Rabes, H. Scherb, Chr. Frenzel.
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Stx414-415.2004.2-5.4 (4 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Epidemiologie:
Vermehrt akute Leukämien bei Kindern um Tschernobyl. Von dem radioaktiven Fallout des Tschernobyl-Unfalls 1986 waren
allein in der Ukraine mehr als 4 Millionen Menschen betroffen. Um die
Wirkung der Bestrahlung im Mutterleib und das Entstehen von Leukämie zu
untersuchen haben Wissenschaftler der Akademie der Wissenschaften der
Ukraine und des Roswell Park Cancer Institute in den USA das Vorkommen der
verschiedenen Leukämietypen bei Kindern untersucht, die im Jahr des
Unglücks 1986 geboren worden waren. Die Entwicklung der Kinder wurde 10
Jahre lang bis 1996 weiter verfolgt. Die Risikoraten für die akute
lymphatische Leukämie (ALL) war für Jungen dramatisch erhöht und in nicht
ganz so starker Ausprägung auch für Mädchen. Für beide Geschlechter
kombiniert war das relative Risiko für die akute lymphatische Leukämie in
belasteten Bezirken mehr als dreifach höher als in unbelasteten (RR = 3,4).
Die Ergebnisse dieser Untersuchung legen den Schluß nahe, daß das erhöhte
Risiko, an Leukämie zu erkranken, für die im Jahre 1986 geborenen und
danach weiter in radioaktiv belasteten Gebieten lebenden Kinder aus dem
Tschernobyl-Fallout folgt.
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Stx408-409.2004.2,3.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Der
Strontium-Fallout korreliert mit der frühen Säuglingssterblichkeit um Tschernobyl.
Der Strontium-Effekt überragt den Cäsium-Effekt um das Zehnfache. Die frühe Säuglingssterblichkeit (perinatale Mortalität)
in den ukrainischen und weißrussischen Gebieten um Tschernobyl nahm 1987,
dem Jahr nach dem Reaktorunglück, zu. Für das selbe
Jahr wurde auch die Zunahme der frühen Säuglingssterblichkeit in
Deutschland und Polen untersucht, wobei sich der Effekt der Cäsiumbelastung
schwangerer Frauen zuordnen ließ. Nach 1989 gab es in Weißrußland und in
der Ukraine einen zweiter unvermuteten Anstieg der
frühen Säuglingssterblichkeit. Für diesen erneuten Anstieg läßt sich eine
zufriedenstellende Beziehung zur Strontiumbelastung schwangerer Frauen
herstellen. Das zeigte Alfred Körblein vom Umweltinstitut München jetzt in
einer Untersuchung. (A. Körblein: Strontium fallout from Chernobyl
and perinatal mortality in Ukraine
and Belarus.
Radiats Biol Radioecol. 2003 Mar-Apr;43(2):197-202.)
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Stx398-399.2003.5.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Schilddrüsenkrebs:
Sorgen um Tschernobyl-Kinder als Versuchskaninchen der USA. Im Jahre 1994 wandte sich das amerikanische
Energieministerium an das Gesundheitsministerium von Weißrußland (Belarus),
um ein auf mindestens 30 Jahre geplantes gemeinsames Forschungsprojekt
durchzuführen, das BelAm-Projekt. Zweck ist die langfristige Untersuchung,
wie viele Krebsfälle und andere Pathologien der Schilddrüse in
belarussischen Bevölkerungsgruppen auftreten werden, die einer
unterschiedlich hohen Dosisbelastung durch radioaktives Jod aus Tschernobyl
ausgesetzt waren. Ausgewählt wurden etwa 13000 Personen, die über drei
Jahrzehnte regelmäßig untersucht werden sollen. Natürlich gefällt
Weißrußland eine internationale Kooperation zu den Tschernobyl-Folgen und
die Förderung der medizinischen Wissenschaft im Lande. Das
Energieministerium der USA finanziert das gemeinsame Projekt mit 10
Millionen US-Dollar.
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Stx390-391.2003.2-4.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Auch in
Deutschland und anderen Ländern Europas starben nach Tschernobyl deutlich
mehr Säuglinge, gab es mehr Fehlbildungen und Totgeburten. Die Studien von Alfred
Körblein, Hagen Scherb und Eveline Weigelt erschienen in den
Otto-Hug-Berichten der Gesellschaft für Strahlenschutz. In Vorbereitung auf den 17. Jahrestag der
Tschernobyl-Katastrophe erschien im März 2003 der Otto-Hug-Bericht Nr. 24
der Gesellschaft für Strahlenschutz mit zwei bemerkenswerten Arbeiten. Die
Autoren befassen sich seit vielen Jahren mit statistischen Untersuchungen
epidemiologischer Fragestellungen und haben viel dazu publiziert. Ihre
fachliche Kompetenz kann man vernünftigerweise nicht in Frage stellen. Nun
haben sie sich aber Themen zugewandt, von denen das Establishment der
deutschen Epidemiologen und Strahlenmediziner/-biologen/-physiker bisher
die Meinung vertreten hat, daß es nicht sinnvoll ist, diese Themen zu
bearbeiten, weil es gar nicht möglich sei, dabei etwas Vernünftiges
herauszubekommen. Es geht um die Untersuchung von Veränderungen in den
Daten der Säuglingssterblichkeit, der Totgeburten und Fehlbildungen in
Bayern, Deutschland und verschiedenen europäischen Regionen nach dem
Reaktorunfall in Tschernobyl im April 1986.
Zu Vorwort,
Abstracts, Zusammenfassung und Bestellformular
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Stx388-389.2003.6,7.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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17 Jahre
nach Tschernobyl: Gesundheitsfolgen bei Kindern in Weißrußland und der
Ukraine. In Zusammenarbeit mit der
Medizinischen Fakultät der Universität Basel veranstaltete die Schweizer
Sektion von PSR/IPPNW (Physicians for Social Responsibility/Internationale
Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) am 15. Februar 2003 ein
Fortbildungs-Symposium zum Thema "Gesundheitsfolgen von Tschernobyl
bei Kindern". Berichtet wurde im Kantonsspital Basel über die
Auswirkungen radioaktiver Strahlung bei Kindern, die in den belasteten
Gebieten von Weißrußland und der Ukraine leben. Die Professoren Andreas
Nidecker und Michel Fernex schrieben darüber in der Schweizerischen
Ärztezeitung.
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Stx388-389.2003.7,8.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Fehlbildungen
in Europa und der Türkei. Das sich
entwickelnde Lebewesen gilt in der Strahlenbiologie als empfindlichstes System.
In der Strahlenschutzgesetzgebung findet das jedoch kaum Beachtung, weil
internationale Komitees überwiegend Schwellenwerte - also unschädliche
Dosisbereiche - für strahleninduzierte teratogene Effekte annehmen. Die
deutsche Strahlenschutzkommission setzt diesen unschädlichen Bereich bei 50
Millisievert (mSv) an. Daher dürfen schwangere Frauen nach der Novellierung
der Strahlenschutzverordnung im Jahre 2001 neuerdings im Kontrollbereich
arbeiten. Nach Tschernobyl hat die Strahlenschutzkommission deshalb
behauptet, daß dadurch in Deutschland eine "Schädigung des ungeborenen
Lebens nicht zu befürchten ist". Entgegen dieser Prognose wurden
jedoch in Deutschland und anderen Ländern in der näheren und weiteren
Umgebung von Tschernobyl Anstiege strahlentypischer Fehlbildungen
beobachtet. Über diese Befunde hat der Epidemiologe und Strahlenforscher
Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für Präventionsforschung,
Sozialmedizin und Epidemiologie eine Übersichtsarbeit vorgelegt.
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Stx374-375.2002.9,10.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Verminderte
Hirnfunktionen bei Katastrophenhelfern. Zehntausende
von Menschen, die nach der Tschernobylkatastrophe vom 26. April 1986 mit Sanierungsarbeiten
an der strahlenden Atomreaktorruine beschäftigt waren, sind mittlerweile
nicht nur von Krebserkrankungen befallen. So klagen sie über vermindertes
Sprechvermögen, Depressionen, Gedächtnisstörungen und
Konzentrationsprobleme. Das berichteten jetzt russische Ärztinnen und Ärzte
auf dem 18. UICC International Cancer Congress Oslo 2002. Julia V. Malova,
Psychiaterin beim Moskauer Zentrum für Strahlenerkrankungen und dort
speziell für Tschernobyl-ArbeiterInnen zuständig, erklärte demnach: "Unsere
Theorie ist, daß auf irgendeine Weise die Blutzufuhr zum Gehirn vermindert
worden war und möglicherweise noch wird."
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Stx374-375.2002.9.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Fehlbildungen
bei Neugeborenen in Bayern. In
Gesamt-Bayern war die Fehlbildungsrate bei Neugeborenen im Jahr nach
Tschernobyl gegenüber dem Trend der Jahre 1984 bis 1991 nicht erhöht.
Allerdings ist im südlichen Teil des Freistaates, der durch den radioaktiven
Fallout stärker belastet war, die Fehlbildungsrate Ende 1987 nahezu doppelt
so hoch wie in Nordbayern. Im November und Dezember 1987 zeigt die
Fehlbildungsrate in den bayerischen Landkreisen eine hochsignifikante
Abhängigkeit von der Cäsium-Bodenkontamination. Das Verhältnis der
Fehlbildungsraten in Süd- und Nordbayern korreliert zeitlich mit der um
sieben Monate verschobenen Cäsiumbelastung der Schwangeren. Das ermittelte
der Münchner Diplom-Physiker Dr. Alfred Körblein vom Umweltinstitut München.
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Stx360-361.2002.5,6.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Hohes
Schilddrüsenkrebsrisiko für Kinder bis zu einem Alter von 10 Jahren bei
Strahlenbelastung. Kurzlebige Anteile des Tschernobyl-Fallouts als Ursache
nachgewiesen. Der Ursache für die
auffallende Zunahme der Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs bei Kindern, die
in einem Radius von 150 Kilometern um den Unglücksreaktor von Tschernobyl
leben, gingen japanische und russische Wissenschaftler von der Nagasaki
University School of Medicine, der Radiation Effects Research Foundation in
Hiro-shima und dem belorussischen Gomel Specialized Medical Dispensary
nach. Wie Yoshisada Shibata und Kollegen jetzt in der Zeitschrift The
Lancet berichten, untersuchten sie dazu 21.601 Kinder, die vor und nach dem
Reaktorunglück vom 26. April 1986 geboren worden waren und fanden dabei
insgesamt 32 Schilddrüsenkrebserkrankungen (The Lancet, Vol. 358, Dec. 8,
2001, p. 1965-1966). Allein 31 der Schilddrüsenkrebserkrankungen entfielen
dabei auf die 9.720 Kinder, die zwischen dem 1. Januar 1983 und dem 26.
April 1986 geboren worden waren. Dieses Ergebnis zeigt einen signifikanten
Effekt des kurzlebigen radioaktiven Tschernobyl-Fallouts, speziell von Jod-131
und Jod-133, erklärten Shibata und Kollegen.
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Stx360-361.2002.5.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Erbgutschäden
bei Kindern. Im Erbgut der Kinder von Katastrophenhelfern
von Tschernobyl sind ungewöhnlich viele Mutationen gefunden worden. In
Abschnitten des Genoms haben Wissenschaftler der Universität von Haifa eine
bis auf das Siebenfache erhöhte Zahl von Veränderungen festgestellt. Wie
die Forscher in den Proceedings der Royal Society of London (Bd. 268, p.
1001) berichten, gehen diese Mutationen zwar noch nicht mit schweren
Krankheiten einher, die Häufung von Erbveränderungen zeige jedoch, daß sie
an die Nachkommen weitergegeben werden.
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Stx346-347.2001.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Desinformation
über Schilddrüsenerkrankungen nach Tschernobyl. Staatliche Sponsoren wollen
"wissenschaftliche Konkurrenz und widersprüchliche Publikationen
vermeiden". Unter den Gesundheitsfolgen
der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahre 1986 steht in den
betroffenen drei GUS-Republiken die dramatische Zunahme von
Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere von Schilddrüsenkrebs an vorderster
Stelle. Darauf wies auf dem internationalen Kongress "Strahlenschutz
nach der Jahrtausendwende" der Gesellschaft für Strahlenschutz
Professor Dr.med. Dr.h.c. Edmund Lengfelder vom Institut für Strahlenbiologie
der Universität München am 10. Juni 2000 in Bremen hin. Die meisten Fälle
seien in Belarus (Weißrußland) aufgetreten. Im Verwaltungsgebiet Gomel, das
größer ist als Baden-Württemberg, sei im Beobachtungszeitraum von 13 Jahren
nach der Reaktorkatastrophe (1986-1998) in der Altersstufe von 0 bis 18
Jahren die Summe der jährlichen Neuerkrankungen an Schilddrüsenkrebs
58-fach höher als im gleichen Zeitraum vor dem Unfall. Die Realität dieser
Entwicklung stehe in krassem Widerspruch zu den jahrelangen verharmlosenden
Behauptungen von Regierungen, internationalen Organisationen (zum Beispiel
der Internationalen Atomenergieagentur IAEA in Wien) und Industriezweigen,
die an der fortgesetzten Nutzung der Atomenergie starkes Interesse haben.
Die Fakten zu Tschernobyl hätten auch gezeigt, daß die bisherigen Konzepte
des Katastrophenschutzes für die Bevölkerung im Falle eines Super-GAUs in
Deutschland bezüglich Evakuierungszonen und Schilddrüsenkrebsprophylaxe
absolut untauglich sind.
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Stx326-327.2000.6,7.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Chromosomenstudie
belegt: Belorussische Kinder sind durch die Tschernobyl-Katastrophe mit bis
zu 500 Milligray strahlenbelastet. In einer
Vielzahl von Veröffentlichungen werden Chromosomenanalysen an Personen beschrieben,
die durch den Tschernobylunfall am 26. April 1986 verstrahlt wurden. Die
Untersuchungen an Einzelpersonen oder Personengruppen aus Belorussland, der
Ukraine und Russland werden dabei nicht nur vorgenommen, um nach der
Reaktorkatastrophe eine Dosisermittlung durchzuführen, sie dienen auch
einer Risikoabschätzung der zu erwartenden strahlenbedingten Erkrankungen.
In der Ausgabe der Zeitschrift Radiation Protection Dosimetry No.2 2000,
veröffentlichte L. S. Mikhalevich von der belorussischen Akademie der
Wissenschaften in Minsk und Kollegen das Ergebnis einer
Chromosomenuntersuchung an 86 belorussischen Kindern, denen kurz nach der
Reaktorkatastrophe Blutproben entnommen worden waren. Die dabei von den
Autoren ermittelten Dosiswerte liegen um ein Vielfaches über denen, die
offiziell angegeben werden. Ähnlich hohe Dosen, ermittelt durch biologische
Dosimetrie, mit Werten von 300 bis 500 Milligray, sind nicht ungewöhnlich
für Evakuierte aus der Stadt Pripjat und benachbarten Gebieten wie Kharkov,
stellen die Autoren fest. Die Untersuchung zeige nochmals deutlich, dass
die erhaltene Dosis nicht mit den Bodenwerten der Cäsiumbelastung
korreliert werden dürfe und dass die physikalischen Dosisabschätzungen das
reale Ausmaß der Verstrahlung weit unterschätzen.
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Stx320-321.2000.5,6.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Berufskrankheit:
Kernenergieopfer gestorben. Das erste von einem deutschen Gericht
anerkannte Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist gestorben.
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Stx.302-303.1999.5,6.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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13 Jahre
nach Tschernobyl: "Weißrußland stirbt". Demographische Probleme in Belorußland. Ein Bericht von Dr.
Sebastian Pflugbeil vom Ersten Internationalen Wissenschaftlich-Praktischen
Kongreß zu Demographischen Problemen Belorußlands, der vom 17. - 20. März
1999 in Minsk stattfand.
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Stx294-295.1999.2,3.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Weißrußland:
Schon mehr als 50.000 Patienten wurden im Schilddrüsenzentrum Gomel
behandelt. Bericht des Otto Hug Strahleninstituts München.
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Stx286-287.1998.12.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Berufskrankheit:
Speditionsarbeiter in Thüringen als Tschernobyl-Opfer anerkannt.
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Stx276-277.1998.121 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Down-Syndrom
nach Tschernobyl: Die Trisomie-21-Studie des Berliner Humangenetikers
Sperling wurde in einer Re-Analyse bestätigt. Exakt 9 Monate nach der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden in Berlin überdurchschnittlich
viele Kinder mit der chromosomalen Veränderung Trisomie 21, auch
Down-Syndrom genannt, geboren. Eine von Professor Karl Sperling vom
Institut für Humangenetik der Humboldt Universität Berlin veröffentlichte
Studie über die unerwartet hohe Anzahl mit Down-Syndrom geborener Kinder
erregte international großes Aufsehen. Pierre Verger vom Institut für
nukleare Sicherheit und Strahlenschutz in Fontenay-aux Roses Cedex
(Frankreich) sichtete die vorhandenen Arbeiten über einen möglichen
Zusammenhang von ionisierender Strahlung und dem Entstehen der
Chromosomenanomalie Down-Syndrom. Ein Bericht von Bettina Dannheim.
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Stx268-269.1998.1-4.4 (4 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Im Gebiet
Rovno in der Ukraine nahm die Zahl der Blutkrebserkrankungen in den letzten
Jahren drastisch zu. Bereits 1994
berichteten Ja. I. Vygovskaja und Kollegen in der russisch-sprachigen
Fachzeitschrift "Hämatologie und Transfusiologie", daß die Zahl
der bösartigen Blutkrankheiten in der kindlichen und der erwachsenen
Bevölkerung im Gebiet Rovno (Ukraine) in den Jahren nach der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl deutlich angestiegen sei. Die Bedeutung
dieser Studie fand bisher kaum Eingang in die westliche Debatte über
mögliche gesundheitliche Folgen der Reaktorkatastrophe. Das Strahlentelex
veröffentlicht einige der Ergebnisse dieser genannten Studie.
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Stx266-267.1998.1,2.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Kinderleukämien:
Nach dem Tschernobyl-Unfall erkrankten mehr Säuglinge in Deutschland an
Blutkrebs. Nach der Katastrophe 1986 in dem ukrainischen Atomkraftwerk
Tschernobyl sind in Westdeutschland anderthalb mal
soviele Kinder im ersten Lebensjahr an Leukämie erkrankt wie im
Durchschnitt der 80er Jahre. Das berichteten Jörg Michaelis und Uwe
Kaletsch vom Deutschen Kinderkrebsregister am Institut für Medizinische
Statistik und Dokumentation der Universität Mainz gemeinsam mit W. Burkart
und B. Grosche vom Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für
Strahlenschutz im Mai 1997.
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Stx252-253.1997.1,2.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Leukämie
in Griechenland. In Griechenland erkranken
Jinder, die zum Zeitpunkt der Reaktorkatstrophe von Tschernobyl im Leib
ihrer Mutter heranwuchsen, doppelt so häufig an Leukämie wie andere Kinder.
Das ist das Ergebnis einer im Juli 1996 veröffentlichten Studie des
Harvard-Zentrums für Krebsprävention.
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Stx230-231.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Ukraine,
Weißrußland: Erbgutveränderungen bei Kindern verdoppelt. Erbgut-Mutationen
haben sich bei Kindern, die in der Umgebung von Tschernobyl leben,
verdoppelt. Weil Kinder untersucht wurden, die 1996 zwei Jahre alt waren,
schließen Genetiker aus Moskau und Leicester auf genetische Veränderungen
der elterlichen Keimzellen.
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Stx228-229.1996.9.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Schilddrüsenkrebs
nimmt schneller zu als erwartet. Wissenschaft sieht sich vor ein
"unlösbares Rätsel" gestellt.
Vom 20. bis 23. November 1995 fand in Genf in der Schweiz eine von der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) organisierte internationale Konferenz zu den Gesundheitsfolgen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und anderer nuklearer Unfälle statt.
Ziel der Konferenz war die Präsentation der Ergebnisse der ersten Phase des
"International Programme on the Health Effects of the Chernobyl
Accident", welches im Jahr 1991 begonnen wurde. Die Konferenz sollte
außerdem ein Forum für die Diskussion und den Vergleich wissenschaftlicher
Untersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen der Belastung durch
ionisierende Strahlung bilden. Heiko Ziggel, Physiker an der Universität
Portsmouth, England, berichtet über die auf der Konferenz vorgetragenen
Arbeiten zu Schilddrüsenkrebserkrankungen bei Kindern.
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Stx214-215.1995.1-4,9.5 (5 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Ukraine:
Beleg für Krebs durch Tschernobyl. Der Super-GAU von Tschernobyl ist
für die Zunahme von Schilddrüsenkrebs in der Ukraine verantwortlich. Das
ergibt eine 1995 veröffentlichte Studie britischer und ukrainischer
Forscher.
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Stx206-207.1995.11.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Die
Strahlenbelastung der Tschernobyl-Liquidatoren ist auch heute noch meßbar. Nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl waren mehr als
600.000 Liquidatoren an der Dekontamination der verstrahlten Gebiete
beteiligt. Das Institut für Strahlenbiologie im Forschungszentrum für
Umwelt und Gesundheit (GSF) in Neuherberg ermittelte retrospektiv die
Strahlenbelastung von 15 Personen, die zu der am höchsten belasteten Gruppe
der Strahlenopfer gehören die Studie wurde im Frühjahr 1994 veröffentlicht.
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Stx198-199.1995.9.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Wissenschaftliche
Nachlese: Behinderte Kinder in Berlin durch Tschernobyl. Professor Dr.
Karl Sperling bleibt dabei: Überzufällig viele Kinder mit Down-Syndrom
(Trisomie 21, "Mongolismus") sind neun Monate nach Tschernobyl in
Berlin zur Welt gekommen, für die als Ursache nur der Unfall von
Tschernobyl angegeben werden kann. Das ist das Ergebnis einer ausführlichen
Datenanalyse, die der Leiter des Instituts für Humangenetik an der Freien
Universität Berlin im British Medical Journal vom 16. Juli 1994
veröffentlicht hat. Sperling findet seine Vermutungen von 1987 bestätigt,
die damals noch von der Strahlenschutzkommission und von Politikern
angegriffen worden waren.
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Stx184-185.1994.1,2.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Kind und
Umwelt: Neugeborenensterblichkeit nach Tschernobyl. 10 Studien im
Überblick: Deutschland, Griechenland, Schweden, Ungarn, Finnland, Norwegen.
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Stx178-179.1994.7.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Niedrigdosisstrahlung:
Tschernobylfolgen auch in Deutschland meßbar. Entgegen den
Beteuerungen von Strahlenschutzkommission und Bundesregierung sind mit hoher
Wahrscheinlichkeit schwerwiegende gesundheitliche Folgen aus der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in höher belasteten Regionen
Deutschlands statistisch erfaßbar. Darauf machte der Lüneburger Arzt für
öffentliches Gesundheitswesen Dr. Hayo Dieckmann 1993 aufmerksam. Er stützt
sich dabei auf das Neuroblastomrisiko für den Geburtsjahrgang 1988 nach
Zahlen des Kinderkrebsregisters Mainz von 1992.
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Stx166-167.1993.4.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Moskau: Nervenkrank
durch Tschernobyl. Die bei den Aufräumarbeiten nach der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl eingesetzten Katastrophenhelfer
(Liquidatoren) - mehr als 600.000 Arbeiter, Soldaten und Ingenieure -
leiden nach Angaben russischer Ärzte überdurchschnittlich häufig an
Nervenkrankheiten und Schädigungen des Immunsystems. Die Moskauer Zeitung
Moscow Times zitierte in ihrer Ausgabe vom 13. Januar 1993 eine Studie,
nach der 80 Prozent von 1600 in einer Klinik in St. Petersburg untersuchten
Katastrophenhelfern unter ernsten psychischen Problemen leiden.
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Stx146-147.1993.4,5.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Weißrußland:
Die Kinder erkranken jetzt öfter an Krebs. Schilddrüsenkrebs bei
Kindern tritt 1992 in Weißrußland bis zu 80mal so häufig auf wie im weltweiten
Durchschnitt. Das berichtet Vassili Kazakov vom Gesundheitsministerium in
Minsk in dem englischen Wissenschaftsmagazin Nature vom 3. September 1992.
Der Bericht steht im Widerspruch zu den früheren Aussagen der sowjetischen
Zentralregierung in Moskau und korrigiert die Aussagen des
Tschernobyl-Projektes der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) vom Mai
1991. Die ehemalige sowjetische Regierung hatte verboten, Verbindungen
zwischen Strahlenbelastungen und Erkrankungen herzustellen.
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Stx138-139.1992.1-3.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Im Test: Unzuverlässige
Ganzkörpermessungen. Ganzkörpermessungen in Rußland und Deutschland
sind in hohem Maße unzuverlässig und ungenau. Das ist Ergebnis eines vergleichenden
Tests, den Prof. Dr. Edmund Lengfelder vom Strahlenbiologischen Institut
der Universität München und Mitarbeiter durchführten. Der 1991
durchgeführte Test von Ganzkörpermeßstellen in Rußland sowie in Berlin und
München ist im Bericht Nr. 5 des Otto Hug Strahleninstituts dokumentiert.
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Stx138-139.1992.3,4.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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GUS: Bereits
13.000 tote Liquidatoren. 70.000 der Katastrophenhelfer (Liquidatoren) von
Tschernobyl sind bereits Invaliden, 13.000 sind gestorben. Dabei beträgt
das Durchschnittsalter der Männer 35 Jahre. Das erklärte Dr. Georgiy F.
Lepin aus Kiew (Ukraine), Vizepräsident der Vereinigung der Liquidatoren
von Tschernobyl, im September 1992 in Berlin.
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Stx138-139.1992.8.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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"Aktion
Sammelt Zähne" angelaufen. Zum
Zwecke des Strontium-Nachweises nach dem Vorbild vor 30 Jahren in den USA
riefen 1992 die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges
(IPPNW) zum Sammeln von ausgefallenen Zähnen von Kindern und Erwachsenen
auf. Die hier ermittelten radioaktiven Belastungen sollen denen der
Tschernobyl-Region gegenübergestellt werden.
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Stx136-137.1992.8.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Nervenschäden
nach radioaktiver Strahlung. Die
psychischen Störungen, unter denen viele ehemalige Bewohner des Gebietes um
Tschernobyl leiden, könnten auf Schädigungen von Nervenzellen durch
radioaktive Strahlung zurückzuführen sein. Diese Ansicht vertrat 1992
Nadejda Gulaya vom Pallaguin Institut für Biochemie in Kiew.
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Stx136-137.1992.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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GUS-Staaten:
Bisher 6000 bis 8000 Tote durch Tschernobyl. In der Ukraine sind 6000 bis 8000
Menschen an den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April
1986 gestorben. Rund 15.000 Menschen leiden an strahlenbedingten
Krankheiten. Dies geht aus Statistiken hervor, die ukrainische
Regierungsvertreter auf einer Pressekonferenz zum Thema "Sechs Jahre
nach Tschernobyl" vorlegten. Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass
berichtete, ist die Sterblichkeit unter den Mitgliedern der
Rettungsmannschaften, die an den Dekontaminierungsarbeiten teilgenommen
hatten, drei- bis fünfmal so hoch wie bei anderen Menschen gleichen Alters.
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Stx128-129.1992.1.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Krebsfälle
nehmen um Tschernobyl deutlich zu. Sechs
Jahre nach dem Reaktorunfall im ukrainischen Tschernobyl nimmt die Zahl der
Krebserkrankungen in den radioaktiv verseuchten Gebieten offenbar deutlich
zu. Vor allem die Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern seien drastisch
gestiegen, erklärte der weißrussische Gesundheitsminister Wasili Kasakow im
März 1992 in Gomel.
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Stx124-125.1992.1.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Vermehrt
Neuroblastome bei Säuglingen in Süddeutschland. Für Deutschland zeige sich in der Krebsstatistik im Jahre
1988 ein gehäuftes Auftreten von Neuroblastomen, einer bösartigen
Erkrankung des Nervensystems, überwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern.
Darauf wies Prof. Dr. Günter Henze von der Kinderklinik der Freien
Universität Berlin 1991 hin.
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Stx122-123.1992.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Internationale
Atomenergieagentur (IAEA). Die Diskussion der internationalen
Tschernobyl-Studie läuft verkürzt. Auf Wunsch der Sowjetischen
Regierung ist in der zweiten Hälfte des Jahres 1990 ein Projekt zur
Erfassung der gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen des
Reaktorunfalls von Tschernobyl (International Chernobyl Project)
durchgeführt worden. 200 Experten aus 25 Ländern und sieben internationalen
Organisationen waren unter der Schirmherrschaft der Internationalen
Atomenergie-Organisation (IAEO) daran beteiligt, darunter die Weltgesundheitsorganisation,
das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkung von
Atomstrahlung (UNSCEAR) und die EG-Kommission. Dr. I. Shigematsu, Chairman
der Radiation Effects Research Foundation in Hiroshima/Japan, stand der die
Studie durchführenden "beratenden Kommission", dem International
Advisory Committee, vor. Bei einem Treffen der Internationalen
Atomenergieagentur (IAEA) in Wien vom 18. bis 22. Mai 1991, wurden die
Ergebnisse der Studie vorgelegt. Die öffentliche Darstellung und Diskussion
erfolgten ausgesprochen kontrovers. Der Grund liegt im krassen Gegensatz
zwischen dem hohen Grad der Unzulänglichkeit der vorgelegten Studie und der
Höhe der in sie gesetzten Erwartungen.
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Stx110-111.1991.1,2.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Die
Säuglingssterblichkeit war in Süddeutschland erhöht. Nach dem Vorbild der Bremer Wissenschaftler Lüning,
Schmidt, Scheer und Ziggel veröffentlichte das Umweltinstitut München 1991
eine Untersuchung über die Auswirkungen des Reaktorunfalls von Tschernobyl
im April 1986 auf die Säuglingssterblichkeit in schwach und hoch radioaktiv
belasteten Gebieten der Bundesrepublik Deutschland. Danach zeigt der
Verlauf der Säuglingssterblichkeit bis eine Woche nach der Geburt im höher
belasteten Süddeutschland zwei deutliche Anstiege im Frühsommer 1986 und
Winter 1986/87.
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Stx108-109.1991.4.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Tschernobyl-AIDS:
In Milchzähnen nach Strontium suchen! Die ausfallenden Milchzähne
der Kinder in den durch den Tschernobyl-Unfall radioaktiv verseuchten
Gebieten der Sowjetunion sind zu sammeln und die Aktivität des in ihnen
eingebauten Knochensuchers Strontium ist zu bestimmen. Das empfahl der Arzt
und Biochemiker Dr. Roland Scholz, Professor am Institut für Physiologische
Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie der Universität München im
Jahre 1991. Denn: Vom Strontium gibt es keine flächendeckende Kartierung
der Verseuchung, im Gegensatz zum Cäsium, weder in Westeuropa noch in der
Sowjetunion. Strontium kann nicht durch Ganzkörpermessungen erfaßt werden;
denn als Beta-Strahler hat es nur eine kurze Reichweite. Strontium ist die
große Unbekannte. Am Strontium aber könnte es liegen, wenn wir in
Westeuropa noch einmal glimpflich davongekommen sind, während es die
Menschen in der Sowjetunion besonders hart trifft.
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Stx106-107.1991.1,2,3.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Chromosomenschäden
in Salzburg. Unter der Federführung
von Dr. J. Pohl-Rüling von der Abteilung für Biophysik der Universität Salzburg
(Österreich), veröffentlichte 1991 eine international zusammengesetzte
Wissenschaftlergruppe die Ergebnisse ihrer Untersuchungen über
Chromosomenschäden in Lymphozyten von in Salzburg lebenden Menschen in der
Folge des Reaktorunglücks in Tschernobyl. Die aufgenommenen Strahlendosen
waren infolge des Tschernobyl-Fallouts bei den getesteten Personen im Jahre
1987 zwischen 15 und 68 Prozent gegenüber der vorherigen Strahlenbelastung
erhöht. Vor Tschernobyl lag die Strahlenbelastung in Salzburg im Mittel bei
0,9 Milligray oder 90 Millirad pro Jahr, nach Tschernobyl bei 2 Milligray
oder 200 Millirad pro Jahr. Dabei erhöhte sich die Zahl der
Chromosomenschäden in den Lymphozyten des peripheren Blutes der
Testpersonen im Vergleich zu vor Tschernobyl zunächst auf etwa das
Sechsfache. Mit höheren zusätzlichen Dosen verringerte sich die Zahl der
Chromosomenschäden wieder. Bei zwei Personen, die auch vorher und bis zu 4
Jahre nach dem Unfall von Tschernobyl untersucht wurden, nahmen die
Chromosomenschäden von 1984/85 bis 1987 zunächst deutlich zu und dann in
1988 und weiter in 1990 wieder ab. Die gefundenen Dosis/Wirkungs-Kurven, so
Pohl-Rüling et al., zeigten dieselbe Tendenz wie die Ergebnisse früherer
Untersuchungen und stützten die Annahme, daß Reparaturenzyme durch ein
gewisses Ausmaß an DNA-Schäden stimuliert würden.
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Stx106-107.1991.1,3,4.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Bonn: Die
Bundesregierung steckt den Kopf in den Sand. Die Bundesregierung will gesundheitliche
Strahlenfolgen des Unfalls von Tschernobyl in den betroffenen Gebieten der
Sowjetunion nicht anerkennen. Das ergibt sich aus der Antwort der
Bundesregierung vom 5. November 1990 auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im
Bundestag (Bundestags-Drucksache 11/8421).
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Stx96-97.1991.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Bonn: Sowjetbürger
als Studienobjekte deutscher Strahlenforscher. 1990 hat die
bundesdeutsche Strahlenschutzkommission der Bundesregierung empfohlen,
Wissenschaftler aus der Bundesrepublik und der DDR sowie ein halbes Dutzend
Spezialbusse mit Meßgeräten in die Sowjetunion zu senden. In den Bussen
sollen sogenannte Ganzkörpermessungen durchgeführt werden.
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Stx86-87.1990.4.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Säuglingssterblichkeit
nach Tschernobyl: "Die Wahrheit siegt nicht - ihre Gegner sterben
aus" (Planck). Für die Jahre von 1975 bis 1987 hatten die
Wissenschaftler M. Schmidt, H. Ziggel und G. Lüning um den Bremer Physiker
Prof. Dr. Jens Scheer die Todesfälle bei Säuglingen in den ersten sieben
Tagen nach der Geburt untersucht. Während bis zum Frühjahr 1986 die frühe
Säuglingssterblichkeit im gesamten Bundesgebiet abnahm, begann sich das in
den folgenden Monaten nach Tschernobyl zu ändern: Im Süden der Bundesrepublik,
vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, wo die höchsten
Strahlenbelastungen nach Tschernobyl festgestellt worden waren, wurden
deutlich mehr Todesfälle bei Neugeborenen registriert als in (nördlichen)
Gebieten, in denen der radioaktive Niederschlag geringer war. Nach der
Veröffentlichung der Untersuchung 1989/1990 geriet die wissenschaftliche
und nichtwissenschaftliche Öffentlichkeit in große Aufregung, war doch von
Seiten offizieller Strahlenschützer bisher jegliche Schadensmöglichkeit
hierzulande durch den Unfall von Tschernobyl strikt ausgeschlossen worden.
Professor Scheer meldete sich im Mai 1990 erneut zu Wort.
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Stx78-79.1990.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Weißrußland:
"Die Kinder von Tschernobyl". Nach Angaben von Jelena Pankratowa
und Wladimir Skworzow, Sprecher der 1989 gegründeten Minsker
Bürgerinitiative "Die Kinder von Tschernobyl" und Redakteure des
deutschsprachigen Programms von Radio Minsk, beträgt die
Ganzkörperbelastung eines Drittels der Menschen dort um 74.000 Becquerel
Cäsium. Das berichteten sie im Dezember 1989 in Berlin.
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Stx72-73.199012.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Knochenmarks-Transplantationen
waren vergebens. Nur zwei von 13 Strahlenopfern
des Reaktorunglücks von Tschernobyl haben nach
Knochenmarks-Transplantationen durch ein sowjetisch/US-amerikanisches
Medizinerteam bis 1989 überlebt.
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Stx62-63.1989.10.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Vermehrt
Frühgeburten behinderter Kinder in Finnland. Keine deutlichen Unterschiede in der Häufigkeit von
Mißbildungen und Totgeburten, jedoch eine signifikante Zunahme von
Frühgeburten bei Kindern, deren Mütter während der ersten drei Monate ihrer
Schwangerschaft in den durch den Tschernobyl-Fallout höher belasteten
Gebieten Finnlands lebten, sind für den Geburtszeitraum von August bis
Dezember 1986 festgestellt worden. Dies ist das Ergebnis einer 1989 im
British Medical Journal (1989; 298: 995-7) veröffentlichten Studie der
Professoren L. Saxén und T. Rytömaa und Mitarbeiter von der Abteilung für
Pathologie der Universität Helsinki und dem dortigen Finnischen Zentrum für
Strahlenschutz und nukleare Sicherheit. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung
zeigen, so die Wissenschaftler, daß die Höhe des radioaktiven Fallouts, dem
die finnische Bevölkerung ausgesetzt war, nicht ausreichte, um fetale
Schäden bei den zum regulären Zeitpunkt geborenen Kindern hervorzurufen.
Mit dieser Studie sei jedoch nicht die Möglichkeit von Erbschäden bei
Kindern mit radioaktiver Belastung während ihrer fetalen Entwicklung
ausgeschlossen, wird betont. Die größere Häufigkeit von Frühgeburten
behinderter Kinder in den höher belasteten Gebieten Finnlands sei ihnen
überdies unerklärlich.
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Stx60-61.1989.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Mehr
Chromosomenschäden bei Reisenden aus der Sowjetunion. Etwa eine Woche nach der Reaktorkatastrophe von
Tschernobyl kehrte eine Reihe deutscher Staatsangehöriger von ihren unterschiedlichen
Aufenthaltsorten in der Ukrainischen Sowjetrepublik zurück in die
Bundesrepublik Deutschland. Chromosomenanalysen dieser Personen ergaben
eine überraschend deutliche Vermehrung von Chromosomenschäden: Azentrische
Chromosomenanomalien waren etwa doppelt so häufig wie dizentrische.
Zentrische Chromosomenringe wurden ebenfalls gefunden, während die Zahlen
der Chromatidbrüche sich bei den Reisenden aus der Ukraine nicht
signifikant von denen der Kontrollgruppe unterschieden. Dieses Ergebnis ihrer
Untersuchungen veröffentlichten G. Stephan und U. Oestreicher vom Institut
für Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes in Neuherberg im Mai 1989.
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Stx58-59.1989.2.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Strahlenbelastungen:
"Selbstversorger" können stärker gefährdet sein. Der
Tschernobyl-Unfall habe die radioaktiven Belastungen für die Einwohner
Europas im Jahr danach im Mittel um etwa 30 Prozent der natürlichen
Strahlenbelastung erhöht. Das erklärte das Wissenschaftliche Komitee der
Vereinten Nationen für die Wirkung der Atomstrahlen, UNSCEAR, 1988 in einem
Bericht an die Vereinten Nationen (UN). Abhängig vom Wohnort und von den
Ernährungsgewohnheiten sind dagegen deutlich höhere Belastungen möglich.
Für landwirtschaftliche Arbeiter in Südostbayern errechnete das Institut
für Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes in einer Ende 1988
veröffentlichten Studie eine effektive Äquivalentdosis von mehr als 200
Millirem (2 Millisievert) pro Jahr.
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Stx47.1988.1,2.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Hamburg: Im
Tschernobyl-Jahr 1986 vermehrt untergewichtige
Säuglinge geboren. Im Jahr 1986 gab es in Hamburg den seit 30 Jahren
zweithöchsten Anstieg in der Zahl der mangel- und frühgeborenen Säuglinge
unter 2.500 Gramm Geburtsgewicht. Das erklärte der Senat der Hansestadt im
Oktober 1988.
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Stx47.1988.6.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Strahlenbelastungen:
Die statistische Erfassung von Umweltschäden ist in der Bundesrepublik
unterentwickelt. Durch die freigesetzte radioaktive Strahlung beim
Reaktorunfall in Tschernobyl sei es in der Bundesrepublik Deutschland nicht
zu Fehlbildungen bei Neugeborenen gekommen. Das erklärte Prof. Albrecht
Keller, Direktor des Instituts für Strahlenheilkunde der Universität
Würzburg, 1988 in München auf einer Tagung "Medizinische Genetik und
Kinderheilkunde". Genauer: Etwaige Schäden für die betroffenen
Menschen in der Bundesrepublik werden sich seinen Angaben zufolge mit
statistischen Mitteln nicht nachweisen lassen. Mit 4 Karten des
Bundesgesundheitsamtes zu Schilddrüsendosen und effektiven Äquivalentdosen
für Kinder und Erwachsene im ersten Jahr nach Tschernobyl in europäischen
Ländern.
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Stx45.1988.5,6.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Großbritannien:
Mehr Leukämien in Schottland. Ein starker Anstieg von
Leukämie-Erkrankungen bei Kleinkindern in Schottland läßt Ärzte rätseln. Da
die Zunahme um 37 Prozent im Jahr 1987 nur Kinder unter vier Jahren
betrifft, werden Auswirkungen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im
Frühjahr 1986 nicht ausgeschlossen.
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Stx42.1988.6.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Ganzkörperbelastung:
Personen in Südostbayern zwei- bis dreifach höher belastet als die
Münchner Bevölkerung. Das ergibt sich aus den Angaben des Instituts für
Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes im Bericht zur
Strahlenexposition im April 1988.
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Stx34.1988.5.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Vermehrt
Zwitter, Totgeburten und Mißbildungen in süddeutschen Ziegenherden. Einen überdurchschnittlichen Anstieg von Zwittern,
Totgeburten und Mißbildungen stellt eine Betriebserhebung des Instituts für
Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Gießen unter der Leitung von
Prof. Dr. J. Steinbach für 1987 bei den Ziegenbeständen der südlichen
Bundesländer fest. Die Ziege ist das strahlenempfindlichste Nutztier.
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Stx31.1988.5.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Schweiz:
Bewohner des Tessins mit fünfmal mehr Cäsium belastet. Fünfmal mehr Cäsium-137
als ein deutschschweizer Landwirt nimmt ein Tessiner Bauer nach Tschernobyl
auf. Das wurde Anfang 1988 bekannt. Ein Bericht von Urs Jaeggi.
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Stx29.1988.4.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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USA: Anstieg
der Todesrate in 1986. Vom 10. Mai bis Anfang Juni 1986 war an der
Ostküste der USA radioaktives Jod-131 in der Milch gefunden worden, das
vermutlich aus dem Reaktor in Tschernobyl stammte. Höchstwerte von 1,5
Becquerel pro Liter waren zwischen dem 10. und 20. Mai gemessen worden und
nach dem 28. Mai 1986 weniger als 0,5 Becquerel pro Liter. In der
Bundesrepublik war radioaktives Jod bis zum Tausendfachen dieser Menge
vorhanden. In einem Vortrag am 18. November 1987 in Hamburg stellte der mit
dem US-amerikanischen Forscher Professor Sternglass zusammenarbeitende
Statistiker Dr. Jay M. Gould die Hypothese auf, dieses Jod sei Ursache für
eine erhöhte Sterberate in den USA in den Monaten Mai bis August 1986. Dies
bezweifelt der Kieler Physiker Dr. Henning Wendhausen und gibt eine andere
Deutung.
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Stx27.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Ganzkörpermessungen:
In Südost-Bayern achtmal höhere Ganzkörperbelastungen als in Berlin.
Die monatliche radioaktive Belastung durch aufgenommenes Cäsium-134 und
Cäsium-137 war 1986 und 1987 für Einwohner von München etwa doppelt so
hoch, im Voralpengebiet etwa dreimal so hoch und in Südost-Bayern, dem
Gebiet mit der höchsten niedergeschlagenen Radioaktivität in Deutschland,
im Mittel etwa achtmal so hoch wie in Homburg/Saar, Frankfurt am Main, Karlsruhe
und Berlin. Dies ist ein Ergebnis der Auswertung von Ganzkörpermessungen in
den genannten Städten und Gebieten durch das Institut für Strahlenhygiene
des Bundesgesundheitsamtes. Die Inkorporations-Meßstelle Berlin am Klinikum
Steglitz der Freien Universität Berlin hatte unter der Leitung von
Professor Dr.-Ing. P. Koeppe seit dem Unglück von Tschernobyl bis Ende
Oktober 1987 mehr als 1.200 Ganzkörpermessungen durchgeführt. Davon sind
1.063 Messungen von Berliner Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern. Ein
erster Bericht mit Dokumentation von Thomas Dersee.
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Stx21.1987.2,5.2 + Stx23.1987.2.1 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Hessen: Nach
Tschernobyl vermehrt Kinder mit Schilddrüsenunterfunktion geboren. Auch
in Hessen wurde 1986 nach Tschernobyl bei Neugeborenen vermehrt eine
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) im Rahmen der üblichen
Früherkennungsuntersuchungen festgestellte. Das teilte das Staatliche
Medizinal-, Lebensmittel- und Veterinäruntersuchungsamt Mittelhessen in
Dillenburg mit.
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Stx20.1987.6.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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"Strahlenbelastung
durch Jodmangel verstärkt". F.
Kollmann von der Universitätskinderklinik in Frankfurt am Main berichtete
1987 beim 6. Wiesbadener Schilddrüsengespräch, daß es nach dem
Reaktorunglück in Tschernobyl zu einer erstaunlich schnellen Aufnahme von
radioaktivem Jod-131 zunächst durch die Atemluft und später über die
Nahrung bei 52 zufällig ausgewählten Kindern im Alter von 9 Monaten bis 16
Jahren im Rhein-Main-Gebiet gekommen ist. Die höchsten Radioaktivitätswerte
in der Schilddrüse betrugen seinen Angaben zufolge bis zu 300 Becquerel.
Die Gesamt-Strahlenbelastung habe zwischen 100 und 200 Millirem mit
Spitzenwerten von über 300 Millirem gelegen.
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Stx17.1987.6.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Berlin: Vermehrt
Schilddrüsenerkrankungen bei Neugeborenen. Vierzehn Kinder wurden 1986
in Berlin mit einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) geboren. In
den Jahren davor waren es im Mittel nur jeweils drei bis vier, maximal
sieben. Das wurde dem Strahlentelex Ende Juni 1987 aus der Kinderklinik der
Freien Universität Berlin im Kaiserin-Auguste-Viktoria-Haus (KAVH)
bestätigt.
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Stx12.1987.2.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Wiesbaden:
Höheres Strahlenrisiko für Türken. In der Bundesrepublik Deutschland
lebende Türken, die sich vorwiegend mit Nahrungsmittelprodukten aus ihrer
Heimat ernähren, sind möglicherweise vielfach stärker radioaktiv belastet,
als ihre deutschen Mitbürger. Bei der Vorstellung des hessischen
Strahlenmeßberichtes vom 25. Juni 1987 teilte Landessozialminister Karl
Heinz Trageser (CDU) mit, daß an der Universität Gießen bei zwei Türken
durchgeführte Ganzkörpermessungen eine zehnmal höhere radioaktive Belastung
ergeben hätten, als bei nicht-türkischen Vergleichspersonen.
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Stx12.1987.6.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Die Ziege
als Strahlenindikator. Züchter beklagen Verluste an Ziegenlämmern. Mißbildungen bei Tieren gab es schon immer. Das
veterinärgenetische Institut der Universität Gießen besitzt allein 8.000
Präparate. Ein Jahr nach Tschernobyl aber kommt es anscheinend zu einem nie
dagewesenen Anstieg: Fehl- und Frühgeburten bei Kühen in Bayern und auf
Korsika, Ferkel ohne Augen, Küken mit drei Beinen, Kaninchen ohne Beine,
Schafe ohne Fell oder mit nur einem Auge, Fohlen mit fehlenden Hautpartien,
Ziegenlämmer mit Korkenzieherbeinen oder offenem Bauch. Einige Züchter
melden bis zu 40 Prozent Verluste an Jungtieren. Ein Bericht von Irene Noll.
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Stx9.1987.1,2.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Berlin: Ungewöhnlicher
Anstieg der Säuglingssterblichkeit in 1986. Im Vergleich zu 1985 hat
1986 die Säuglingssterblichkeit in Berlin von 10,6 auf 12,5 im ersten
Lebensjahr gestorbene Säuglinge pro 1.000 lebend geborene zugenommen. Die
Sterblichkeit der nicht-deutschen Säuglinge stieg dabei überproportional
von 9,6 auf 14,3 pro Tausend. Die Sterblichkeit nach der ersten Lebenswoche
bis zum Abschluß des ersten Lebensjahres hat sogar um 26 Prozent
zugenommen. Zuvor war die Säuglingssterblichkeit zurückgegangen.
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Stx7.1987.2.1 + Stx8.1987.3.1 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Trisomie
21: "Wirklich mehr Mißbildungen?" Verdienstvollerweise hat
der Berliner Humangenetiker Professor Dr. Karl Sperling im März 1987 eine
Rundfrage bei allen cytogenetischen Labors in der Bundesrepublik
durchgeführt. Überraschenderweise konnte die Auswertung von insgesamt
28.737 Chromosomenproben den Verdacht, der zuerst anhand einer kleinen
Fallzahl geäußert wurde, nicht entkräften. Eine Bewertung von Priv.-Doz.
Dr.med. Horst Spielmann.
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Stx8.1987.8.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Studien
und Umfragen: Tschernobylfolgen bei Neugeborenen. In einer ersten, im
April 1987 veröffentlichten Fassung seiner Studie, vertritt der Berliner
Humangenetiker Professor Dr. Karl Sperling die Ansicht, ein Zusammenhang
zwischen niedrigen Strahlendosen und dem gehäuften Auftreten der
Chromosomenanomalie Trisomie 21 (Down-Syndrom) sei nicht auszuschließen.
Die bundesdeutsche Strahlenschutzkommission bestellte Sperling daraufhin
nach Bonn ein, wobei offenkundig geworden sei, so Sperling anschließend,
"daß die Strahlenschutzkommission alles sehr viel niedriger wertet als
ich". Entsprechend schwächte Sperling einen Tag später vor einer
erneut einberufenen Pressekonferenz bei unverändertem Datenmaterial in
einer neu gefaßten Erklärung ab, daß sich "kein Beweis" für einen
Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe habe finden lassen. Trotz offenbar
massiver politischer Beeinflussungsversuche will Sperling die Fragestellung
der Tschernobyl-Folgen nicht einfach auf sich beruhen lassen, beteuerte er
vor der Presse.
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Stx7.1987.1,6.2 (2 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Hamburg: Krebserkrankungen
durch Tschernobyl. Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat im April 1987
eine Abschätzung der gesundheitlichen Risiken des Reaktorunfalls in
Tschernobyl für die Menschen in Hamburg vorgelegt, nach der in den nächsten
50 Jahren die Strahlenbelastung allein in den ersten sechs Monaten nach der
Reaktorkatastrophe zu einer Zunahme der Krebserkrankungen in Hamburg führen
wird.
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Stx7.1987.2.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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Hessisches
Sozialministerium: Strahlenbelastung durch Nahrung seit Tschernobyl 100
mal höher. "Die durch Nahrung aufgenommene strahlenbiologische
Belastung im vierten Quartal 1986 war bei Cäsium rund 100 mal höher als im
Vergleichszeitraum 1983", erklärte der Hessische Sozialminister Armin
Clauss (SPD) am 19. März 1987 gegenüber der Presse.
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Stx6.1987.6.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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"Mongolismus"
9 Monate nach Tschernobyl. Zehn
Fälle von Trisomie 21, einer auch unter den Bezeichnungen Down-Syndrom und
"Mongolismus" bekannten angeborenen Mißbildung, sind im Institut
für Humangenetik der Freien Universität (FU) Berlin unter der Leitung von
Professor Dr. Karl Sperling bei im Januar 1987 in der Stadt geborenen
Kindern festgestellt worden. Diese Zahl wird als "statistisch hoch
signifikant" bezeichnet, und damit eine zufällige Schwankung
ausgeschlossen. Normalerweise treten in Berlin im Mittel zwei Fälle pro
Monat auf. Bericht von Thomas Dersee und Kommentar von Jannes Emmert:
Probleme für die Wissenschaft.
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Stx5.1987.1-3.3 (3 Seiten)
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Gesundheitsfolgen
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Akutfolgen
nach Tschernobyl. Einen Anhaltspunkt für
mögliche Akutfolgen durch Niedrigdosisstrahlung liefern Ergebnisse über die
Folgen der oberirdischen Atombombentests in den sechziger Jahren, wie sie
1984 von D. Pisello und R. Piccioni veröffentlicht wurden. Pisello und
Piccioni zeigen einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Fehlgeburten und
dem Strontium-90-Gehalt der Milch.
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Stx5.1987.2.1 (1 Seite)
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Gesundheitsfolgen
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München: Mongolismus
nach Tschernobyl zwei- bis dreimal häufiger. Zwei- bis dreimal häufiger
als üblich hat der Kinderarzt Dr. Klaus Waldenmeyer im Januar 1987 in
seinem Labor für genetische Diagnostik in München bei Neugeborenen eine
Trisomie 21 feststellen müssen. Das erklärte der Mediziner im Februar 1987
gegenüber dem Strahlentelex.
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Stx3.1987.1,2.2 (2 Seiten)
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Risikobewertung und
Risikokommunikation
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Zurück zum
Anfang
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Streit um Tschernobyl-Opferzahlen. „Den Behörden nicht
vertrauen“. Nach Auffassung der
atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW kann der Streit um die Opfer der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl beigelegt werden, wenn die zuständigen
staatlichen oder staatsnahen Behörden und wissenschaftlichen Fachgremien
dazu übergehen, seriöse und öffentlich nachvollziehbare wissenschaftliche
Fakten zu veröffentlichen. „Wir brauchen den makaberen Streit um die
Tschernobyl-Opfer nicht“, erklärte der IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz am
26. April 2006 anläßlich des 20. Jahrestages der Atomkatastrophe. „Es würde
uns vollständig genügen, wenn die zuständigen Behörden und die offiziellen
Organisationen damit aufhören würden, ihre eigenen Zahlen zu manipulieren
und die Öffentlichkeit zu täuschen.“ Die Internationale Atomenergie
Organisation IAEO und die Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich nach
Auffassung der IPPNW mit ihrer Vorgehensweise selbst ins Abseits gestellt.
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Stx464-465.2006.6.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Wir gehen nicht vorsichtiger um mit Radioaktivität, sondern
nachlässiger. 20 Jahre Beobachtungen im Strahlenschutz. Internationale Atomenergie Agentur (IAEA) und Weltgesundheitsorganisation
(WHO) versuchten mit ihrem „Tschernobylprojekt“ zu vertuschen und
abzuwiegeln. Tagungen in Bern und in Berlin haben dagegen gezeigt: ● Seit
20 Jahren befindet sich offenbar mehr Radioaktivität aus dem
Katastrophenreaktor von Tschernobyl in unserer Umwelt, als bisher zugegeben
und die Strahlendosen sind vielfach höher als nach physikalischen
Abschätzungen zu erwarten wäre. Es reicht nicht, lediglich das relativ
leicht meßbare und deshalb als Leitnuklid gewählte Radiocäsium zu betrachten.
● Die gesundheitlichen Folgen beschränken sich nicht auf Erkrankungen und
Krebs der Schilddrüse. Wegen der größeren Einwohnerzahl ist in Westeuropa
mit mehr Gesundheitsschäden durch die Reaktorkatastrophe zu rechnen, als in
den Ländern nahe Tschernobyl, obwohl die durchschnittlich erhaltene
Strahlendosis des Einzelnen bei uns viel niedriger ist als dort. Wen es
trifft, den trifft es voll. Um so aufmerksamer sollten wir die Berichte
über das Ausmaß und die Vielfalt der gesundheitlichen Schäden in der Ukraine,
in Weißrußland und in Rußland verfolgen. ● In der Folge der
Reaktorkatastrophe vor 20 Jahren hat sich in der Wahrnehmung und Behandlung
von Radioaktivität ein Wandel vollzogen. In den Interessenkonflikten um den
Atomausstieg hat das dazu geführt, daß der Strahlenschutz in Deutschland
abgeschwächt wurde, sogar über das von der EU geforderte Maß hinaus. Eine
ökonomische Deckelung wurde eingeführt und der Grundsatz des
Minimierungsgebots aufgegeben. Wir gehen tatsächlich heute nicht
vorsichtiger, sondern nachlässiger mit der Radioaktivität um. Dem
Fatalismus aber sollte nicht nachgegeben werden, denn die gesundheitlichen
Folgeschäden sind größer als gerne behauptet. Ein Bericht von Thomas Dersee.
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Stx464-465.2006.1-6.6 (6 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Internationaler
Kongreß „20 Jahre nach Tschernobyl“ vom 3. bis 5. April 2006 in der
Berliner Charité: „Der deutlich größte
Teil des Reaktorinventars wurde infolge einer Kernexplosion ausgestoßen.
Einen größeren Unfall kann es nicht geben.“ 20 Jahre Mythenbildungen
vernebeln die Sicht auf die Wirklichkeit und müssen beendet werden.
Führende Wissenschaftler und Ärzte aus den betroffenen Ländern Ukraine,
Weißrußland und Rußland sind zu ganz anderen Ergebnissen über die Folgen
der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 gekommen, als die
Internationale Atomenergieagentur (IAEA) und die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) im September 2005 auf ihrer Tagung in
Wien und in dem Report des sogenannten Tschernobylforums. Auf dem Kongreß
der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz, den diese gemeinsam mit dem
European Committee on Radiation Risk (ECRR) vom 3. bis 5. April 2006 in der
Charité in Berlin veranstaltete, wurde das besonders deutlich.
Den vollständigen Abstractband des Internationalen
Kongresses „20 Jahre nach Tschernobyl
- Erfahrungen und Lehren für die Zukunft“ der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und des European Committee on Radiation Risk (ECRR),
den diese vom 3. bis 5. April 2006 in der Charité in Berlin veranstalteten,
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Stx462-463.2006.1-2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Bürgerinitiativen gründen Stiftungsfonds. Zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl
gründen Badisch-Elsässische Bürgerinitiativen jetzt einen Stiftungsfonds.
Das uneingelöste Versprechen zum schnellen Atomausstieg vor 20 Jahren und
die unglaubliche „Renaissance“ von Atomenergie-Optionen verlangen ein
nachhaltiges Handeln, erklärte Erhard Schulz für die Bürgerinitiativen. Die
Erträge des gemeinnützigen Stiftungsfonds sollen dem Schutz der natürlichen
Lebensgrundlagen, der Förderung des Bürgerengagements und der
Völkerverständigung dienen. Gezielt gefördert werden sollen
Umweltaufklärung und -erziehung sowie wissenschaftliche Untersuchungen und
Projekte zu Risiken und Gefährdungen von Natur und Umwelt durch die
Atomenergienutzung, Radioaktivität und Strahlenanwendung. Am dem Stiftungsfonds
kann sich jeder beteiligen. Weitere Informationen unter www.Badisch-Elsaessische.net
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Stx460-461.2006.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Katastrophale Sprachregelung. Im Jahre 2003 wurde das Tschernobylforum der Vereinten
Nationen gegründet – von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Es vereint Organisationen
mit klangvollen Namen: IAEA, WHO, FAO, UNDP, UNEP, UN-OCHA, UNSCEAR,
Weltbank, die Regierungen Belorußlands, Rußlands und der Ukraine. Am 6. und
7. September 2005 wurden nun die Arbeitsergebnisse während einer von der
Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien organisierten Konferenz
vorgelegt. Sinn der aufwendigen mehrjährigen Zusammenarbeit war die
Formulierung von Sprachregelungen im Hinblick auf den 20. Jahrestag der
Katastrophe im nächsten Jahr (2006), und zwar auf der höchstmöglichen
Ebene, nämlich der von UN-Organisationen und Regierungen, außerdem der
Abschluß sämtlicher Forschungsarbeiten zum Thema Tschernobyl und die
Vermittlung der These, daß das Hauptproblem der Region die Armut sei und
nicht Tschernobyl. Dr. M. Repacholi, der Manager des WHO-Strahlenprogramms
bringt es auf seine Weise auf den Punkt: "Die Hauptbotschaft des
Tschernobylforums ist: 'kein Grund zur Beunruhigung'." Ein Bericht und
Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx450-451.2005.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Buchmarkt:
"Eine Rückkehr gibt es nicht. Lebt wohl! Pripjat, 28. April
1986". "Sperrzonen - Pripjat und Tschernobyl" heißt der
großformatige farbige Bildband von Robert Polidori, der im April 2004 im
Göttinger Steidl-Verlag erschienen ist. Polidori ist professioneller
Photograph, er lebt heute in New York und arbeitet regelmäßig für The New
Yorker, für Geo und den Architectural Digest. In Deutschland hat er sich
vor allem mit seinem Buch "Havana" einen Namen gemacht, das 2001
ebenfalls im Steidl-Verlag erschien. Eine Buchbesprechung von Dr. Sebastian
Pflugbeil.
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Stx422-423.2004.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Tagungsbericht:
Tschernobyl und die DDR. Dokumentation einer Tagung an der Hochschule
Magdeburg-Stendal. "In den Wochen nach der
Katastrophe stapelte sich in den Läden der DDR ein bisher nie gekanntes
Angebot von Obst und Gemüse. Zeitzeugen berichten über ein reichliches
Angebot auch in den Kindertagesstätten. Kinder vorsichtiger Eltern lehnten
den Salat ab, andere genehmigten sich doppelte Portionen. Die Bevölkerung
des ehemaligen Bezirks Magdeburg war durch das Zusammentreffen der
radioaktiven Spaltstoffe mit zufälligen Niederschlägen Anfang Mai 1986
besonders betroffen. Vergleichbare Kontaminationen dieser Intensität waren
auf dem Gebiet Gesamtdeutschlands nur im Voralpenraum erfolgt. Schon zwei
Tage nach der Katastrophe von Tschernobyl wurde in der DDR stark
ansteigende Radioaktivität festgestellt. So maß Anfang Mai 1986 das
Magdeburger Bezirkshygieneinstitut in Wiesenkräutern bis zu 76.000 Bq/kg
und in Bodenproben bis zu 40.000 Bq/kg. Aber nur ein einziges Mal standen
ein paar Zahlen über die Radioaktivität nach Tschernobyl in der Zeitung:
"Stabilisierung auf einem niedrigeren Niveau". Das "Neue
Deutschland" verschwieg, dass Radioaktivitätswerte rund 1000-mal höher
als üblich waren, ja sogar Anfang Mai nochmals um etwa den Faktor 100
anstiegen. Was die Bürger der DDR nicht erfuhren, wusste die Regierung ganz
genau. Ihrem Ziel, die Entwicklung des Sozialismus mit allen Mitteln, ordnete
die Sozialistische Einheitspartei in der DDR alles unter: den Umgang mit
der Natur genauso wie die Lebensqualität der Menschen. (...) die
Umweltdaten (wurden) als Geheime Verschlusssache eingestuft und das
Ministerium für Staatssicherheit beauftragt, Kritiker der Umweltpolitik und
anderer Bereiche zu verfolgen und auszuschalten. Hier wurden sogar bewusst
DDR-Gesetze gebrochen." Das berichten Joachim Schlütter, Leiter des
Landesbüros Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung und Edda Ahrberg,
Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt, einleitend in der jetzt erschienenen
80-seitigen Broschüre zur Dokumentation der Ergebnisse eines gemeinsamen
Forums von Friedrich-Ebert-Stiftung, Greenkids Magdeburg und der Hochschule
Magdeburg-Stendal am 19. April 2002. (Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro
Sachsen-Anhalt (Hrsg.), F. Beyer, Th. Hartmann (Red.): Tschernobyl und die
DDR: Fakten und Verschleierungen – Auswirkungen bis heute? Magdeburg 2003, ISBN
3-89892-185-9, 80 Seiten. Die Broschüre wird kostenlos abgegeben.
Bestellungen an: Friedrich-Ebert-Stiftung, Geißlerstr.1, D-39104 Magdeburg,
Fax: 0391/ 56876-15)
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Stx398-399.2003.6,7.2 (2 Seiten)
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Risiko-Bewertung
und Kommunikation
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Krisenkommunikation
und Krisenmanagement nach Tschernobyl: Zwischen staatlicher Unfähigkeit,
Engagement und "Hysterie". Zwischen staatlicher
Unfähigkeit, Engagement der Bürger und "Hysterie" bewegte sich
das Spektrum der Reaktionen in Deutschland nach dem Reaktorunglück von
Tschernobyl. Ein Bericht über die Reaktionen der Regierung, von Behörden
und Menschen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ihre
Nachwirkungen. Erlebt und beschrieben von Thomas Dersee.
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Stx396-397.2003.3-8.6 (6 Seiten)
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Tschernobyl - Jahre danach
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Zurück zum
Anfang
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2011
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Proteste von Tschernobyl-Veteranen. In der Ukraine eskalierten am 1. November 2011
Demonstrationen von Tschernobyl-Veteranen gegen die Sparpolitik des Landes.
Bis zu 1000 Teilnehmer einer Kundgebung sogenannter Liquidatoren
durchbrachen Berichten zufolge die Absperrungen am Parlamentsgebäude in
Kiew, bevor sie von Spezialeinheiten der Polizei gestoppt wurden. Die
Liquidatoren hatten 1986 unter Einsatz ihrer Gesundheit die Folgen der
Reaktorkatastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl einzudämmen
versucht. Nun will die Regierung ihre Sonderrenten kürzen.
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Stx600-601.2012.7.1 (1 Seite)
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2011
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Auch Tschernobyl ist noch nicht gegessen. Der diesjährige Spitzenwert der Pilzmessungen des
Umweltinstituts München liegt bei 2.500 Becquerel
Cäsium-137 pro Kilogramm. Diese Belastung wiesen Maronenröhrlinge aus dem Gebiet
um Mark Oberdorf im Allgäu auf, gefunden im Oktober 2011. Werte im
4-stelligen Bereich sind leider noch keine Seltenheit, vor allem bei
Maronenröhrlingen und Semmelstoppelpilzen. Diese Sorten können Cäsium
besonders gut aufnehmen.
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Stx596-597.2011.11.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 25 Jahre danach
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Kranke Kinder und beschleunigte Alterung. Majak (Rußland/UdSSR) 1957, Harrisburg (USA) 1979, Tschernobyl
(Ukraine/UdSSR) 1986, Fukushima (Japan) 2011 – auch ein Vierteljahrhundert
nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl werden die Folgen verdrängt,
vertuscht, verharmlost und bagatellisiert. Atomlobby und Politiker reden
die Gefährdung durch sogenannte Niedrigdosisstrahlung mit gezielter
Propaganda und beharrlichem Verschweigen der Risiken klein. Die
Gesellschaft für Strahlenschutz hatte für den 6. bis 8. April 2011 Ärzte
und Wissenschaftler aus den betroffenen Ländern Ukraine, Weißrußland und Rußland,
eingeladen. Diese sind zu ganz anderen Ergebnissen über die Folgen von
Tschernobyl gekommen als beispielsweise die Internationale
Atomenergieagentur (IAEA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder
das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkungen der
Atomstrahlung (UNSCEAR). Doppelt so schnell gealterte Katastrophenhelfer,
Hirnschäden und Beeinträchtigung kognitiver Funktionen, weniger und kranke,
genetisch geschädigte Kinder, angeborene Entwicklungsschäden, Schilddrüsenkrebs
und Brustkrebs, Leukämien und Lymphome – das sind Folgen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wie sie jetzt berichtet wurden. Der
Strahlenunfall von Tschernobyl zog schwere ökologische Veränderungen nach
sich, die zur Umsiedlung und Evakuierung der Bevölkerung aus Verbotszonen
und Umsiedlungszonen und zum notgedrungenen Weiterleben der Bürger in
radioaktiv verschmutzten Gebieten führte. Darauf wies unter anderem die
Moskauer Medizinprofessorin Larissa C. Baleva vom Zentrum für Forschung und
Praxis des Strahlenschutzes von Kindern am wissenschaftlichen
Forschungsinstitut für Pädiatrie und Kinderchirurgie des russischen
Gesundheitsministeriums hin. Ihr Institut betreut sowohl Kinder, die noch
in Gebieten leben, in denen die Bodenbelastung mit Cäsium-137 bis zu 1.665
kBq/m² beträgt, Kinder, die aus der Verbotszone und der Umsiedlungszone
evakuiert wurden, Kinder, die in der Phase der intrauterinen Entwicklung
radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, Kinder von Liquidatoren und
Kinder, die der Bestrahlung durch Jod-131 ausgesetzt waren
(Geburtsjahrgänge 1968 – 1986). Die bisher 25jährige Beobachtungszeit
erlaubt, die Besonderheiten des Gesundheitszustandes der Kinder aus jeder
Gruppe herauszuarbeiten und das Vorhandensein bestimmter Strahleneffekte,
die sich bei den Kindern aus Hochrisikogruppen entwickelten, festzustellen.
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Stx582-583.2011.14-15.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
– 25 Jahre danach
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Erhöhte Sterblichkeit von Neugeborenen nach Tschernobyl. Trendanalysen der Monatsdaten der Perinatalsterblichkeit aus
Westdeutschland und der Säuglingssterblichkeit aus Polen zeigen im Jahr
1987, dem Jahr nach Tschernobyl, jeweils statistisch signifikante
Zusammenhänge mit der Cäsiumbelastung der Mütter über Milchverzehr. In
beiden Datensätzen treten Maxima der Sterblichkeit sieben Monate nach den
Maxima der Cäsiumbelastung auf. Die Dosis-Wirkungsbeziehung (DWB) ist stark
nach oben gekrümmt, der Schätzwert für den Dosisexponenten beträgt 3,7. Die
Abweichung der Dosis-Wirkungsbeziehung von einem linearen Verlauf ist
deutlich signifikant. Statistische Überlegungen lassen für die analytische
Form der Dosis-Wirkungsbeziehung eine kumulative Lognormalverteilung
erwarten. In den
höchstbelasteten Regionen der Ukraine (Oblast Zhitomir) und Weißrusslands
(Oblast Gomel) zeigt sich nach Tschernobyl außer einer Erhöhung im Jahr
1987 ein deutlich größerer Anstieg in den 1990er Jahren, welcher mit der
verzögerten Wirkung von Strontium erklärt werden kann. Mit etwa 1.000
zusätzlich gestorbenen Neugeborenen in den Jahren 1990 bis 1997 ist der
Strontiumeffekt mehr als 10-mal so groß wie der Cäsiumeffekt im Jahr 1987. Immer noch geht die internationale
Strahlenschutzkommission von der Existenz einer Schwellendosis für
teratogene Schäden in Höhe von 100 Millisievert (mSv) aus. Nach offiziellen
Angaben betrug die mittlere Dosis im ersten Folgejahr nach Tschernobyl in
Deutschland aber nur 0,2 mSv. Die obigen Ergebnisse widersprechen damit dem
Konzept einer unschädlichen Dosis für teratogene Schäden. Eine Analyse von
Dr. Alfred Körblein.
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Stx580-581.2011.1-8.8 (8 Seiten)
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Tschernobyl
– 25 Jahre danach
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Berlin, 5.
bis 10. April 2011: Einladung zu
zwei internationalen Kongressen der Gesellschaft für Strahlenschutz und der
IPPNW. Die Gesellschaft für Strahlenschutz (GSS) und die
Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
veranstalten im April 2011 zwei aufeinanderfolgende Kongresse.
Informationen und Anmeldungen unter www.strahlentelex.de/tschernobylkongress-gss2011.htm
und www.tschernobylkongress.de
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Stx576-577.2011.1.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 24 Jahre danach
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Buchmarkt:
24 Jahre nach Tschernobyl. Die New
Yorker Akademie der Wissenschaften hat in englischer Sprache eine
umfangreiche Übersicht aus dem russischen und ukrainischen Sprachraum über
die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl veröffentlicht. Wer
Gelegenheit hatte, mit Geschädigten der Katastrophe von Tschernobyl zu
sprechen, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier Menschen
infolge der äußeren Bestrahlung oder der im Körper aufgenommenen
radioaktiven Isotope in ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit
zutiefst geschädigt wurden. Es ist ihm ein Anliegen, Genaueres über diese
Schäden zu erfahren und greift deshalb mit großem Interesse nach diesem
Heft der New Yorker Akademie der Wissenschaften: „Chernobyl. Consequences
of the Catastrophe for People and the Environment“. Es ist von Alexej V.
Yablokov, Vassiliy B. Nesterenko und Alexej V. Nesterenko zusammengestellt
worden. Alexej V. Yablokov ist Biologe, Mitglied der Russischen Akademie
der Wissenschaften, Vassily B. Nesterenko hat in Minsk das
wissenschaftliche Institut „BELRAD“ aufgebaut, das die Folgen des
Ereignisses vom 26. April 1986 verfolgt und registriert. Als einer der
ersten flog er im Helikopter über den Unglücksreaktor. Er starb im Herbst
2008. Alexey V. Nesterenko ist sein Sohn, der jetzt das Minsker Institut
leitet und dessen Tradition weiter pflegt. Eine Rezension von Jürg Ulrich.
Alexej V. Yablokov, Vassiliy B. Nesterenko, Alexej V. Nesterenko:
Chernobyl. Consequences
of the Catastrophe for People and the Environment. The New York Academy of
Sciences, Annals Vol 1181, Dec 2009, 335 p., www.nyas.org/Publications/Annals/Detail.aspx?cid=f3f3bd16-51ba-4d7b-a086-753f44b3bfc1
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Stx560-561.2010.13-15.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
– 23 Jahre danach
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Weniger und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von
Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal jährt, sind größer als
früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten Radionuklide dezimieren
auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete Insekten sind auch
schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich vermehrt in deren
Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger,
P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
– 21 Jahre danach
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Artenvielfalt und Populationsdichte von Vögeln nehmen mit
höherer Strahlung ab. Im Sommer 2007 haben
A. P. Møller (Curie-Universität Paris) und T. A. Mousseau (University of
South Carolina) eine Arbeit über Waldvögel in der Umgebung des Atomkraftwerks
Tschernobyl vorgelegt, die die weitverbreitete Meinung angreift, daß die
Sperrzone um Tschernobyl ein blühendes Naturschutzreservat sei, in dem man
seit Jahren zunehmend den herrlichsten Wildarten begegnen könne.
Tatsächlich kann einem dort ein großer Elch oder ein Bär über den Weg
laufen. Untersucht man aber die Situation genauer, ergibt sich ein ganz
anderes Bild. Es gibt bisher kein standardisiertes Vorgehen, wie man die
Auswirkungen von Radioaktivität auf gewöhnliche Tiere untersuchen sollte,
deshalb blieb bisher die Frage nach den ökologischen Folgen der
Radioaktivität unbeantwortet. Die Autoren haben sich nun der Artenvielfalt
und Populationsdichte von Waldvögeln gewidmet.
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Stx498-499.2007.5.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Buchmarkt:
Atomkraft als Risiko. Zum 20.
Jahrestag der Tschernobylkatastrophe veranstaltete Lutz Mez im
Wintersemester 2005/06 an der Freien Universität in Berlin eine Ringvorlesung,
in der Tschernobyl von sehr verschiedenen Seiten diskutiert wurde. Zum 25.
Tschernobyl-Jahrestag liegen die Vorlesungen nun in überarbeiteter Form als
Buch vor.
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Stx576-577.2011.8.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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In Norwegens Schafen steckt besonders viel Radioaktivität. In norwegischen Schafen befindet sich auch 20 Jahre nach
dem Reaktorunglück von Tschernobyl noch besonders viel künstliche Radioaktivität.
Das berichtet der britische „New Scientist“ (Nr. 2575, S. 7) unter Berufung
auf die norwegische Strahlenschutzbehörde. In diesem Jahr (2006) habe sich
die radioaktive Belastung mit Cäsium-137 auf bis zu 7.000 Becquerel pro
Kilogramm Schaffleisch im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt.
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Stx476-477.2006.6.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Buchmarkt:
Chernobyl: 20 Years On. Der vorliegende
englischsprachige Dokumentationsband des European Committee on Radiation
Risk (ECRR) bietet 14 sehr fakten- und materialreiche Überblicke: zu den
gesundheitlichen Konsequenzen im allgemeinen, sowie speziell bei den
Liquidatoren (Yablokov, mit ca. 200 Literaturangaben), zu den genetischen
und zellbiologischen Auswirkungen beim Menschen (Burlakova und Nazarov), zu
Schädigungen des Zentralnervensystems und der geistig-seelischen Gesundheit
auch bei der nachfolgenden Generation (Loganovsky, in kritischer
Auseinandersetzung mit den Angaben des Tschernobyl-Forums), zu den Folgen
für wildlebende Wirbeltiere (Krysanov) und Wild- und Nutzpflanzen
(Grodzinsky, mit Fotos der Fehlbildungen), zu Chromosomenaberrationen in
menschlichen Lymphozyten (Snigiryova und Shevchenko), zu teratogenen
Schäden in mehreren europäischen Ländern (Schmitz-Feuerhake), zur
Säuglingsleukämie in Großbritannien, Griechenland und Deutschland (Busby),
zur perinatalen Sterblichkeit und angeborenen Mißbildungen (Körblein et
al.). Imanaka erweckt fundierte Zweifel an der Behauptung, es habe nach der
Katastrophe praktisch keine akuten Strahlenkrankheiten in der Umgebung von
Tschernobyl gegeben. Mit den – überwiegend unterlassenen – praktischen
Maßnahmen zur Reduzierung der Strahlenbelastung der Bevölkerung
beschäftigen sich Nestrenko und Nestrenko; sie empfehlen die Reduzierung
der Cäsium-137-Belastung mittels industriell hergestelltem Apfelpektin. -
Busby, C. C.; Yablokov, A.V. (Hrsg.): Chernobyl: 20 Years On. Health Effects of the Chernobyl
Accident. Documents of the ECRR 2006, No. 1. Green
Audit Press, Aberystwyth 2006. ISBN 1-897761-25-2. 250 S., zahlr. Tabellen,
Fotos und Karten. ₤ 55 (€ 90). Reduzierter Preis für Studenten ₤ 20 (€ 32)
über: admin@euradcom.org.
- Eine begrenzte Anzahl Exemplare ist für den verbilligten Preis von EUR
47,- erhältlich bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft für
Strahlenschutz, Peter-Michels-Str. 54, D-50827 Köln.
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Stx466-467.2006.7-8.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Streit um Tschernobyl-Opferzahlen. „Den Behörden nicht
vertrauen“. Nach Auffassung der atomkritischen
Ärzteorganisation IPPNW kann der Streit um die Opfer der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl beigelegt werden, wenn die zuständigen staatlichen oder
staatsnahen Behörden und wissenschaftlichen Fachgremien dazu übergehen,
seriöse und öffentlich nachvollziehbare wissenschaftliche Fakten zu
veröffentlichen. „Wir brauchen den makaberen Streit um die
Tschernobyl-Opfer nicht“, erklärte der IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz am
26. April 2006 anläßlich des 20. Jahrestages der Atomkatastrophe. „Es würde
uns vollständig genügen, wenn die zuständigen Behörden und die offiziellen
Organisationen damit aufhören würden, ihre eigenen Zahlen zu manipulieren
und die Öffentlichkeit zu täuschen.“ Die Internationale Atomenergie
Organisation IAEO und die Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich nach
Auffassung der IPPNW mit ihrer Vorgehensweise selbst ins Abseits gestellt.
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Stx464-465.2006.6.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Wir gehen nicht vorsichtiger um mit Radioaktivität, sondern
nachlässiger. 20 Jahre Beobachtungen im Strahlenschutz. Internationale Atomenergie Agentur (IAEA) und
Weltgesundheitsorganisation (WHO) versuchten mit ihrem „Tschernobylprojekt“
zu vertuschen und abzuwiegeln. Tagungen in Bern und in Berlin haben dagegen
gezeigt: ● Seit 20 Jahren befindet sich offenbar mehr Radioaktivität aus
dem Katastrophenreaktor von Tschernobyl in unserer Umwelt, als bisher
zugegeben und die Strahlendosen sind vielfach höher als nach physikalischen
Abschätzungen zu erwarten wäre. Es reicht nicht, lediglich das relativ
leicht meßbare und deshalb als Leitnuklid gewählte Radiocäsium zu
betrachten. ● Die gesundheitlichen Folgen beschränken sich nicht auf
Erkrankungen und Krebs der Schilddrüse. Wegen der größeren Einwohnerzahl
ist in Westeuropa mit mehr Gesundheitsschäden durch die Reaktorkatastrophe
zu rechnen, als in den Ländern nahe Tschernobyl, obwohl die
durchschnittlich erhaltene Strahlendosis des Einzelnen bei uns viel niedriger
ist als dort. Wen es trifft, den trifft es voll. Um so aufmerksamer sollten
wir die Berichte über das Ausmaß und die Vielfalt der gesundheitlichen
Schäden in der Ukraine, in Weißrußland und in Rußland verfolgen. ● In der
Folge der Reaktorkatastrophe vor 20 Jahren hat sich in der Wahrnehmung und
Behandlung von Radioaktivität ein Wandel vollzogen. In den
Interessenkonflikten um den Atomausstieg hat das dazu geführt, daß der
Strahlenschutz in Deutschland abgeschwächt wurde, sogar über das von der EU
geforderte Maß hinaus. Eine ökonomische Deckelung wurde eingeführt und der
Grundsatz des Minimierungsgebots aufgegeben. Wir gehen tatsächlich heute
nicht vorsichtiger, sondern nachlässiger mit der Radioaktivität um. Dem
Fatalismus aber sollte nicht nachgegeben werden, denn die gesundheitlichen
Folgeschäden sind größer als gerne behauptet. Ein Bericht von Thomas Dersee.
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Stx464-465.2006.1-6.6 (6 Seiten)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Internationaler
Kongreß „20 Jahre nach Tschernobyl“ vom 3. bis 5. April 2006 in der
Berliner Charité: „Der deutlich
größte Teil des Reaktorinventars wurde infolge einer Kernexplosion
ausgestoßen. Einen größeren Unfall kann es nicht geben.“ 20 Jahre
Mythenbildungen vernebeln die Sicht auf die Wirklichkeit und müssen beendet
werden. Führende Wissenschaftler und Ärzte aus den betroffenen Ländern
Ukraine, Weißrußland und Rußland sind zu ganz anderen Ergebnissen über die
Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 gekommen, als
die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) und die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) im September 2005 auf ihrer Tagung in
Wien und in dem Report des sogenannten Tschernobylforums. Auf dem Kongreß
der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz, den diese gemeinsam mit dem
European Committee on Radiation Risk (ECRR) vom 3. bis 5. April 2006 in der
Charité in Berlin veranstaltete, wurde das besonders deutlich.
Den
vollständigen Abstractband des Internationalen Kongresses „20 Jahre nach Tschernobyl -
Erfahrungen und Lehren für die Zukunft“ der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und des European Committee on Radiation Risk (ECRR), den
diese vom 3. bis 5. April 2006 in der Charité in Berlin veranstalteten,
finden Sie hier als pdf-Datei. Die Datei ist 1,33 MB groß.
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Stx462-463.2006.1-2.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Bürgerinitiativen gründen Stiftungsfonds. Zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl
gründen Badisch-Elsässische Bürgerinitiativen jetzt einen Stiftungsfonds.
Das uneingelöste Versprechen zum schnellen Atomausstieg vor 20 Jahren und
die unglaubliche „Renaissance“ von Atomenergie-Optionen verlangen ein
nachhaltiges Handeln, erklärte Erhard Schulz für die Bürgerinitiativen. Die
Erträge des gemeinnützigen Stiftungsfonds sollen dem Schutz der natürlichen
Lebensgrundlagen, der Förderung des Bürgerengagements und der
Völkerverständigung dienen. Gezielt gefördert werden sollen
Umweltaufklärung und -erziehung sowie wissenschaftliche Untersuchungen und
Projekte zu Risiken und Gefährdungen von Natur und Umwelt durch die Atomenergienutzung,
Radioaktivität und Strahlenanwendung. Am dem Stiftungsfonds kann sich jeder
beteiligen. Weitere Informationen unter www.Badisch-Elsaessische.net
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Stx460-461.2006.8.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
– 20 Jahre danach
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Katastrophale Sprachregelung. Im Jahre 2003 wurde das Tschernobylforum der Vereinten Nationen
gegründet – von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Es vereint
Organisationen mit klangvollen Namen: IAEA, WHO, FAO, UNDP, UNEP, UN-OCHA,
UNSCEAR, Weltbank, die Regierungen Belorußlands, Rußlands und der Ukraine.
Am 6. und 7. September 2005 wurden nun die Arbeitsergebnisse während einer
von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien organisierten
Konferenz vorgelegt. Sinn der aufwendigen mehrjährigen Zusammenarbeit war
die Formulierung von Sprachregelungen im Hinblick auf den 20. Jahrestag der
Katastrophe im nächsten Jahr (2006), und zwar auf der höchstmöglichen
Ebene, nämlich der von UN-Organisationen und Regierungen, außerdem der
Abschluß sämtlicher Forschungsarbeiten zum Thema Tschernobyl und die
Vermittlung der These, daß das Hauptproblem der Region die Armut sei und
nicht Tschernobyl. Dr. M. Repacholi, der Manager des WHO-Strahlenprogramms
bringt es auf seine Weise auf den Punkt: "Die Hauptbotschaft des
Tschernobylforums ist: 'kein Grund zur Beunruhigung'." Ein Bericht und
Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx450-451.2005.1-5.5 (5 Seiten)
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Tschernobyl
- 19 Jahre danach
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Radioaktive
Belastungen im Bayerischen Wald.
Untersuchung des Bundesamt für Strahlenschutz –
Keine Entwarnung für den Verzehr von Wildbret. 19 Jahre nach Tschernobyl
ist Wildbret noch immer radioaktiv belastet. Das belegt eine vom Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene Studie, bei der die
radioaktive Belastung von Wildbret, Pflanzen und Böden des Bayerischen
Waldes gemessen wurden. Bei Wildschweinen steigt die radioaktive Belastung
seit 1996 sogar wieder an.
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Stx448-449.2005.3,4.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 20 Jahre danach
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Aufruf zu
Tschernobyl-Kongreß war voreilig. Voreilig
war eine Kongressankündigung in der Mai-Ausgabe von Strahlentelex. Unter
dem Motto "20 Jahre Leben mit Tschernobyl" wollte die Gesellschaft
für Strahlenschutz gemeinsam mit weiteren Organisationen für März 2006
kritische Wissenschaftler, Politiker, Ärzte, engagierte Bürger und
Vertreter von Tschernobyl-Initiativen zu einem Fachkongreß nach Feldkirch
in Österreich einladen. Bisher unterdrückten Nachrichten über die Folgen
der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl solle zu mehr Licht verholfen
werden, hieß es. Das scheint nun nicht mehr garantiert. "Die Form der
Ankündigung im Strahlentelex" stieß beim Mitveranstalter Otto Hug
Strahleninstitut - MHM e.V. in München und – Institutsleiter Prof. Dr.
Edmund Lengfelder zufolge – bei der Luxemburger Stiftung "Ein Herz für
krebskranke Kinder" auf scharfe Kritik.
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Stx444-445.2005.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Tschernobyl
- 20 Jahre danach
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9.-12.
März 2006 in Feldkirch in Vorarlberg/Österreich: "20 Jahre Leben mit
Tschernobyl: Erfahrungen und Lehren für die Zukunft". Erste Ankündigung
und Einladung zum internationalen Kongreß der Gesellschaft für
Strahlenschutz und des Otto Hug Strahleninstituts - MHM. Unmittelbar nach der Tschernobyl-Katastrophe hat der
sowjetische Geheimdienst (KGB) eine lange Liste von Themen als "streng
geheim" klassifiziert. Das hat der betroffenen Bevölkerung wenig
geholfen: Es gab keine wahrheitsgemäße Berichterstattung über die Ursachen
der Katastrophe, keine wahrheitsgemäße Dokumentation der Strahlenschäden
bei der Bevölkerung und bei den Katastrophenhelfern, keine wahrheitsgemäße
Dokumentation der radioaktiven Kontamination der betroffenen Gebiete.
Wichtige Maßnahmen, die zum Schutz der Bevölkerung hätten getroffen werden
können, unterblieben. Bis heute wird nicht offen über Tschernobyl geredet.
International angesehene Gremien sprechen heute noch von nur 31
Strahlentoten nach Tschernobyl. Es wird nahezu jede Gesundheitsschädigung
infolge von Tschernobyl abgestritten – bis auf Schilddrüsenkrebs bei
Kindern. Es gibt jedoch immer mehr Wissenschaftler in Ost und West, die
sich dafür einsetzen, die Wahrheit hinter den Nebelbänken aufzuspüren und
den betroffenen Menschen in der Region um Tschernobyl wirksam zu helfen.
Diese Wissenschaftler haben es schwer, ihre Analysen in den international
akzeptierten Journalen zu publizieren. Das Ziel der Tagung besteht deshalb
darin, ihnen Gehör zu verschaffen, 20 Jahre Leid zu dokumentieren, Lügen
und Lügner zu benennen und Konsequenzen zu ziehen. Die Gesellschaft für
Strahlenschutz, das Otto Hug Strahleninstitut - MHM, die Stiftung Een Häerz
fir kriibskrank Kanner asbl Luxembourg, der Deutsche Verband für
Tschernobyl-Hilfe, die Europäische Arbeitsgemeinschaft "Mut zur
Ethik" und die Vorarlberger Landesregierung laden zum 9. bis 12. März
2006 nach Feldkirch in Vorarlberg/Österreich ein, behinderte und schwer
oder gar nicht publizierbare Forschungsergebnisse aus dem
Tschernobyl-Kontext vorzustellen und zu diskutieren. Interessierte Bürger
und Vertreter von Tschernobylinitiativen, Energiewissenschaftler, Politiker
und Ärzte sind eingeladen zu studieren, zu fragen und gemeinsam nach
vernünftigen Maßnahmen zu suchen, in denen das Wohl der Tschernobylopfer
Vorrang hat vor der Unterstützung sinnarmer technischer Projekte im Bereich
der Kerntechnik. Der Kongreß beschäftigt sich mit den medizinischen und
sozialökonomischen Problemen und Aspekten in der Ukraine, in Weißrußland,
Rußland und in Europa, mit technischen Fragen, strukturellen Hintergründen,
internationaler Informationspolitik und Programmen zur Beseitigung der
Folgen der Katastrophe von Tschernobyl. Um die Anmeldung von Vorträgen und
Postern und die Abgabe der Abstracts (maxi-mal 300 Wörter in Deutsch und
Englisch oder in Russisch und Deutsch oder Englisch) wird bis zum 15.
August 2005 gebeten.
Information
und Kontakt: Tagungsbüro Tschernobyl
2006, Postfach 756, CH-8044 Zürich, mailto:tschernobyl2006@gmx.net.
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Stx440-441.2005.8.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 19 Jahre danach
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Britische
Schafe sind immer noch radioaktiv verseucht. In Großbritannien gelten der Food Standards Agency zufolge,
der für Lebensmittelsicherheit zuständigen Behörde, auch 19 Jahre nach der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl wegen der anhaltenden radioaktiven Verseuchung immer noch
restriktive Maßnahmen für 379 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt
eine Fläche von 74.000 Hektar und 200.000 Schafe umfassen. Mit einem
Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx440-441.2005.6-7.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 17 Jahre danach
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Bisher
geheimgehaltenes Archivmaterial über das AKW Tschernobyl veröffentlicht. Der Sicherheitsdienst der Ukraine hat unmittelbar vor dem
17. Jahrestag der Havarie im Atomkraftwerk Tschernobyl auf seiner
Internetseite 121 Dokumente aus dem Archiv des KGB in der Ukrainischen
Sowjetischen Sozialistischen Republik aus der Zeit zwischen 1971 und 1988
veröffentlicht, die die Arbeiten am Atomkraftwerk Tschernobyl und die
dortige Havarie vom 26. April 1986 dokumentieren: http://www.sbu.gov.ua
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Stx392-393.2003.7.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 17 Jahre danach
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Gesundheitsfolgen
bei Kindern in Weißrußland und der Ukraine. In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität
Basel veranstaltete die Schweizer Sektion von PSR/IPPNW (Physicians for
Social Responsibility/Internationale Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges) am 15. Februar 2003 ein Fortbildungs-Symposium zum Thema
"Gesundheitsfolgen von Tschernobyl bei Kindern". Berichtet wurde
im Kantonsspital Basel über die Auswirkungen radioaktiver Strahlung bei
Kindern, die in den belasteten Gebieten von Weißrußland und der Ukraine
leben. Die Professoren Andreas Nidecker und Michel Fernex schrieben darüber
in der Schweizerischen Ärztezeitung.
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Stx388-389.2003.7,8.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 16 Jahre danach
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Das Bundesamt
für Strahlenschutz rät zur Minimierung der Strahlenbelastung zum Verzicht
auf Wildbret, Waldpilze und Waldbeeren.
Auch 16 Jahre nach Tschernobyl sind Auswirkungen der Reaktorkatastrophe in
Deutschland zu beobachten. Zwar seien die Nahrungsmittel insgesamt nur noch
sehr gering radioaktiv kontaminiert, einzelne Produkte wie Wild und
bestimmte Pilzarten seien aber immer noch hoch belastet. Das teilte das
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit. Wenn Wildbret, wildwachsende
Speisepilze und Waldbeeren in üblichen Mengen verzehrt würden, sei die
zusätzliche Strahlenexposition zwar vergleichsweise gering, aber
vermeidbar. Wer seine persönliche Exposition minimieren möchte, solle
deshalb auf den Genuß dieser Lebensmittel verzichten, meint das BfS. Einen
aufschlußreichen Überblick über die Folgen des Tschernobyl-Unfalls in
Weißrußland, der Ukraine und in Rußland, merkt das BfS ergänzend an, gebe
ein neuer Bericht der beiden UN-Organisationen UNICEF und UNDP "The
Human Consequences of the Chernobyl Nuclear Accident" http://www.undp.org/dpa/publications/chernobyl.pdf.
Danach werde unter anderem die Zahl der Fälle von Schilddrüsenkrebs bei
Jugendlichen von rund 2.000 in den nächsten Jahren auf 8.000 bis 10.000
Erkrankungen ansteigen.
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Stx376-377.2002.5,6.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 15 Jahre danach
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Notfallvorsorge.
Pünktlich zum 26. April 2001, dem 15. Jahrestag des
Atomunglücks von Tschernobyl, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
zwei neue Informationsblätter zu den Themen "Notfallvorsorge des
BfS" und "Die Kontamination von Lebensmitteln durch den
Reaktorunfall von Tschernobyl" herausgegeben. Demzufolge führt die
durch den Reaktorunfall auf den Boden in Deutschland abgelagerte
Radioaktivität noch immer zu einer Kontamination von Nahrungsmitteln,
vorwiegend mit dem künstlichen Radionuklid Cäsium-137. Vor allem in Pilzen
und Waldfrüchten sowie in Wildfleisch seien immer wieder höhere
Aktivitätskonzentrationen anzutreffen. Wer seine persönliche
Strahlenbelastung so gering wie möglich halten wolle, solle deshalb auf den
Verzehr übermäßig belasteter Produkte wie bestimmte Pilze und Wild
verzichten.
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Stx344-345.2001.7,8.2 (Kurzmitteilung, 2 Seiten)
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Tschernobyl
- 15 Jahre danach
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Verzögerter
Atomausstieg. 768 Millionen Dollar für einen neuen Sarkophag des Atomreaktors
in Tschernobyl. Der Ausstieg aus der
Nutzung der Atomenergie soll nach den Vorstellungen von
Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) noch in diesem Jahr gesetzlich
verankert werden. Das verkündete er am 25. April 2001 in Berlin auf einer Pressekonferenz
zum 15. Jahrestag der Reaktorexplosion im ukrainischen Atomkraftwerk
Tschernobyl. "Wir sind noch nicht ganz fertig. Aber ich denke, wir
sind kurz vorm Abschluß", erklärte er. Neben der Festschreibung des
Atomkonsenses im Gesetz steht auch die formelle Unterschrift der
Stromkonzerne noch aus. Fragen nach den Gründen der Verzögerung
beantwortete Trittin nicht.
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Stx344-345.2001.7.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 15 Jahre danach
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Schon
geringe Strahlung erhöhte das Krebsrisiko. Jodtabletten müssen im
Katastrophenfall früher ausgegeben werden als bisher in Deutschland
geplant. 15 Jahre nach der
Atomkatastrophe von Tschernobyl beginnen auch bislang weniger kritische
Beobachter die Folgen der radioaktiven Belastungen neu zu bewerten.
Untersuchungen der betroffenen Bevölkerung in Weißrußland, der Ukraine und
Rußland zeigen, daß schon niedrigere Strahlendosen als bislang angenommen
das Risiko erhöhen, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Die Ergebnisse
könnten dazu führen, daß die in Deutschland geltenden sogenannten
Eingreifrichtwerte des Katastrophenschutzes herabgesetzt werden müssen.
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Stx344-345.2001.6,7.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 15 Jahre danach
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Mindestens
300 Neugeborene sind in Deutschland in Folge von Tschernobyl gestorben.
Ergebnisse stehen im Widerspruch zu alten Vorstellungen von der Existenz
einer Schwellendosis. Anläßlich des 15.
Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl präsentierte Dr. Alfred
Körblein vom Umweltinstitut München im April 2001 eine Studie über die
Auswirkungen von Tschernobyl auf die Säuglingssterblichkeit in Deutschland.
Danach starben hierzulande im Jahre 1987 vermutlich mehr als 300
Neugeborene in Folge von Tschernobyl. Laut Körblein sind 1987 fünf Prozent
mehr Neugeborene gestorben als üblich. Die Auswertung der Monatsdaten
ergebe einen hochsignifikanten Zusammenhang zwischen der Strahlenexposition
des Embryos durch radioaktives Cäsium und der Perinatalsterblichkeit 7
Monate nach dem Super-GAU. Diese früheren Ergebnisse seiner Studie (vergl.
Stx296-297.1999.2,3.2) präsentierte jetzt Körblein
zusammen mit einer neuen Auswertung von polnischen Daten der
Säuglingssterblichkeit, die seine Befunde für Deutschland bestätigen.
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Stx344-345.2001.6.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 14 Jahre danach
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Bei
Tschernobyl mutiert Weizen. Vierzehn
Jahre nach der Reaktorkatstrophe von Tschernobyl verändert sich das Erbgut
neu gesetzter Pflanzen in der Umgebung des Unglücksreaktors stärker als
woanders. Einem Bericht aus dem Baseler Friedrich Miescher-Institut von
Forschern um Olga Kovalchuk in der Fachzeitschrift "Nature" (Nature,
Bd. 407, S. 583) zufolge ist die Mutationsrate von Weizen sechsfach
erhöht.
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Stx332-333.2000.11,12.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 14 Jahre danach
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Chromosomenstudie
belegt: Belorussische Kinder sind durch die Tschernobyl-Katastrophe mit bis
zu 500 Milligray strahlenbelastet. In einer
Vielzahl von Veröffentlichungen werden Chromosomenanalysen an Personen
beschrieben, die durch den Tschernobylunfall am 26. April 1986 verstrahlt
wurden. Die Untersuchungen an Einzelpersonen oder Personengruppen aus
Belorussland, der Ukraine und Russland werden dabei nicht nur vorgenommen,
um nach der Reaktorkatastrophe eine Dosisermittlung durchzuführen, sie
dienen auch einer Risikoabschätzung der zu erwartenden strahlenbedingten
Erkrankungen. In der Ausgabe der Zeitschrift Radiation Protection Dosimetry
No.2 2000, veröffentlichte L. S. Mikhalevich von der belorussischen
Akademie der Wissenschaften in Minsk und Kollegen das Ergebnis einer Chromosomenuntersuchung
an 86 belorussischen Kindern, denen kurz nach der Reaktorkatastrophe
Blutproben entnommen worden waren. Die dabei von den Autoren ermittelten
Dosiswerte liegen um ein Vielfaches über denen, die offiziell angegeben
werden. Ähnlich hohe Dosen, ermittelt durch biologische Dosimetrie, mit
Werten von 300 bis 500 Milligray, sind nicht ungewöhnlich für Evakuierte
aus der Stadt Pripjat und benachbarten Gebieten wie Kharkov, stellen die
Autoren fest. Die Untersuchung zeige nochmals deutlich, dass die erhaltene
Dosis nicht mit den Bodenwerten der Cäsiumbelastung korreliert werden dürfe
und dass die physikalischen Dosisabschätzungen das reale Ausmaß der
Verstrahlung weit unterschätzen.
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Stx320-321.2000.5,6.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 13 Jahre danach
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"Weißrußland
stirbt". Demographische Probleme in
Belorußland. Ein Bericht von Dr. Sebastian Pflugbeil vom Ersten
Internationalen Wissenschaftlich-Praktischen Kongreß zu Demographischen
Problemen Belorußlands, der vom 17. - 20. März 1999 in Minsk stattfand.
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Stx294-295.1999.2,3.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 11 Jahre danach
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Unterschiedliche
Einschätzungen. Über die Zahl der
Krankheitsfälle, sinnvolle Grenzwerte, die Verseuchung der Böden und die Einschätzung
der Langzeitfolgen gibt es auch elf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von
Tschernobyl unterschiedliche Angaben. Eine Dokumentation des
Ökologie-Instituts Wien hat Berichte zur Situation in den Republiken
Ukraine, Weißrußland und Rußland nach dem Unfall miteinander verglichen.
Die Zusammenschau zeigt, wie schwierig eine Bewertung grundsätzlich ist und
wie stark die jeweiligen Interessen und Rahmenbedingungen die Einschätzung
der Folgen beeinflussen. Grundlage der Dokumentation sind Berichte, die
internationale Organisationen, nationale Stellen und örtliche
wissenschaftliche Institute sowie Hilfsorganisationen anläßlich des 10.
Jahrestages 1996 der Öffentlichkeit präsentierten.
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Stx248-249.1997.10.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 10 Jahre danach
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Beherrschtes
Entsetzen. 7 Buchbesprechungen zum
Thema Tschernobyl. Susan Boos: Beherrschtes Entsetzen. Yu. I. Bandazhevsky et al.:
Clinical and Experimental Aspects of the Effect of Incorporated
Radionuclides upon the Organism. W.B.
Nesterenko: Ausmaß und Folgen der Tschernobyl-Katastrophe in Belarus,
Rußland und der Ukraine. Ja. J. Serkis et al.: Tschernobyl und seine
Folgen, Band 1, Radiobiologische Aspekte der Tschernobyler Katastrophe. L.
I. Franzewitsch et al.: Tschernobyl und seine Folgen, Band 2, Tiere im
Strahlenfeld. GRS mbH: Tschernobyl - Zehn Jahre danach. Ulrich Albrecht
u.a.: Der Griff nach dem atomaren Feuer.
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Stx226-227.1996.10-12.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
- 10 Jahre danach
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31 Sofort-
und 25.000 Folgetote. Die von der Internationalen
Atomenergieagentur (IAEA) in Wien organisierte Konferenz "Zehn Jahre
nach Tschernobyl" war am 12. April 1996 ohne greifbare Ergebnisse zu
Ende gegangen. In der Abschlußerklärung der von der deutschen
Bundesumweltministerin Angela Merkel geleiteten Konferenz ist in dreister
Manier entsprechend der früheren sowjetischen Sprachregelung von lediglich
31 Kraftwerksmitarbeitern und Feuerwehrleuten die Rede, die in den ersten
Wochen nach der Atomexplosion in dem ukrainischen Reaktor an der Strahlung
gestorben seien. Insgesamt 237 Menschen seien verletzt worden und bis zum
1. März 1993 seien noch weitere 14 Liquidatoren verstorben, jedoch nicht
unbedingt an Strahlenfolgen, sondern zum Beispiel an Herzinfarkt. Dagegen
wurde auf dem internationalen Kongreß des Otto Hug Strahleninstituts -
Medizinische Hilfsmaßnahmen (MHM) e.V. und der Internationalen Ärzte für
die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vom 19. bis 21. April 1996 in der
Humboldt-Universität in Berlin von bisher 25.000 Folgetoten nach dem Unglück
von Tschernobyl berichtet. Ein Kongreßbericht.
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Stx224-225.1996.1-5.5 (5 Seiten)
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Tschernobyl
- 10 Jahre danach
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Richtspruch
des Tschernobyl-Tribunals der Völker: IAEA und ICRP verurteilt. Das Permanent
Peoples' Tribunal der International Medical Commission on Chernobyl
verurteilte im Anschluß an seine Verhandlung vom 12. bis 15. April 1996 in
Wien in einem Richtspruch die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA),
die nationalen Atomenergie-Kommissionen und die Regierungen, die diese im
Interesse der Atomindustrie finanzieren und unterstützen. Außerdem
verurteilte das Tribunal die Internationale Strahlenschutzkommission
(ICRP), deren Priorität der Schutz und die Stärkung der Atomindustrie anstelle
des Schutzes potentieller Opfer sei.
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Stx224-225.1996.5.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 10 Jahre danach
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Schwierige
Wege zur Realität. Gesundheit und Krankheit
10 Jahre nach Tschernobyl - das Thema scheint einfach. Auch unter Fachleuten,
die sich sonst wenig mögen, gibt es kaum noch Streit darüber, daß sich der
Gesundheitszustand der Bevölkerung in den von Tschernobyl betroffenen
Gebieten der ehemaligen Sowjetunion verschlechtert. Geht man jedoch ins
Detail, hat man mit erheblichen Hindernissen zu kämpfen. Der
Medizinphysiker Dr. Sebastian Pflugbeil, Vorsitzender des Berliner Vereins
Kinder von Tschernobyl, für das Neue Forum ehemal Minister ohne
Geschäftsbereich in der Modrow-Regierung der DDR und danach Mitglied des
Abgeordnetenhauses von Berlin, stellt "offizielle"
Krankheitsdaten aus der Ukraine und Belorusland (Weißrußland) vor. Er
empfiehlt, sich an das Bettchen eines leukämiekranken Kindes zu setzen, um
den Spaß an Spitzfindigkeiten zu verlieren.
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Stx222-223.1996.1-5.5 (5 Seiten)
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Tschernobyl
- 10 Jahre danach
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"Dem
Versuch, Strahlenwirkungen zu belegen, wissenschaftlich begründet
begegnen". In der Nacht vom 25. zum
26. April 1986 begann die wohl größte zivile Katastrophe, die Europa bisher
heimgesucht hat. Im Atomreaktor von Tschernobyl in der Ukraine fand eine
Explosion statt, sein radioaktives Inventar gelangte in die Umwelt. 10
Jahre danach finden sich alle Befürchtungen bestätigt. Die
Strahlenwirkungen reichen noch immer weit in die Zukunft. Eine sichere
Verwahrung des Unglücksreaktors ist nicht gegeben. Die Kraftwerksblöcke von
Tschernobyl sind weiterhin in Betrieb. Ein Rückblick auf 10 Jahre
öffentliche Reaktionen, von Thomas Dersee.
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Stx222-223.1996.6,11-14.5 (5 Seiten)
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Tschernobyl
- 9 Jahre danach
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Zwischen
Semipalatinsk und Tschernobyl. Das Spektrum der Strahlenschäden ist breiter
als vermutet. Die Kernspalter spalten
nicht nur, sie haben eine internationale Lobby, die
"wissenschaftlich" erklärt, was zu diesem Thema Tatsache, was
Gerücht, was Hysterie oder Radiophobie und was überhaupt nicht ist. Anhand
von zwei Katastrophen - Semipalatinsk und Tschernobyl - vermittelt der
Medizinphysiker Dr. Sebastian Pflugbeil, daß es möglich ist, das
Multimonopol der Spalter zu überwinden, zu umgehen, zu überlisten, daß
Aufklärung auf diesem Gebiet tatsächlich etwas zu tun hat mit dem Ausgang
aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit. Pflugbeil war für das Neue
Forum Minister ohne Geschäftsbereich in der Modrow-Regierung der DDR und
ist Vorsitzender des Berliner Vereins Kinder von Tschernobyl.
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Stx200-201.1995.4,9-11.4 (4 Seiten)
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Tschernobyl
- 9 Jahre danach
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Radioaktivität
in Wildtieren: Auch nach 9 Jahren ist kein rasches Verschwinden von
Radiocäsium in Sicht. Seit 1993 nehmen die radioaktiven Belastungen von
Wildtieren und ihrer Futterpflanzen wieder zu. Im Gegensatz zu den
bewirtschafteten Flächen der Landwirtschaft nimmt die biologische
Verfügbarkeit von Cäsium-137 in Wäldern nur sehr langsam ab, so daß bereits
relativ kurze Zeit nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl der Verzehr von
Früchten, Pilzen und Wild aus Wäldern zum dosisbestimmenden Aufnahmepfad
wurde. Wegen der deutlich höheren Belastungen müsse dabei Süddeutschland
und vor allem dem Bayerische Wald besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Das erklärt Dr. H. Hecht von der Bundesanstalt für Fleischforschung in
Kulmbach in seinem Projektbericht "Radiocäsium in Wildtieren" in
dem Anfang 1995 erschienenen Programmreport 1994 des Bundesamtes für Strahlenschutz.
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Stx196-197.1995.1-3.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
- 7 Jahre danach
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Hilfe zur
Selbsthilfe: Schwierigkeiten bei der Tschernobyl-Hilfe. Das
langjährige Schweigen der russischen Behörden trotz angeblicher Glasnost und
die offensichtlich werdenden Auswirkungen der Tschernobyl-Katastrophe
führten in der Ukraine und in Belorußland (Weißrußland) seit 1988 zu einer
zunehmenden Politisierung der Bevölkerung. Der Protest gegen ökologische
Mißstände und unzureichenden Ausgleich der Tschernobyl-Schäden entwickelte
sich zu einer Auseinandersetzung mit dem politischen System, das heißt mit
der kommunistischen Partei. In der Ukraine spielte hierbei die Organisation
"Zelenyj Svit" (Grüne Welt), 1988 von Jurij Šcerbak gegründet und
Mitglied der ukrainischen Nationalbewegung "Ruch" (Bewegung),
eine besondere Rolle. In Belorußland gründeten Gennadij und Irina Gruševoj
das Komitee "Kinder von Tschernobyl", das bis Juni 1991 unter dem
Dach der Belorussischen Volksfront "Adradzenne" (Wiedergeburt)
agierte. Šcerbak und Gruševoj gehören seit den Wahlen im März 1990 dem
Obersten Sowjet ihrer jeweiligen Republik an. Angesichts der Folgen von
Tschernobyl übernahm die deutsche Bürgerbewegung Patenschaften für die
humanitäre Hilfeleistung. Die praktische Konfrontation mit den dortigen
Problemen aber überforderte zunächst und ernüchterte viele der Helfenden
mehr als zunächst vermutet.
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Stx156-157.1993.1-3.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
- 7 Jahre danach
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Eine
Orientierungshilfe. Untersuchungen aus
der FKKS 5/1993, Universität Frankfurt a. M.. Besonders demjenigen, der mit
den Menschen in den durch Tschernobyl verseuchten Gebieten in einen
solidarischen Kontakt treten möchte, bietet Astrid Sahm mit Ihrer Arbeit
die Möglichkeit, eine Vorstellung von den sozialen und politischen Folgen
der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jenseits parteipoltischer
Auseinandersetzungen und Glaubensrichtungen zu Gewinnen. Besprechung.
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Stx156-157.1993.3,4.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 7 Jahre danach
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Doch keine
Schäden durch "Radiophobie"? "Zu
ermitteln, ob im Zusammenhang mit den durch den Reaktorunfall aufgetretenen
regionalen Strahlenexpositionen bzw. damit verbundenen Ängsten in der
Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) vermehrt
Frühgeburten festzustellen waren", war Zielsetzung einer Erhebung
von Infratest Gesundheitsforschung, München, für das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS). Der Abschlußbericht wurde im September 1992 fertiggestellt
und 1993 vom Institut für Strahlenhygiene des BfS veröffentlicht.
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Stx152-153.1993.1,2.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 6 Jahre danach
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Tschernobyl:
Die Wahrheit. Hunderte Bücher und Artikel
sind über Tschernobyl erschienen. Ein Teil dieser Veröffentlichungen stammt
von Autoren, die über keine Fachkenntnisse verfügen und in erster Linie
ihren Gefühlen Ausdruck geben, den einen oder anderen Aspekt der
Katastrophe zu beleuchten versuchen und sich gewöhnlich auf die ersten Tage
oder Wochen konzentrieren. Ein zweiter Teil besteht aus Veröffentlichungen,
die zwar von Fachleuten geschrieben worden sind, jedoch von solchen, die
keine Gelegenheit hatten, die Situation i n Tschernobyl persönlich zu
untersuchen, oder die sich nur kurz am Ort des Geschehens aufgehalten haben
- erst nach 1987 und häufig nur zu dem Zweck, sich mit dem Sarkophag im
Hintergrund fotografieren zu lassen. Diese Bilder präsentieren sie dann in
ihren Büchern als Dokumentation ihrer persönlichen Beteiligung. Die meisten
Informationen über das Geschehen und die meisten ihrer Daten haben sie der
offiziellen sowjetischen Presse entnommen. Leider aber war die sowjetische
Presse selbst in den Zeiten von Perestrojka und Glasnost alles andere als
objektiv, die Wahrheit über die Tragödie von einer strengen Zensur
unterdrückt. Deshalb muß ich "zur Entlarvung einiger gefährlicher
Mythen beitragen", erklärt Wladimir M. Tschernousenko zu Beginn seines
1992 bei Rowohlt in deutscher Sprache erschienenen Buches
"Tschernobyl: Die Wahrheit".
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Stx142-143.1992.8.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)
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Tschernobyl
- 5 Jahre danach
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Bulgarien:
Haftstrafe wegen Tschernobyl. In Bulgarien sind am 12. Dezember 1991 zwei
frühere Regierungsmitglieder zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie
hatten dem Urteil des Obersten Gerichtshofes zufolge die Bevölkerung nach
dem Unglück von Tschernobyl im Jahre 1986 nicht ausreichend gegen
radioaktive Strahlung geschützt.
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Stx124-125.1992.8.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 5 Jahre danach
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Einsichten
aus Tschernobyl. Mythos 1: Der
Tschernobyl-Reaktor RBMK-1000 hatte keine Konstruktionsfehler. Es war
einzig das Bedienungspersonal, daß die Explosion verursachte.
Mythos 2: Die vom zerstörten Reaktor an die Umwelt abgegebenen Radionuklide
machten nur drei Prozent des radioaktiven Gesamtinventars von 192 Tonnen
aus. Mythos 3: Die an den 15 noch in Betrieb befindlichen Reaktoren vom
Tschernobyl-Typ nach der Katastrophe vorgenommenen Änderungen haben die
Gefahr einer zweiten Katastrophe gebannt. - Das sind drei von 21
erdichteten Legenden um die Katastrophe von Tschernobyl, mit denen der
Atomphysiker Wladimir Michailowitsch Tschernosenko in seinem 1991 vom Springer-Verlag
herausgegebenen Buch "Chernobyl - Insight from the Inside"
aufräumt.
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Stx122-123.1992.7.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 5 Jahre danach
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Der Preis
ist zu hoch. Infolge der durch
radioaktive Strahlung nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
ausgelösten Immunschwäche stiegen im Bezirk Vetka in Weißrußland die Zahl
der Tuberkulosefälle von 176 im Jahr 1985 und 170 in 1986 über 243 in 1987
und 239 in 1988 auf 1108 in 1989 und 1718 im Jahr 1990. Dies und weiteres
berichteten russische Referenten im April 1991 während einer Tagung in der
Berliner Charité.
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Stx104-105.1991.1-3.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
- 5 Jahre danach
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Körperliche
Erkrankungen und seelische Störungen in der Umgebung von Tschernobyl. Am 27. Oktober 1990 berichteten auf einer Tagung des
Vereins "Kinder von Tschernobyl" in Berlin Dr. Maria Ankudowitsch
vom Institut für Klinische Strahlenmedizin in Minsk und Professor Valentin
Timofeewitsch Kondrashenko, ebenfalls aus Minsk, über den Gesundheitszustand
der Kinder in der Umgebung von Tschernobyl und Besonderheiten
neuro-psychischer Störungen im Grenzbereich zwischen gesund und krank bei
Personen, die in den Gebieten mit erhöhter radioaktiver Verseuchung leben.
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Stx102-103.1991.1-5.5 (5 Seiten)
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Tschernobyl
- 4 Jahre danach
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"Fürsorge"
bis zum Jahr 2000. Fast 4 Jahre nach der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurde 1990 für die Ukrainische
Sozialistische Sowjetrepublik (USSR) im Entwurf ein "Integriertes Programm
zur Beseitigung der Folgen des Unfalls von Tschernobyl" vorgelegt.
Unter dem Titel "Das Gebiet unserer Fürsorge" veröffentlichte die
ukrainische Regierungszeitung Pravda Ukrainy in ihrer Ausgabe vom 13.
Februar 1990 einen Bericht über diesen 15 Punkte umfassenden Plan. Er wurde
unter Mitwirkung von Behörden, Ministerien und wissenschaftlichen
Institutionen erstellt, darunter der Akademie der Wissenschaften der USSR,
das Zentrum für Strahlenmedizin der UdSSR (Kiew) und die ukrainische
Zweigstelle des Forschungsinstitutes für Landwirtschaftliche Radiologie der
UdSSR. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen in den 10 Jahren von 1990 bis
2000 mit einem Kostenaufwand allein für die Ukraine von 12,5 Milliarden
Rubel durchgeführt werden, wobei auf die Ukraine etwa 15 Prozent der hoch
belasteten Bodenflächen entfallen. Der Bericht der Pravda Ukrainy
vermittelt einen Eindruck davon, wie unabwendbar notwendig eine
grundlegende Umgestaltung des Lebens in den verseuchten Gebieten ist.
Übersetzung und Bearbeitung von Annette Hack.
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Stx76-77.1990.7-9.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
- 3 Jahre danach
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Die Natur
rächt sich. Drei Jahre nach dem
Unfall von Tschernobyl werden die Folgen hoher Strahlendosen in der
Unglückszone dramatisch offenbart. Der sowjetische Physiker Leonid Bolshow,
Erster Vizedirektor des Instituts für nukleare Sicherheit der sowjetischen
Akademie der Wissenschaften, hat 1989 anläßlich eines wissenschaftliches
Seminars über die friedliche Wiederumwandlung nuklearer Waffen in Erice auf
Sizilien 80 zum Teil ungläubig reagierenden Wissenschaftlern einige der
eklatantesten Beispiele vorgetragen.
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Stx66-67.1989.10.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 3 Jahre danach
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Unverändert
hohe Cäsium-Werte in Schweden. "Das
Problem mit hohem Cäsiumgehalt in Rentierfleisch und Binnenseefisch wird
noch jahrelang bestehen", heißt es im Bericht des schwedischen
Strahlenschutzinstituts SSI von 1989. Die Strahlung, die Schwedens
Gesamtbevölkerung nach dem Unglück von Tschernobyl traf, liege drei- bis
viermal höher als jene, die durch oberirdische Atombombenversuche entstand.
In Vaesternorrland liege der Durchschnittswert für Binnenseefisch bei 8.000
Becquerel pro Kilogramm.
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Stx56.1989.3.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 3 Jahre danach
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Radioaktive
Lebensmittel werden immer noch gegessen.
Wild wachsende Pflanzen aus Wald und Heide, Wildfleisch, schwarzer Tee aus
der Türkei und der Sowjetunion, Haselnüsse aus der Türkei,
Hartweizenprodukte aus Südeuropa und Süßwasserraubfische gehören auch drei
Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl weiterhin und auf absehbare Zeit zu
den nicht empfehlenswerten Nahrungsmitteln. Die strahlende Wolke aus
Tschernobyl verteilte sich 1986 in unterschiedlichem Maße über ganz Europa
und darüber hinaus. 30 Jahre dauert es, bis sich die Menge des in die
Umwelt gelangten Cäsium-137 durch radioaktiven Zerfall auch nur halbiert.
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Stx55.1989.1,3.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 3 Jahre danach
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Erstmals
Belastungskarten aus der Sowjetunion. Erstmals
sind im Frühjahr 1989 von der sowjetischen Presse Karten über die
Strahlenbelastung in den durch das Unglück von Tschernobyl am höchsten
verseuchten Gebieten der Sowjetunion veröffentlicht worden. Unter dem Titel
"Tschernobyl: Vergangenheit und Prognose für die Zukunft" brachte
die sowjetische Zeitung Prawda dazu am 20. März 1989 einen ganzseitigen
Artikel des Vorsitzenden des Staatlichen Komitees der UdSSR für
Hydrometeorologie, Juri Israel. Israel geht in seinem Bericht auf die
Tätigkeiten verschiedener sowjetischer Instanzen wortreich ein, macht
jedoch wenig Angaben, die konkrete Schlußfolgerungen erlauben.
Strahlentelex gibt daraus eine Übersicht der genannten Daten, ergänzt durch
Schilderungen aus einer Reportage von Wladimir Kolinko in der Ausgabe der
sowjetischen Zeitung "Moskau News" vom April 1989. Bericht mit 3
Karten nach einer Übersetzung aus dem Russischen von Annette Hack.
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Stx55.1989.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Tschernobyl
- 2 Jahre danach
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Vermutungen
über vermehrte Leukämien und Krebs bei Säuglingen und Kleinkindern in
Berlin. "Wir haben in der letzten Zeit
verhältnismäßig viele neue Patienten", erklärte Prof. Dr.med. Henze,
Leiter der Abteilung für Haematologie der Kinderklinik im Kaiserin Auguste
Victoria Haus (KAVH) der Freien Universität Berlin im April 1988 gegenüber
dem Strahlentelex.
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Stx31.1988.1,6.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl
- 1 Jahr danach
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Wendland: Höchstwerte
April 1987. Im April 1987 gemessene Höchstwerte aus dem Raum Gartow stellte
Dieter Schaarschmidt aus Kapern zusammen, gemessen vom Kernkraftwerk
Krümmel, dem Meeresbiologischen Institut Kiel, dem Veterinäramt und dem
Landesamt für Immissionsschutz Hannover. Für die Arbeitsbelastung beim
Umgang mit Heu, gemessen auf einem Heuboden, werden 200 Mikroröntgen pro
Stunde beziehungsweise 0,2 Millirem oder 2 Mikro-Sievert pro Stunde
angegeben. Dieser Wert liegt über dem in Labors Zulässigen und solches
Material dürfte auch nicht direkt, also nicht ohne Schutzverpackung, im
atomaren Zwischenlager in Gorleben eingelagert werden.
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Stx9.1987.8.1 (1 Seite)
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Tschernobyl
- 1 Jahr danach
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Fehlerhafter
Bericht des Landes Berlin. Nahezu
zeitgleich veröffentlichten im April 1987 die Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen
und Berlin Berichte über die Auswirkungen des Reaktorunglücks von
Tschernobyl in 1986. Einheitlich bleiben in allen Bundesländern bei den
offiziellen Verlautbarungen über die Bewertung der gesundheitlichen
Gefahren die Rechenvorschriften der geltenden Strahlenschutzverordnung
unberücksichtigt. Anstelle der geltenden Verordnung wird wie
selbstverständlich eine Art Diskussionsvorlage des Instituts für
Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes zur Novellierung dieser
Verordnung zugrunde gelegt, die eine geringere biologische Wirksamkeit
behauptet. Wie darüber hinaus in sich widersprüchlich und fehlerhaft
zuständige Behörden Risikoabschätzungen vornehmen, wird am Beispiel des vom
Berliner Senators für Stadtentwicklung und
Umweltschutz Prof. Dr. Jürgen Starnick in Zusammenarbeit mit dem Senator
für Gesundheit und Soziales Ulf Fink herausgegebenen Berichts besonders
deutlich.
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Stx7.1987.1,2.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl-Hilfe
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Tschernobyl-Hilfe
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Belarus/Weißrußland:
Keine Ausreise mehr für Tschernobyl-Kinder. Der weißrussische
Präsident Lukaschenka will die Reisefreiheit für Minderjährige abschaffen.
Nur in Ausnahmefällen solle Kindern künftig eine Auslandsreise erlaubt
sein. So zitierte die Zeitung "Moscow Times" Lukaschenka am 19.
November 2004 einer Meldung des Evangelischen Pressedienstes zufolge. Bei
Aufenthalten im Westen würden weißrussische Kinder mit den schädlichen
Werten der westlichen Konsumgesellschaft konfrontiert. Bislang hatten viele
von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl betroffene Kinder Erholungsferien
in Westeuropa verbracht.
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Stx430-431.2004.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Tschernobyl-Hilfe
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Schilddrüsenkrebs:
Sorgen um Tschernobyl-Kinder als Versuchskaninchen der USA. Im Jahre 1994 wandte sich das amerikanische
Energieministerium an das Gesundheitsministerium von Weißrußland (Belarus),
um ein auf mindestens 30 Jahre geplantes gemeinsames Forschungsprojekt
durchzuführen, das BelAm-Projekt. Zweck ist die langfristige Untersuchung,
wie viele Krebsfälle und andere Pathologien der Schilddrüse in
belarussischen Bevölkerungsgruppen auftreten werden, die einer
unterschiedlich hohen Dosisbelastung durch radioaktives Jod aus Tschernobyl
ausgesetzt waren. Ausgewählt wurden etwa 13000 Personen, die über drei
Jahrzehnte regelmäßig untersucht werden sollen. Natürlich gefällt
Weißrußland eine internationale Kooperation zu den Tschernobyl-Folgen und
die Förderung der medizinischen Wissenschaft im Lande. Das
Energieministerium der USA finanziert das gemeinsame Projekt mit 10
Millionen US-Dollar.
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Stx390-391.2003.2-4.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Tschernobyl-Hilfe
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Betrügerisches
Vorgehen des Minsker Vereins "Den Kindern von Tschernobyl"
gerichtlich bestätigt.
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Stx286-287.1998.16.1 (1 Seite)
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Tschernobyl-Hilfe
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Urteil
gegen unlauteren Kampf um Spendengelder. Seit
mehreren Jahren gibt es gravierende Vorwürfe und Vorbehalte gegen die
Arbeitsweise des großen Minsker Vereins "Den Kindern von
Tschernobyl" und seinen prominenten Vertretern Irina Grushewaja und
Gennadij Grushewoij.
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Stx246-247.1997.11,12.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl-Hilfe
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Bundesamt
für Strahlenschutz: Messungen im Ganzkörperzähler an Kindern aus der
Sowjetunion. An 138 Personen aus der Sowjetunion, überwiegend Kinder,
die über den Verein "Kinder von Tschernobyl" zu einem Ferienaufenthalt
nach Deutschland gekommen waren, hat die Außenstelle Berlin des Bundesamtes
für Strahlenschutz in den Jahren 1990 und 1991 Messungen im
Ganzkörperzähler durchgeführt. Bericht mit Meßergebnissen.
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Stx122-123.1992.8.1 (1 Seite)
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Tschernobyl-Hilfe
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Kinder von
Tschernobyl: Unverstrahlte Kindernahrung. Hilfe zur Selbsthilfe
angesichts der ökologischen Bedrohung der Erde ist der Grundgedanke für die
Errichtung einer Produktionsstätte für unverstrahlte Kindernahrung in
Belorussland. Seit 1990 arbeitet daran der Berliner Verein Mütter und Väter
gegen atomare Bedrohung e.V..
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Stx120-121.1992.12.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Tschernobyl-Hilfe
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Sowjetunion:
Tschernobyl-Kostenrechnung. Die Unfallauswirkungen durch das Unglück
im Atomkraftwerksblock Tschernobyl-4 im Jahre 1986 haben nach Angaben des
Politbüros der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion rund 8 Milliarden
Rubel (rund 22 Milliarden DM) Kosten verursacht.
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Stx31.1988.6.1 (1 Seite)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Tschernobyl-Sarkophag
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Das Milliardengrab. Thesen zu einem zweiten Sarkophag für
den havarierten Atomreaktor von Tschernobyl. Von Sebastian Pflugbeil, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V..
Auf einer Geberkonferenz vom 19. bis 22. April 2011 in Kiew haben
internationale Spender, allen voran die Europäische Union und die
Vereinigten Staaten von Amerika, ihre Finanzierungszusagen zur vorläufigen
Sicherung des 1986 explodierten Atomreaktors in Tschernobyl um 550
Millionen auf insgesamt 1,56 Milliarden Euro erhöht. Allerdings soll das
Gesamtprojekt eines zweiten Sarkophags nach bisherigen Schätzungen 1,75
Milliarden Euro kosten. Damit fehlen nun noch 190 Millionen Euro, die bis
zum geplanten Abschluß der Sicherungsarbeiten im Jahre 2015 aufgebracht
werden sollen. Sogar Rußland, der größte Nachfolgestaat der Sowjetunion,
die das Unglückskraftwerk einst gebaut hatte, ist jetzt erstmals mit einer
Zusage in Höhe von 45 Millionen Euro dabei. Der ukrainische Präsident
Janukowitsch, der bisher stets den Atomstrom als besonders kostengünstig pries, beklagte, sein Land
sei zu lange mit der Katastrophe von Tschernobyl allein gelassen worden.
Ein Land allein sei mit einem solchen Unglück überfordert.
Die
neue Abdeckung über dem ersten nach der Reaktorkatastrophe errichteten
Sarkophag soll für weitere einhundert Jahre Schutz vor dem strahlenden
Material bieten, das sich noch im Inneren der Anlage befindet. Allerdings
gibt es begründete Zweifel, ob sich überhaupt noch bedeutende Mengen des
radioaktiven Reaktorinventars in der Anlage befinden. Zweifel an der
Sinnhaftigkeit des Projekts eines zweiten Sarkophags werden von der Politik
trotzdem ignoriert.
Die in
diesem Beitrag dokumentierten Informationen wurden bereits am 11. November
2002 im Bundesumweltministerium in Bonn vorgetragen. Es wurde dort als
unmöglich eingeschätzt, die für den zweiten Sarkophag bereits zugesagten
Gelder umzuleiten in medizinische und soziale Projekte. Man könne aber
schon überlegen, ob man dafür einen anderen „Topf“ mit einer vergleichbaren
Summe schaffe. Das ist jedoch bis heute nicht geschehen. Inzwischen wurden
im Innern des Sarkophags Stabilisierungsmaßnahmen durchgeführt, die den
Einsturz des jetzigen Sarkophags nun unwahrscheinlich erscheinen lassen.
Außerdem wurde der Untergrund für den Bau des zweiten Sarkophags
vorbereitet. Trotz einigen Aufwandes ist dieser Untergrund nach wie vor
hochkontaminiert. Die Verseuchung des Grundwassers ist weiterhin ein schwer
kalkulierbares und ungelöstes Problem. Der Bau des zweiten Sarkophags ist
heute acht Jahre hinter dem Zeitplan zurück. Die Kosten und die Forderungen
an die westlichen Sponsoren steigen und steigen.
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Stx584-585.2011.12-16.5 (5 Seiten)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Atomwirtschaft:
Fortschritte in Tschernobyl. Strahlentelex hat über den Plan
berichtet, einen zweiten Sarkophag über dem zerstörten Tschernobylreaktor
zu bauen. Langsam kommt Bewegung in dieses gigantische Projekt. Praktische
Bauarbeiten gibt es noch nicht, sie sollen erst in drei bis vier Jahren
beginnen. Berichten der deutschen Gesellschaft für Anlagen- und
Reaktorsicherheit (GRS) mbH zufolge wurde jedoch bereits überlegt, daß das
geplante Bauwerk ein solides Fundament braucht.
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Stx422-423.2004.6,7.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl-Sarkophag
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ÖKOMEDIA 2002:
Filmpreise für Tschernobyl. 47 Natur-
und Umweltfilme aus 11 Ländern wetteiferten um die acht Auszeichnungen der
ÖKOMEDIA 2002, dem 19. Internationalen Umwelt Film Festival, das am 26.
Oktober 2002 in Freiburg zu Ende ging. Bemerkenswert ist, daß zwei
Auszeichnungen an Filme zum Thema Tschernobyl gingen. Die
Ökomedia-Auszeichnung der "Goldene Luchs für die beste künstlerische
Leistung" wurde dem japanischen Dokumentarfilm "Alexej to
izumi" ("Alexej und der Brunnen") von Motohashi Seiichi
verliehen. Der als Wanderpreis vom Westdeutschen Rundfunk gestiftete
"Europäische Fernsehpreis" geht an den dänischen Film
"Spillet om Tjernobyl" ("Tschernobyl – Der
Millionensarg") von Jorgen Pedersen, Bente Milton und Sabine Kemper.
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Stx380-381.2002.7.1 (1 Seite)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Der zweite
Sarkophag — Die Geldmaschine. In zwei
Dokumentationen, die im Januar und Anfang Februar 2002 von den
Fernsehkanälen ARTE und vom ZDF gesendet wurden ("Tschernobyl – Der
Millionensarg"), stellten die Redakteure Sabine Kemper, Bente Milton
und Jörgen Pedersen den Sinn eines zweiten Sarkophags über dem zerstörten
Tschernobylreaktor infrage. Da die rot-grüne Bundesregierung am
Zustandekommen dieses Projektes und an der Beschaffung der erforderlichen
Finanzen in Höhe von rund 768 Millionen Dollar maßgeblich beteiligt war,
haben die Filme Irritationen im Umweltministerium, unter
Bundestagsabgeordneten und bei der Gesellschaft für Reaktorsicherheit
ausgelöst. Weil in diesen Kreisen Stellungnahmen zu den Filmen erarbeitet
und verteilt wurden, die weniger darauf abzielen, Argumente zu diskutieren
als die Interviewpartner in den Filmen zu disqualifizieren, erscheint es
sinnvoll, die vier Hauptthesen des Films zu skizzieren. Ein Bericht von Dr.
Sebastian Pflugbeil.
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Stx362-363.2002.2,3.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Tschernobyl-Sarkophag
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Tschernobyl
ist auf Sand gebaut. Meßgeräte im
Sarkophag um die Reaktorruine von Tschernobyl hatten im Jahre 1990 einen
erhöhten Neutronenfluß registriert. Dies wurde auf eine Kettenreaktion
zurückgeführt, die durch eindringendes Regenwasser ausgelöst sein könnte.
Für September 1996 war erneut ein erhöhter Neutronenfluß gemeldet worden
und die Medien berichteten schließlich häufiger über solche Meßergebnisse
und den besorgniserregenden Zustand des Sarkophags. Diese Problematik wurde
auch auf der Tschernobyl-Tagung der Internationalen Atomenergie-Agentur
(IAEA) in Wien im April 1996 erörtert. Die Ausgabe 3/1996 des
IAEA-Bulletins widmete sich den Ergebnissen dieser Tagung, unter anderem
auch der Sarkophag-Problematik. Ein Bericht und Bewertung von Roland Wolff.
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Stx244-245.1997.13-16.4 (4 Seiten)
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Tschernobyl-Sarkophag
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"Atom-Alarm
– Tschernobyl kocht wieder". So
titelte am 18. September 1996 eine bundesweit gelesene Boulevardzeitung und
verursachte große Aufregung: Im 1986 zerstörten Reaktorblock 4 des ukrainischen
Atomkraftwerks hatten am 12. und 16. September 1996 Sensoren eine erhöte
Neutronenaktivität gemessen.
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Stx234-235.1996.12.1 (1 Seite)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Kettenreaktion
im Sarkophag. Nach der Explosion und dem
Graphitbrand im Block 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl 1986 wurde zum
Einschluß der Reaktorruine mit den verbliebenen radioaktiven Stoffen in
aller Eile von Mai bis Oktober 1986 der "Sarkophag" errichtet.
Eine Beton-Stahl-Konstruktion, für deren gründliche Planung keine Zeit war.
Dieser Sarkophag ist nicht, wie der Name suggeriert, für die Ewigkeit,
sondern für einen Betrieb von 30 Jahren geplant. Aber bereits nach zehn
Jahren mehren sich Zweifel an seiner Standsicherheit. Er ist spröde und
brüchig. Nach dem Unfall wurden vom Hubschrauber Sandsäcke, Lehm, Blei,
Borcarbid und Dolomit abgeworfen. Regewasser dringt ein, außerdem ist im
Inneren Löschwasser vorhanden. Der verbliebene Kernbrennstoff vermischte
sich mit den abgeworfenen Stoffen und den Reaktorfragmenten zu einer Art
Lava und drang in tiefer gelegene Räume ein. Experten beschäftigt die
Frage, ob es durch Wasser als Moderator zu einer atomaren Kettenreaktion im
Sarkophag kommen kann. Auf einer Tagung zur Sicherheit des Sarkophags 1994
in Zeleny Mys in der Ukraine, wurde von einem Anstieg des Neutronenflusses
eines Detektors berichtet, der auf ein solches kritisches Ereignis im Jahre
1990 zurückgeführt werden kann. Ein Bericht von Roland Wolff.
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Stx226-227.1996.4,10.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Ukraine: Katastrophentourismus
nach Tschernobyl. Zur Beschaffung von Devisen bietet die ukrainische
Regierung Touristen eine Reise in die Todeszone von Tschernobyl an.
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Stx176-177.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Symposium
für einen neuen Sarkophag. Nachdem
die ukrainische Regierung 1992 einen internationalen Wettbewerb um die
beste Möglichkeit zur Versiegelung des undichten Katastrophenreaktors von
Tschernobyl ausgeschrieben hatte, sponserte die Internationale
Kernenergie-Agentur (NEA) der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit (OECD) im April 1993 in Kiew ein internationales Symposium,
das sich mit diesem Thema befaßte.
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Stx152-153.1993.7,8.2 (2 Seiten)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Preiswettbewerb:
Wer versiegelt den Tschernobyl-Reaktor am besten? Einen
internationalen Wettbewerb um die beste Möglichkeit zur Versiegelung des
weiterhin undichten Katastrophenreaktors von Tschernobyl hat die
Ukrainische Regierung 1992 ausgeschrieben.
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Stx136-137.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Tschernobyl-Sarkophag
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Der
Sarkophag ist brüchig. Vom Unglücksreaktor
in Tschernobyl geht weiterhin akute Gefahr aus. An der Betonummantelung sind
bereits 1.000 Quadratmeter Flächen undicht. Die im eingeschlossenen
Reaktorkern weiter entstehende Strahlung und Hitze zerstört das
Baumaterial. Das berichtete 1990 Wladimir Schowkoschytnyi, bis 1987
leitender Ingenieur in Tschernobyl. Auch ein zweiter Sarkophag werde
dasselbe Schicksal haben, meinte er.
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Stx86-87.1990.4.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Umweltbelastungen
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Auch Tschernobyl ist noch nicht gegessen. Der diesjährige Spitzenwert der Pilzmessungen des
Umweltinstituts München liegt bei 2.500 Becquerel
Cäsium-137 pro Kilogramm. Diese Belastung wiesen Maronenröhrlinge aus dem
Gebiet um Mark Oberdorf im Allgäu auf, gefunden im Oktober 2011. Werte im
4-stelligen Bereich sind leider noch keine Seltenheit, vor allem bei
Maronenröhrlingen und Semmelstoppelpilzen. Diese Sorten können Cäsium
besonders gut aufnehmen.
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Stx596-597.2011.11.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Weißrussland
will den durch Tschernobyl verseuchten Boden landwirtschaftlich nutzen. Weißrussland will die Flächen
landwirtschaftlich nutzen, die durch den radioaktiven Fallout nach der Havarie
des Tschernobyler Atomkraftwerkes im Jahre 1986 verseucht wurden. Das geht
aus einem Programm zur Liquidierung der Folgen der Tschernobyler Havarie
bis zum Jahr 2020 hervor, das die weißrussische Regierung am 22. Juli 2010
auf ihrer Webseite veröffentlichte.
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Stx568-569.2010.6.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Verbraucherinformation:
„Keine radioaktiv belasteten Holzpellets
aus dem Baltikum auf dem deutschen Markt“. Besonders gefährlich sind Asche
und Rauch. Nach einer eilends gestarteten Umfrage des Deutschen
Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) in der Branche sind in Deutschland keine
radioaktiv belasteten Pellets aus dem Baltikum auf dem Markt. Das teilten
der DEPV am 15. Juni 2009 und die Stiftung Warentest einen Tag später mit.
„Mir ist nicht bekannt, daß Pellets aus Litauen am deutschen Markt verkauft
werden“, sagte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele in Berlin. „Das würde
auch keinen Sinn machen, denn anders als Italien kann der heimische Markt
komplett mit Pellets aus Deutschland versorgt werden.“ Importe kämen in
geringem Umfang aus direkten Nachbarstaaten wie Österreich oder Tschechien.
In Italien hatten Staatsanwälte am Wochenende zuvor nach der Entdeckung von
erheblich belasteten Pellets aus Litauen über 10.000 Tonnen des Brennstoffs
aus dem Verkehr ziehen lassen. Das besondere Risiko von Asche und Staub
bestätigen Befunde des Umweltinstituts in München. Während die
Wissenschaftler dort in einer Probe Holzpellets aus Deutschland 2005 eine
vergleichsweise geringe Belastung von 6 Bq/kg fanden, enthielt die Asche
dieser Pellets bereits 440 Bq/kg.
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Stx540-541.2009.6-7.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Strahlenfolgen:
Pflanzen reagieren auf
Radioaktivität. Pflanzen reagieren auf vermehrte Radioaktivität in
ihrer Umgebung. Sojapflanzen, die im Umkreis des Atomkraftwerks Tschernobyl
wachsen, produzieren Eiweiße in anderen Mengen und in anderer
Zusammensetzung, sind zudem kleiner und nehmen langsamer Wasser auf als
radioaktiv unbelastete Pflanzen. Obwohl der Boden in der Nähe von
Tschernobyl 167 mal mehr mit Radiocäsium belastet sei, nähmen die Samen der
dort angepflanzten Sojabohnen dadurch weniger Radioaktivität auf als die in
100 Kilometer Entfernung angebauten. (M. Danchenko et al. 2009)
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Stx540-541.2009.6.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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23 Jahre
nach Tschernobyl: Weniger und
mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal
jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten
Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und
mißgebildete Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken
deutlich vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A.
Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Artenvielfalt und Populationsdichte von Vögeln nehmen mit
höherer Strahlung ab. Im Sommer 2007 haben
A. P. Møller (Curie-Universität Paris) und T. A. Mousseau (University of
South Carolina) eine Arbeit über Waldvögel in der Umgebung des
Atomkraftwerks Tschernobyl vorgelegt, die die weitverbreitete Meinung
angreift, daß die Sperrzone um Tschernobyl ein blühendes
Naturschutzreservat sei, in dem man seit Jahren zunehmend den herrlichsten
Wildarten begegnen könne. Tatsächlich kann einem dort ein großer Elch oder
ein Bär über den Weg laufen. Untersucht man aber die Situation genauer,
ergibt sich ein ganz anderes Bild. Es gibt bisher kein standardisiertes
Vorgehen, wie man die Auswirkungen von Radioaktivität auf gewöhnliche Tiere
untersuchen sollte, deshalb blieb bisher die Frage nach den ökologischen
Folgen der Radioaktivität unbeantwortet. Die Autoren haben sich nun der
Artenvielfalt und Populationsdichte von Waldvögeln gewidmet.
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Stx498-499.2007.5.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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20 Jahre
nach Tschernobyl: In Norwegens
Schafen steckt besonders viel Radioaktivität. In norwegischen Schafen
befindet sich auch 20 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl noch
besonders viel künstliche Radioaktivität. Das berichtet der britische „New
Scientist“ (Nr. 2575, S. 7) unter Berufung auf die norwegische
Strahlenschutzbehörde. In diesem Jahr (2006) habe sich die radioaktive
Belastung mit Cäsium-137 auf bis zu 7.000 Becquerel pro Kilogramm
Schaffleisch im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt.
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Stx476-477.2006.6.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Internationaler
Kongreß „20 Jahre nach Tschernobyl“ vom 3. bis 5. April 2006 in der
Berliner Charité: „Der deutlich
größte Teil des Reaktorinventars wurde infolge einer Kernexplosion
ausgestoßen. Einen größeren Unfall kann es nicht geben.“ 20 Jahre
Mythenbildungen vernebeln die Sicht auf die Wirklichkeit und müssen beendet
werden. Führende Wissenschaftler und Ärzte aus den betroffenen Ländern
Ukraine, Weißrußland und Rußland sind zu ganz anderen Ergebnissen über die
Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 gekommen, als
die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) und die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) im September 2005 auf ihrer Tagung in
Wien und in dem Report des sogenannten Tschernobylforums. Auf dem Kongreß
der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz, den diese gemeinsam mit dem
European Committee on Radiation Risk (ECRR) vom 3. bis 5. April 2006 in der
Charité in Berlin veranstaltete, wurde das besonders deutlich.
Den vollständigen Abstractband des Internationalen
Kongresses „20 Jahre nach
Tschernobyl - Erfahrungen und Lehren für die Zukunft“ der Gesellschaft
für Strahlenschutz e.V. und des European Committee on Radiation Risk
(ECRR), den diese vom 3. bis 5. April 2006 in der Charité in Berlin
veranstalteten, finden Sie hier als pdf-Datei. Die Datei ist 1,4 MB groß.
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Stx462-463.2006.1-2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Umweltbelastungen
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Radioaktive
Belastungen im Bayerischen Wald.
Untersuchung des Bundesamt für Strahlenschutz –
Keine Entwarnung für den Verzehr von Wildbret. 19 Jahre nach Tschernobyl
ist Wildbret noch immer radioaktiv belastet. Das belegt eine vom Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene Studie, bei der die
radioaktive Belastung von Wildbret, Pflanzen und Böden des Bayerischen
Waldes gemessen wurden. Bei Wildschweinen steigt die radioaktive Belastung
seit 1996 sogar wieder an.
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Stx448-449.2005.3,4.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Umweltbelastungen
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Tschernobyl-Fallout:
Belastungskarte von Frankreich vorgestellt. Die
französische Umweltorganisation CRIIRAD (Commission de Recherche et
d'Information Indépendante sur la Radioactivité) stellte am 26. Februar 2002 an der Universität Stendhal in Valence einen
Atlas über die radioaktive Belastung französischen Bodens durch den
Tschernobyl-Fallout und Belege über die Falschaussagen der Behörden von
1986 bis heute vor. Die Böden waren im Auftrage von CRIIRAD auf Cäsium-137
hin analysiert worden. Der Atlas stellt demnach klar, daß die radioaktive
Belastung durch Tschernobyl von den französischen Behörden heruntergespielt
worden war. Die französische Regierung hatte sogar behauptet, daß die
radioaktiven Tschernobylwolken die französische Grenze nicht erreicht
hätten. Dem Atlas zufolge ist jedoch ganz Ostfrankreich vom Elsass bis
Korsika kontaminiert worden. Höhere Belastungen finden sich im Jura, in den
Hochalpen und den Alpen der Haute-Provence. http://www.criirad.com
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Stx364-365.2002.8.1 (Kurzmitteilung 1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Umweltbelastungen
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Weißrußland:
Berichte aus Minsk über erhöhte Strahlungswerte im Mai 2000 nicht bestätigt. Vom 17. bis 26. Mai 2000 hielt sich der Strahlenmediziner
Dr.med. Dr.h.c. Edmund Lengfelder, Professor am Strahlenbiologischen
Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München, beruflich in Belarus
(Weißrußland) auf, als ihn am 18. Mai 2000 während seines Aufenthaltes in
Minsk die Deutsche Botschaft über Meldungen von einer angeblich erhöhten
Strahlungsaktivität in Minsk in Kenntnis setzte. Diese Meldung war auch in
Deutschland mit dem Hinweis auf Waldbrände um Tschernobyl verbreitet
worden. Von ihm selbst daraufhin in den folgenden Tagen durchgeführte
Messungen der Ortsdosisleistung hätten jedoch lediglich Werte ergeben, die
dem entsprechen, was auch in Deutschland üblich ist, berichtete Lengfelder
nach seiner Rückkehr nach Deutschland.
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Stx324-325.2000.7.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Das
radioaktive Cäsium verharrt länger in der Umwelt und der Nahrung als
erhofft. Die Atomkatastrophe von Tschernobyl
hat im Jahr 2000 immer noch unerwartet hohe Dosen von Radioaktivität zur
Folge, die weitere fünfzig Jahre lang anhalten werden, warnen englische und
holländische Wissenschaftler. Sie zeigten, daß das radioaktive Cäsium-137
aus dem Fallout des Unfalls von 1986 viel länger in der Umwelt verharren
kann, als zuvor in wissenschaftlichen Kreisen angenommen. Dr. Jim Smith und
Kollegen vom Zentrum für Ökologie und Hydrologie in Dorchester
(Südwest-England) haben im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes
die radioaktive Belastung von Pflanzen und von Fischen in den Seen von
Cumbria (Nordengland) und Norwegen untersucht und gefunden, daß die
Belastung mit radioaktivem Cäsium immer noch unerwartet hoch ist. Smith und
Kollegen zufolge müssen Einschränkungen beim Verbrauch von Lebensmitteln in
Großbritannien und in der früheren Sowjetunion möglicherweise bis zum Jahr
2010 oder 2015 aufrecht erhalten werden.
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Stx322-323.2000.6,7.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Skandinavien:
Fische strahlen weiter. Der Fallout von Tschernobyl wirkt in
skandinavischen Seen länger als gedacht. Das berichteten norwegische
Wissenschaftler vom Institut für Naturforschung in Oslo in
"Nature".
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Stx304-305.1999.4,5.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Alpengipfel
bleiben radioaktiv verseucht.
Schwerpunkte sind die Hohen Tauern in Österreich, Mercantour in den
französischen Alpen sowie in Italien die Region Cortina d'Ampezzo, teilte
eine Forschergruppe Anfang Mai 1998 in Paris mit.
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Stx276-277.1998.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Geochemische
Aspekte der Katastrophe in Tschernobyl.
Kurzbesprechung. ISBN 3-9803645-4-2.
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Stx252-253.1997.12.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Pünktlich zum
11. Jahrestag erhöhte Radioaktivität in den Südalpen gemessen. Die nahe Grenoble gemessene Belastung soll 52.000
Becquerel radioaktives Cäsium je Kilogramm Erdboden betragen.
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Stx248-249.1997.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Weißrußland
ist völlig überfordert. Mit der Bewältigung
der Folgen der radioaktiven Belastung seit dem Reaktorunfall von
Tschernobyl sowie der fortdauernden Umweltgefährdung durch den zerstörten
Reaktor und die weiterhin Strom produzierenden Reaktorblöcke in Tschernobyl
ist Weißrußland offensichtlich völlig überfordert. Zu dieser Einschätzung
gelangt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einem am
25. August 1994 in Berlin veröffentlichten Bericht. Westliche Hilfen seien
insbesondere bei der medizinischen Betreuung der Bevölkerung, der
Entseuchung verstrahlter Flächen, bei der Ausstattung mit zuverlässigen
Strahlenmeßgeräten sowie bei der Kontrolle der Strahlenbelastung von
Nahrungsmitteln erforderlich.
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Stx186-187.1994.7.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Norwegen:
Tschernobyl kostet immer noch. Norwegen muß acht Jahre nach der
Atomkatastrophe von Tschernobyl jährlich immer noch umgerechnet etwa 4,5
Millionen Mark aufwenden, um die durch die radioaktive Verseuchung entstandenen
Schäden aufzufangen.
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Stx186-187.1994.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Tschernobyl:
Vier- bis fünfmal mehr Radioaktivität freigesetzt als bisher zugegeben.
Nach einer Anfang 1994 veröffentlichten Analyse des amerikanischen
Wissenschaftlers Alexander Sich vom Massachusetts Institute of Technologie
(MIT) ist bei dem Reaktorunfall von Tschernobyl vier bis fünfmal mehr
Radioaktivität freigesetzt wordfen, als bisher zugegeben wurde (Science,
Bd. 263, p. 750, 11.2.1994).
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Stx176-177.1994.3.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Schweden:
188.000 Rentiere vernichtet. Die durchschnittliche radioaktive
Cäsiumbelastung von schwedischen Rentieren ist bis Ende 1993 um rund 65 Prozent
ihres Ausgangswertes von 1986/87 gesunken. Trotzdem mußten bei der
Schlachtung 1993 noch 200 Tonnen Rentierfleisch wegen zu hoher Belastungen
vernichtet werden. Dagegen stieg der Cäsiumgehalt in Elchen eher noch an.
Auch Rehe, Fische, Beeren und Pilze sind in den am schlimmsten betroffenen
Gebieten Mittelschwedens anhaltend hoch belastet. Das berichtet Gösta
Karlsson in der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter vom 8. Januar 1994.
Bericht nach einer Übersetzung von Ingeborg Kleinhans.
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Stx170-171.1994.4.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Hamburg: Müll
nach Tschernobyl. Der Hamburger Reeder und Schiffsmakler Arnold H. W.
Ritscher bietet an, sämtlichen Hausmüll, hausmüllartigen Gewerbeabfall und
festen Sondermüll Hamburgs zu entsorgen: "Ich schaffe den Müll in die
Ukraine nach Tschernobyl".
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Stx150-151.1993.8.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Elsaß: Tschernobyl-Belastungen
für Frankreich unterschätzt. Das Elsaß und wahrscheinlich ebenso weite
Teile Ostfrankreichs, haben ähnlich hohe radioaktive Bodenbelastungen wie
sie im Mittel in Süddeutschland vorhanden sind. Damit wurde die radioaktive
Belastung durch die Tschernobyl-Katastrophe im April 1986 von der
französischen Strahlenschutzbehörde SCPRI stark unterschätzt. Das ist Ergebnis
einer für Frankreich bis dahin einzigartigen Studie, die von dem
unabhängigen Forschungs- und Informationszentrum CRII-Rad in Valence im
Auftrag des elsässischen Regionalrats durchgeführt und 1992 veröffentlicht
worden ist.
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Stx144-145.1993.3.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Schweden: Rentierfleisch
bleibt ungenießbar. Frisch geschlachtete Rentiere in Schweden hatten
1992 immer noch Cäsiumbelastungen bis 12.500 Becquerel pro Kilogramm
Fleisch.
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Stx138-139.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Weißrußland:
Erhöhte Radioaktivität bei Waldbränden. Die 1992 in Weißrußland
tobenden Waldbrände haben dort zu einer drastischen Erhöhung der
freigesetzten Radioaktivität geführt.
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Stx136-137.1992.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Berlin: Über
650 verschiedene Radionuklide aus Tschernobyl wurden nach Angaben des
Kernphysikers und wissenschaftlichen Leiters des Katastropheneinsatzes vor
Ort, Wladimir Tschernosenko, Ende April 1986 freigesetzt.
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Stx136-137.1992.8.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Sowjetunion-Nachfolge:
Plutonium-Verseuchung durch Tschernobyl-Unfall. Plutonium aus dem
Tschernobyl-Unfall liegt meist in Form heißer Teilchen (hot particles) vor,
die außer Plutonium auch Cäsium, Ruthenium und Cer enthalten. In großen
Mengen kämen diese Partikel speziell im Umkreis von 45 Kilometern um
Tschernobyl vor. Das erklärte 1991 der Chemiker Dr. Jevgeni Petrajev,
Professor an der Staatlichen Universität Belorusslands.
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Stx120-121.1992.12.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Gewässerbelastungen:
Der Starnberger See ist am radioaktivsten. Mit zwischen 20 und 200
Becquerel pro Kilogramm Trockenmasse ist die Belastung der Schwebstoffe und
Sedimente in den bundesrepublikanischen Gewässern gegenüber den Werten vor
Tschernobyl auch nach viereinhalb Jahren deutlich erhöht. Insbesondere in
bayerischen Gewässern wurden höhere Werte gemessen.
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Stx98-99.1991.12.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Sowjetunion:
Höherer Strontium- als Cäsiumgehalt im Kiewer Trinkwasser. Im Winter
1989 wurde der Cäsiumgehalt im Trinkwasser-Reservoir des Dnepr-Stausees bei
Kiew durch den des Knochensuchers Strontium übertroffen. Auf 100 Becquerel Cäsium
aus dem Tschernobyl-Fallout kam in Deutschland 1 Becquerel Strontium-90. In
der Ukraine waren es 1 Becquerel Strontium auf 4 Becquerel Cäsium.
Belastete Nahrungsmittel werden in unbelasteten Gebieten verkauft. Mit
solchen und weiteren Erkenntnissen kehrte eine fünfköpfige deutsche
Delegation aus Physikern, einem Arzt und einem Biologen aus der Sowjetunion
zurück, die in Kiew auf Einladung des örtlichen Jugendverbandes vom 18. bis
22. Juli 1990 an einem Seminar teilnahmen. Die deutsche Delegation besuchte
das Kiewer Institut für Kernphysik, das Institut für Hygiene von Wasser,
Boden, Luft und Lebensmitteln des Ukrainischen Gesundheitsministeriums, das
Radiologische All-Unionszentrum und ein Gebiet am Rande der 30
Kilometer-Sperrzone um Tschernobyl. Die Physikerin Dr. Ute Boikat von der
Hamburger Gesundheitsbehörde, Mitglied der Delegation, berichtet.
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Stx86-87.1990.3,4.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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In der
Sowjetunion gelten überhöhte Strahlengrenzwerte. Veraltete Grenzwerte für beruflich Strahlenbelastete, wie
sie in der Bundesrepublik Deutschland für sogenannte Kontrollbereiche in
kerntechnischen Anlagen gelten und inzwischen als verringerungsbedürftig
eingeschätzt werden, gelten in der Sowjetunion für die
Allgemeinbevölkerung. Das ergibt sich aus einem Vortrag von Dr. V. Chumak
vom Institut für Strahlenforschung in Kiew über "ökologische und
biologische Konsequenzen des Tschernobyl-Unfalls", den er am 13. Juni
1990 auf einem Seminar des Österreichischen Verbandes für Strahlenschutz an
der Universität Wien hielt. Ein Bericht der Physikerin Dr. Ute Boikat vom
Amt für Gesundheits- und Veterinärwesen in Hamburg.
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Stx82-83.1990.1,4,5.3 + Stx84-85.1990.2.1 (4 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Amtsberichte:
Hohe Strahlendosis in Süddeutschland. Die durch den Reaktorunfall in
Tschernobyl ab Ende April 1986 verursachte Strahlung aus dem Fallout von
Cäsium-134 und Cäsium-137 habe im Jahre 1988 in der Bundesrepublik zu einer
effektiven Dosis von durchschnittlich 0,025 Millisievert (2,5 Millirem) geführt.
Im Münchener Raum habe sie jedoch etwa um das Vierfache, im Berchtesgadener
Raum um das Zehnfache über diesem Mittelwert gelegen. Dies geht aus dem
Bericht der Bundesregierung über Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung
für das Jahr 1988 hervor.
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Stx80-81.1990.10.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Karten der
radioaktiven Bodenbelastung in der DDR erstellt: DDR ähnlich hoch wie
die Bundesrepublik belastet. In Zusammenarbeit mit dem Neuen Forum in der
DDR hat die Radioaktivitätsmeßstelle des Fachbereichs Physik der
Universität Oldenburg 1990 erstmals flächendeckend auf dem Gebiet der DDR
die radioaktive Belastung des Bodens untersucht. Dabei wurden ähnlich hohe
Belastungen durch radioktives Cäsium festgestellt wie in der
Bundesrepublik, mit Durchschnittswerten zwischen 1.000 und 35.000 Becquerel
Cäsium pro Quadratmeter. Für das offenbar am stärksten vom
Tschernobyl-Fallout verseuchte Gebiet der DDR, die Umgebung von Rathenow,
etwa 70 Kilometer westlich von Berlin, führte die Unabhängige Meßstelle
Berlin des Strahlentelex im Zusammenwirken mit der örtlichen Bevölkerung
weitergehende Messungen durch. Dabei wurden dort Belastungen bis 74.000
Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität pro Quadratmeter Bodenfläche gefunden.
Bericht mit 3 Belastungskarten.
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Stx78-79.1990.1-4.4 (4 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Urlaub in
Österreich: Ökologie-Institut Wien warnt vor Milch von der Alm. Über
100.000 Becquerel radioaktives Cäsium-137 pro Quadratmeter Bodenfläche fanden
sich speziell in den höheren Lagen der Alpenregion. Mit einer
Belastungskarte des Ökologie-Instituts Wien von 1990.
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Stx78-79.1990.3.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Urlaub in
Schweden: "Tausende schwedische Seen sind cäsiumkrank". In
über 14.000 schwedischen Seen befinden sich Fische, die mehr radioaktives
Cäsium enthalten, als es die Richtlinien der schwedischen
Lebensmittelbehörde zulassen. Bis zum Jahr 2020 könne es dauern, bis die
Hechte in den am stärksten betroffenen Seen gegessen werden könnten. Das
berichtete am 1. Februar 1990 Lasse Johansson von der Redaktion der
schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter in Uppsala. Bericht mit einer
Karte der Cäsiumbelastung schwedischer Süßwasserfische.
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Stx78-79.1990.3,4.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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"Le
Cri du rad": Tschernobyl hat auch Frankreich nicht verschont.
Deutsche Hysterie und französische Gleichgültigkeit nach Tschernobyl -
diese in der Öffentlichkeit vielfach dargestellte Aufteilung wird immer
mehr zum Vorurteil. "Die (radioaktive) Wolke" hätte Frankreich
verschont, es sei nichts zu befürchten, hieß es. Entsprechend geringe
Reaktionen gab es nach Tschernobyl in Frankreich. Vor dem Hintergrund von
56 Kernreaktoren mit über 56.000 Megawatt elektrischer Leistung und einem
Atomstromanteil von etwa 70 Prozent, gibt es eine relativ große Zustimmung
der Bevölkerung zur französischen Atomenergiepolitik. Groß war jedoch die
Wirkung, als die Gruppe CRII-RAD aus Montélimar im Rhônetal eigene
Meßergebnisse veröffentlichte und damit offizielle Angaben Lügen strafte.
Mit der Präsidentin von CRII-RAD, Michele Rivasi, sprach im August 1989 das
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Strahlentelex Dr. Werner
Neumann, Frankfurt/M..
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Stx68-69.1989.2,9,10.3 (3 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Riesenwachstum. Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl Ende April 1986 hat
200 Hektar Wald in der Nähe des Atomkraftwerks direkt geschädigt, weitere
150.000 Hektar Wald um Tschernobyl mußten zum "Schutzgebiet"
erklärt werden. Dies erklärte Iwanowitsch Pisarenko, stellvertretender
Vorsitzender des Staatskomitees der UdSSR für Forstwirtschaft in Moskau, am
19. Juni 1989 vor der Enquete-Kommission "Vorsorge zum Schutz der
Erdatmosphäre" des Deutschen Bundestages in einer öffentlichen
Anhörung.
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Stx62-63.1989.10.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Klärschlamm:
Radioaktiver Abfall als Düngemittel verwendet. Rund 50 Millionen
Kubikmeter Klärschlamm fallen jährlich bei der Abwasserbeseitigung in der Bundesrepublik
an. Über die Kompostierung und als nasser Faulschlamm oder stichfester
Klärschlamm von Trockenbeeten wird davon etwa ein Drittel zur
"Bodenverbesserung" landwirtschaftlich genutzt. Durch das Unglück
von Tschernobyl 1986 war dieser Klärschlamm mit radioaktiven Isotopen hoch
belastet. Ohne atomrechtliche Genehmigung ist auch dieser Klärschlamm auf
Felder ausgebracht worden. In einem im Juli 1987 fertiggestellten Gutachten
waren die Rechtsanwälte Dr. Günter Heine und Jörg Martin vom Max-Planck-Institut
für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg der Frage
nachgegangen, ob dies eine strafbare Handlung ist (Stx18.1987.6.1).
Betreiber derartiger Anlagen und das Bayerische Staatsministerium für
Landesentwicklung und Umweltfragen hatten die Ansicht vertreten, das
Atomgesetz und die Strahlenschutzverordnung seien auf die Folgen von
Tschernobyl nicht anwendbar. Dem widerspricht das Gutachten des
Max-Planck-Instituts. In der Zeitschrift "Natur und Recht" haben
die Autoren des Rechtsgutachtens dieses Problem Mitte 1989 erneut
aufgegriffen. Dr. Werner Neumann von der Arbeitsgemeinschaft
Umweltkontrolle (ARGUK) in Oberursel gibt eine kommentierende Bewertung.
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Stx60-61.1989.2,3.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Österreich:
Radioaktive Belastungen im Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern.
"Untersuchungen der radioaktiven Belastung durch die
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Gebiet des Nationalparks Hohe
Tauern" heißt eine von Peter Bossew, Antonia Wenisch und Gabi Mraz vom
Österreichischen Ökologie-Institut in Wien 1989 fertiggestellte Studie.
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Stx60-61.1989.4.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Wien: Hochalmen
strahlen weiter. Auch drei Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl
strahlt es insbesondere auf Hochalmen weiter. Das Ökologieinstitut in Wien
teilte mit, auf Hochalmen in Österreich werde eine Belastung allein mit
Cäsium-137 von mehr als 37.000 bis 148.000 Becqauerel pro Quadratmeter
gemessen.
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Stx58-59.1989.3.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Bundesgesundheitsamt:
Allein durch künstliche äußere Bodenstrahlung Höchstwertüberschreitungen
in der Bundesrepublik. In Südost-Bayern wird für Kleinkinder auch 1989
noch allein durch die äußere Bodenstrahlung der Tschernobyl-Radionuklide
Cäsium-137 und Cäsium-134 der in der Strahlenschutzverordnung vorgegebene
Höchstwert von 30 Millirem (0,3 Millisievert) pro Jahr überschritten. Das
ergibt sich aus dem Bericht des Bundesgesundheitsamtes zur
Strahlenexposition im 1. Quartal 1989.
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Stx57.1989.3.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Österreich/Bayern:
Strahlenrisiko in den Alpen. In den bayerischen Alpen besteht ebenso
wie in denen Österreichs ein besonderes Strahlenrisiko nach dem
Reaktorunfall von Tschernobyl.
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Stx51.1989.5.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Großbritannien:
Strahlung in Schottland 40mal höher als zugegeben.
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Stx51.1989.5,6.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Deutschland:
Über 300.000 Entschädigungsanträge abgewickelt. Nach dem Reaktorunglück
von Tschernobyl sind bis Anfang 1989 etwa 310 Millionen DM an
Entschädigungen gezahlt worden, überwiegend an Erzeuger und Händler von
Milch und Gemüse.
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Stx51.1989.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Österreich:
Besonderes Strahlenrisiko in den Alpen. Radioaktive
Rekordbelastungen hat das Ökologie-Institut in Wien 1988 in den
österreichischen Alpen ermittelt. Wie mitgeteilt wurde, seinen auf kleinem
Raum sehr unterschiedliche Belastungen mit Extremwerten von mehr als
148.000 Becquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter Bodenfläche gefunden worden.
Die Cäsium-Gesamtaktivität, einschließlich Cäsium-134, beträgt demnach mehr
als 180.000 Becquerel pro Quadratmeter. Bis dahin waren in Österreich
Bodenbelastungen bis etwa 90.000 Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität pro
Quadratmeter bekannt, in Wien zwischen etwa 4.000 und 10.000. In dem neu
untersuchten, als entlegen charakterisierten Gebiet, sei zwar die
betroffene Bevölkerung informiert, genaue Ortsangaben will das Institut
jedoch noch nicht machen. Das sei "den Betroffenen versprochen"
worden. In dem Gebiet seien im Herbst 1988 noch Milchbelastungen von mehr
als 900, in frischem Gras 4.500 und in Moos 45.000 Becquerel
Cäsium-Gesamtaktivität pro Liter beziehungsweise Kilogramm festgestellt
worden.
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Stx50.1989.1,3.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Schweden: In
Rotwild zunehmende radioaktive Belastungen ermittelt. Im Januar 1989
wurden radioaktive Cäsiumbelastungen zwischen 2.063 und 2.273 Becquerel pro
Kilogramm ermittelt.
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Stx50.1989.6.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Sowjetunion:
In der Nähe des Tschernobyl-Reaktors ist die tägliche Strahlenbelastung
so hoch wie in Deutschland in einem Jahr. Eine Reisegruppe der
"European Youth Forest Action" ermittelte im August 1988 in
direkter Nähe des Tschernobyl-Sarkophags eine Ortsdosisleistung von etwa 3
Millirem pro Stunde.
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Stx42.1988.6.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Schweiz: Starke
Schwankungen in der Bodenbelastung innerhalb weniger Meter. Starke Schwankungen
weisen die Bodenbelastungen bei Engadin in der Schweiz auf. Bei Probenahmen
von unbearbeiteten Weideflächen und aus dem Wald wurden 1988 in jeweils 100
Metern Abstand Cäsiumbelastungen von 70, 680 und 1.500 Becquerel pro
Kilogramm, entsprechend etwa 5.000, 50.000 und 100.000 Becquerel pro
Quadratmeter gefunden. Zuvor war für diese Region der Schweiz von einer
mittleren Bodenbelastung von 100 Becquerel pro
Kilogramm oder 7.500 pro Quadratmeter ausgegangen worden.
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Stx41.1988.3.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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In Moosen,
Flechten und Farnen 1987 höhere Belastungen als 1986 gefunden. Auch zwei Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl erwiesen
sich Boden und Pflanzen in der Bundesrepublik Deutschland deutlich radioaktiv
belastet, herausragend hoch die niederen Pflanzen. Und: Das
Radioaktivitäts-Verteilungsmuster ist kleinflächig und sehr uneinheitlich,
eine Tatsache, die bereits unmittelbar nach dem Unfall von Tschernobyl
gegeben, aber weithin unbeachtet geblieben war. Das sind Ergebnisse aus
einem Zwischenbericht über die Untersuchungen des Botanischen Instituts der
Universität Essen zu den Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl.
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Stx40.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Die
Strahlenbelastung Europas auf einen Blick.
Eine Übersicht über die Belastung der europäischen Länder mit radioaktivem
Cäsium nach Tschernobyl dokumentiert Strahlentelex in der Ausgabe vom 18.
August 1988. Abgesehen von den direkt betroffenen Gebieten in der
Sowjetunion befinden sich in Mittelschweden die am höchsten, in Spanien und
Portugal die am geringsten verseuchten Gebiete.
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Stx39.1988.1,3,4.3 + Stx40.1988.4.1 (4 Seiten)
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Umweltbelastungen
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130.000
Becquerel Cäsium pro Kilogramm im Staub auf Dächern meldete im Sommer 1988 das "Bürgerforum Umwelt"
in Vilshofen.
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Stx38.1988.6.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Niedersachsen:
"Hot Spots" auch im Wendland. 55.640 Becquerel des radioaktiven
Isotops Ruthenium-106 wurden pro Quadratmeter - zurückgerechnet auf den 15.
Mai 1986 - im Oktober 1987 auf der Oberfläche eines Zaunpfahls in Pevestorf
im Raum Lüchow-Dannenberg vom Umweltinstitut München gemessen.
Ruthenium-106 wirkt speziell schädigend auf die Nieren und verringert sich
jeweils innerhalb eines Jahres auf die Hälfte seines Ausgangswertes.
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Stx30.1988.4.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Pflanzen
als Strahlenindikator. Strahlenwirkungen auf Pflanzen. Orchideenmißbildungen
nach Tschernobyl. Bis 1959 hatten 167
Atomwaffentests stattgefunden, die unsere Böden zeitweilig mit 25.000 bis
über 40.000 Becquerel pro Quadratmeter Beta-Aktivität belastet hatten.
Bereits damals erregten Mißbildungen bei Pflanzen Aufmerksamkeit. Mit dem
Strahlenregen von Tschernobyl 1986 ging zwei- bis dreißigmal mehr
radioaktives Cäsium auf uns nieder als zuvor. Zwischen Sommer 1986 und
Frühjahr 1987 fielen in einem Gewächshaus in Neuß bei Düsseldorf schwere
Blüten-Mißbildungen bei Orchideen auf. Man hatte in diesem Gewächshaus mit
Regenwasser, in einem benachbarten Gewächshaus, in dem keine Mißbildungen
aufgetreten sind, mit Leitungswasser gegossen - eine zufällige Anordnung,
die wissenschaftlichen Anforderungen entspricht. Ein Bericht von Irene Noll.
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Stx15.1987.1,2,5.3 + Stx16.1987.2,5,6.3 (6 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Großbritannien:
Schlachtverbot für eine halbe Million Schafe. Rund eine halbe
Million Schafe in Großbritannien waren im Sommer 1987 immer noch gefährlich
hoch radioaktiv verseucht und dürfen nicht geschlachtet werden. Das
entschied 15 Monate nach Tschernobyl die britische Regierung und
verlängerte und erweiterte das Schlachtverbot für mehr als 500
nordwestenglische, nordwalisische und schottische Hochlandfarmen. Die
britischen Behörden haben die Gefahrengrenze bei 1.000 Becquerel Cäsium pro
Kilogramm Schaffleisch angesetzt.
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Stx15.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Belastungskarte
der EG-Länder. Eine Karte über die radioaktive
Belastung der Länder der Europäischen Gemeinschaften (EG) veröffentlichte
die Kommission der EG im November 1986 in einem Bericht an den Ministerrat
der Gemeinschaft und das Europäische Parlament (KOM(86)607 endg.).
Strahlentelex dokumentierte diese Darstellung Anfang August 1987, nachdem
bei der Überprüfung in den Monaten zuvor zwar im einzelnen sehr viel höhere
Bodenbelastungen als von der EG-Kommission angegeben bekannt wurden, die
relativen Verhältnisse zwischen den Ländern jedoch zu stimmen scheinen. Die
tatsächliche Cäsiumbelastung liegt im Mittel offenbar mindestens fünffach
höher als angegeben.
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Stx14.1987.5.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Schweden: Lebensgrundlage
der Samer durch Tschernobyl-Fallout schwer getroffen. Ein Bericht von
Annette Groth.
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Stx12.1987.5.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Finnland: "Unterschiedliche
Belastungen", konstatierte im Juni 1987 das Finnische
Fremdenverkehrsamt auf der Grundlage von Untersuchungsergebnissen der
finnischen Strahlenschutzzentrale.
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Stx12.1987.5.1 (1 Seite)
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Umweltbelastungen
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Frankreich:
Korsika ähnlich stark radioaktiv belastet wie Bayern. Auf dem
französischen Korsika war man lediglich durch die Maßnahmen, die die italienische
Regierung auf der benachbarten Insel Sardinien ergriff, auf das Ausmaß des
radioaktiven Fallouts aufmerksam geworden. Ein Bericht von Annette Groth.
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Stx12.1987.5,6.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Berlin: Strahlenbelastung
durch radioaktiv verseuchte Erde höher als angenommen. Zwischen 35 und
97 Becquerel pro Kilogramm oder rund 3.000 bis 9.000 Becquerel pro
Quadratmeter beträgt die Bodenbelastung durch die Radionuiklide Cäsium-137
und -134 im Berliner Stadtgebiet in den ersten sechs Zentimetern der Erde.
Das ergibt eine Auswertung der von Januar bis Mai 1987 veröffentlichten
Meßergebnisse der Meßstelle des Berliner Senats durch die Unabhängige
Strahlenmeßstelle Berlin. In den Berliner Forsten ist danach der Boden mit
114 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-137 und -134 (rund 10.000 Becquerel pro
Quadratmeter; im Jagen 95), 195 (17.500; im Spandauer Forst, Jagen 27) und
230 (20.000; am Nymphenufer, Am Großen Wannsee) radioaktiv belastet. Die
Anteile Cäsium-137 zu Cäsium-134 verhalten sich dabei im Mittel wie 7 zu 3.
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Stx11.1987.1,6.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Berlin: Wieder
hohe Radioaktivität in frischem Laub. Birken enthielten 1987 noch immer
zwei Drittel der letztjährigen Cäsiumaktivität, bei Kastanienbäumen ist es
die Hälfte und bei Buchen ein Drittel der Vorjahreswerte. Das sind
Ergebnisse der Strahlenmeßstelle des Berliner Senats. Ein Bericht von Dr.
Peter Plieninger.
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Stx10.1987.1,8.2 (2 Seiten)
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Umweltbelastungen
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Berlin: Strahlenbelastung
in Sandkästen und auf Spielplätzen. Gemeinsam mit dem Berliner Verein
Mütter und Väter gegen atomare Bedrohung wurden 1987 von der Unabhängigen
Strahlenmeßstelle Berlin Sandproben von 63 Kinderspielplätzen der Stadt
untersucht. Bereits aus hygienischen Gründen sind
die Behörde gehalten, den Spielsand jedes Jahr auszutauschen. Den
Meßergebnissen zufolge ist das nur bei einem von sechs Spielplätzen
geschehen.
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Stx9.1987.8.1 (1 Seite)
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